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Ostererwachen:  Es wird Zeit, die fossilen Eier ins Museum zu legen

04.04.2026

Eine oekonews-Ansichtssache von Chefredakteurin Doris Holler-Bruckner   

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© oekonews / Doris Holler-Bruckner
Die geopolitischen Entwicklungen sind dramatisch. Durch den Ukrainekrieg wurde uns das Problem des Imports von Erdgas aus Russland endlich bewusst. Ein Umstieg auf LNG aus anderen Ländern ist ebenfalls keine Dauerlösung.   
Nun zeigten die aktuellen Konflikte im Nahen Osten unsere vehemente Abhängigkeit von fossilen Energien schon wieder auf.  Dabei ginge es auch anders, wenn wir endlich viel schneller auf erneuerbare Energien umsteigen würden. Das bringt uns Arbeitsplätze in Österreich und gleichzeitig Klimaschutz.

Aber nicht alles ist schlecht. 

Ostern steht vor der Tür – das Fest der Auferstehung und des Neubeginns. Während die Natur draußen ihre grüne Kraft entfaltet, erleben wir auch in der Energiewelt einen regelrechten Frühlingsstrom. Wenn wir uns manche Schlagzeilen der letzten Wochen auf oekonews ansehen, wird klar: Die österliche Botschaft der Erneuerung ist längst gelebte Realität.


Der Rückblick: Ein Frühling voller Rekorde

 

Wir haben  eigentlich auch Grund zur Freude! Pünktlich zum Start der Karwoche hat die Windkraft in Österreich einen neuen Rekord aufgestellt und zeitweise fast die Hälfte unseres Strombedarfs gedeckt. Dass wir im EU-Vergleich mit einem erneuerbaren Stromanteil von über 83 % (Stand 2025) ganz vorne mitspielen, zeigt: Der Wille zur Unabhängigkeit ist da.

Auch die Wärmewende nahm in den letzen Jahren richtig Fahrt auf. Immer mehr Menschen tauschen ihre alten Öl- und Gasheizungen gegen effiziente Wärmepumpen oder  Pelletsheizungen.

Immer mehr Konsument:innen schließen sich Energiegemeinschaften an oder gründen diese   – die Beteiligung daran ist im letzten Jahr sprunghaft angestiegen. Eine absolute Erfolgsgeschichte in Österreich! Das ist gelebte Solidarität, die nicht nur das Klima schützt, sondern auch die Geldbörse schont.

 

Die Vorschau: Wo die Reise hingeht
 

Unser Ziel ist eigentlich  klar: Ein Österreich, das in allen Bereichen – Strom, Wärme und Verkehr – ohne den Import teurer und schmutziger fossiler Energien auskommt.  Das ist keine Vision, sondern umsetzbar.

  • Strom: Dezentral erzeugt durch Wind und Sonne (die im letzten Jahr ein sattes Plus von fast 25 % verzeichnete!).

  • Wärme: Grüne Fernwärme und Geothermie in den Städten, Wärmepumpen und Biomasse im ländlichen Raum.

Verkehr: Eine Mobilität, die auf Schiene, Rad und E-Antrieben basiert, statt auf dem Verbrennen von Vergangenem.

Die Menschen wollen eine Ökologisierung  der Wirtschaft - Sie wollen Renaturlierung  - Sie wollen weniger Öl- und Gasimporte!    MEHRHEITLICH!!

 

Was wir für die Zukunft „fasten“ sollten
 

Zu einem echten Frühjahrsputz gehört auch, Dinge wegzuwerfen, die nicht mehr passen. Wenn wir ehrlich zukunftsfähig handeln wollen, müssen wir aufhören, in Beton-Phantome der Vergangenheit zu investieren.

Ein prominentes Beispiel, das aktuell eher wie ein „fossiles Ei“ wirkt, ist die Lobauautobahn. Mitten in der Klimakrise Milliarden in eine neue Transitstraße  und in ein Tunnel zu versenken, ist so, als würde man versuchen, den Frühling durch das Gießen von Plastikblumen herbeizuzwingen.

Echte Lebensqualität entsteht nicht durch mehr Asphalt, sondern durch weniger Lärm, saubere Luft und den Schutz unserer wertvollen Naturjuwele.
Wer zukunftsfähig handelt, erkennt: Wir brauchen keine Autobahn durch ein Nationalpark-Umfeld, sondern eine mutige Offensive für den öffentlichen Verkehr und sichere Radwege – wie   viele  neuen Projekte in Wien und den Bundesländern bereits zeigen. 

 
Ein frohes Fest der Erneuerung
 

Ostern lehrt uns, dass der Wandel möglich ist.
Die Energiewende ist keine Last, sondern die  Riesenchance, unser Leben gesünder, fairer und krisenfester zu gestalten. Lassen wir die fossilen Abhängigkeiten wie alte Eierschalen hinter uns und konzentrieren wir uns auf das, was wächst.

Wir  geben  die Hoffnung nicht auf!  

In diesem Sinne: Frohe Ostern und viel Energie für die kommenden Projekte! 


PS: In den Links unten  sind einige positive Entwicklungen/Projekte aufgelistet!!

Links

  • Rekord zum Start der Osterwoche: Windkraft deckte rund  50% des Strombedarfs von Österreich
  • Umfrage: Große Mehrheit für einen Aufbruch bei der Ökologisierung der Wirtschaft, Umsetzung hinkt nach 
  • Renaissance der Wildnis: Warum drei Viertel der Österreicher die Rückkehr der Natur fordern
  • Studie: Österreicher wollen weniger Öl- und Gasimporte
  • STUDIE: Fahrzeugflotten in der EU werden immer elektrischer
  • Indien: Das neue Kraftzentrum der globalen Solarenergie
  • Ölkrise als E-Auto-Turbo: Nachfrage explodiert um 41 % – Verbrenner brechen ein
  • Kein Dauerblinken - mehr Lebensqualität: Windräder werden nachts dunkler
  • 700 E-Autos liefern 2 MWh Strom für Redispatch
  • Klimaschutz sichert Wohlstand und stärkt Europas Sicherheit
  • Nachhaltigkeit bleibt wichtiges Kriterium bei Geldanlagen
  • Klimaschutz als Erfolgsfaktor in unsicheren Zeiten: Warum sich nachhaltiges Wirtschaften gerade jetzt auszahlt
  • Post vergrößert E-LKW-Flotte: Premiere für Steiermark und Tirol
  • 200 Millionen Liter weniger Sprit: Österreichs Elektroautos fahren der Ölabhängigkeit davon
  • 1.000.000 neue Bäume für Klimaschutz und Nachhaltigkeit
  • Österreichische Staatspreise für Klimawandelanpassung „CliA“ verliehen
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