Ostererwachen: Es wird Zeit, die fossilen Eier ins Museum zu legen
Nun zeigten die aktuellen Konflikte im Nahen Osten unsere vehemente Abhängigkeit von fossilen Energien schon wieder auf. Dabei ginge es auch anders, wenn wir endlich viel schneller auf erneuerbare Energien umsteigen würden. Das bringt uns Arbeitsplätze in Österreich und gleichzeitig Klimaschutz.
Aber nicht alles ist schlecht.
Ostern steht vor der Tür – das Fest der Auferstehung und des Neubeginns. Während die Natur draußen ihre grüne Kraft entfaltet, erleben wir auch in der Energiewelt einen regelrechten Frühlingsstrom. Wenn wir uns manche Schlagzeilen der letzten Wochen auf oekonews ansehen, wird klar: Die österliche Botschaft der Erneuerung ist längst gelebte Realität.
Der Rückblick: Ein Frühling voller Rekorde
Wir haben eigentlich auch Grund zur Freude! Pünktlich zum Start der Karwoche hat die Windkraft in Österreich einen neuen Rekord aufgestellt und zeitweise fast die Hälfte unseres Strombedarfs gedeckt. Dass wir im EU-Vergleich mit einem erneuerbaren Stromanteil von über 83 % (Stand 2025) ganz vorne mitspielen, zeigt: Der Wille zur Unabhängigkeit ist da.
Auch die Wärmewende nahm in den letzen Jahren richtig Fahrt auf. Immer mehr Menschen tauschen ihre alten Öl- und Gasheizungen gegen effiziente Wärmepumpen oder Pelletsheizungen.
Immer mehr Konsument:innen schließen sich Energiegemeinschaften an oder gründen diese – die Beteiligung daran ist im letzten Jahr sprunghaft angestiegen. Eine absolute Erfolgsgeschichte in Österreich! Das ist gelebte Solidarität, die nicht nur das Klima schützt, sondern auch die Geldbörse schont.
Unser Ziel ist eigentlich klar: Ein Österreich, das in allen Bereichen – Strom, Wärme und Verkehr – ohne den Import teurer und schmutziger fossiler Energien auskommt. Das ist keine Vision, sondern umsetzbar.
Strom: Dezentral erzeugt durch Wind und Sonne (die im letzten Jahr ein sattes Plus von fast 25 % verzeichnete!).
Wärme: Grüne Fernwärme und Geothermie in den Städten, Wärmepumpen und Biomasse im ländlichen Raum.
Verkehr: Eine Mobilität, die auf Schiene, Rad und E-Antrieben basiert, statt auf dem Verbrennen von Vergangenem.
Die Menschen wollen eine Ökologisierung der Wirtschaft - Sie wollen Renaturlierung - Sie wollen weniger Öl- und Gasimporte! MEHRHEITLICH!!
Zu einem echten Frühjahrsputz gehört auch, Dinge wegzuwerfen, die nicht mehr passen. Wenn wir ehrlich zukunftsfähig handeln wollen, müssen wir aufhören, in Beton-Phantome der Vergangenheit zu investieren.
Ein prominentes Beispiel, das aktuell eher wie ein „fossiles Ei“ wirkt, ist die Lobauautobahn. Mitten in der Klimakrise Milliarden in eine neue Transitstraße und in ein Tunnel zu versenken, ist so, als würde man versuchen, den Frühling durch das Gießen von Plastikblumen herbeizuzwingen.
Echte Lebensqualität entsteht nicht durch mehr Asphalt, sondern durch weniger Lärm, saubere Luft und den Schutz unserer wertvollen Naturjuwele.Ein frohes Fest der Erneuerung
Wer zukunftsfähig handelt, erkennt: Wir brauchen keine Autobahn durch ein Nationalpark-Umfeld, sondern eine mutige Offensive für den öffentlichen Verkehr und sichere Radwege – wie viele neuen Projekte in Wien und den Bundesländern bereits zeigen.
Ostern lehrt uns, dass der Wandel möglich ist.
Die Energiewende ist keine Last, sondern die Riesenchance, unser Leben gesünder, fairer und krisenfester zu gestalten. Lassen wir die fossilen Abhängigkeiten wie alte Eierschalen hinter uns und konzentrieren wir uns auf das, was wächst.
Wir geben die Hoffnung nicht auf!
In diesem Sinne: Frohe Ostern und viel Energie für die kommenden Projekte!
PS: In den Links unten sind einige positive Entwicklungen/Projekte aufgelistet!!