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Offensive für mehr Öffentlichen Verkehr in Österreich

24.11.2006

VCÖ: Gesamtverkehrsplanung, Pkw–Maut und mehr Klimaschutz im Verkehr nötig

ja © Postbus
ja © Postbus
Wien– Die kommende Bundesregierung hat zahlreiche Verkehrsprobleme zu lösen. Die nächste Regierung muss vor allem die explodierenden Schulden im Infrastrukturbereich in den Griff bekommen. Der VCÖ fordert eine Gesamtverkehrsplanung mit klaren Zielvorgaben und Maßnahmen. Der bestehende Generalverkehrsplan ist überholt und ad acta zu legen. Zudem braucht Österreich eine Offensive für mehr Öffentlichen Verkehr. Da die Treibhausgas–Emissionen des Verkehrs seit dem Jahr 1990 um 87 Prozent gestiegen sind, setzt sich der VCÖ für mehr Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr ein.
„Im Interesse der Verkehrsteilnehmer ist es höchste Zeit, dass die nächste Regierung rasch arbeitsfähig ist. Es gibt zahlreiche Verkehrsprobleme zu lösen„, stellt VCÖ–Experte DI Martin Blum zu den Koalitionsverhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP fest.
Der VCÖ fordert eine Offensive für mehr Öffentlichen Verkehr in Österreich. Vor allem für Pendlerinnen und Pendler braucht es mehr Verbindungen. Zudem ist auch in den ländlichen Regionen ein dichtes Öffentliches Verkehrsnetz nötig. „Österreich kann sich hier ein Vorbild an Vorarlberg nehmen. In Vorarlberg gibt es auch für die Dörfer im Bregenzerwald eine regelmäßige Versorgung mit Öffentlichen Verkehrsmitteln. Was Vorarlberg schafft, sollte in ganz Österreich möglich sein. Die Bundesregierung muss dafür den Anstoß geben„, betont VCÖ–Experte Blum. Der VCÖ tritt für einen Österreichweiten Taktfahrplan ein.
Zudem ist die nächste Bundesregierung gefordert, eine Gesamtverkehrsplanung zu erstellen. „Der derzeitige Generalverkehrsplan ist überholt und sollte rasch ad acta gelegt werden. Es braucht eine Zielsetzung, wie der Modal Split beim Personen– und beim Güterverkehr im Jahr 2015 aussehen soll. Diesen Zielen entsprechend sind Maßnahmen festzulegen. Infrastruktur ist dabei nur ein Teil. Wesentlich ist, die Effizienz des Verkehrs zu erhöhen" stellt VCÖ–Experte Blum fest.
Angesichts des starken Anstiegs der Treibhausgas–Emissionen des Verkehrs – plus 87 Prozent seit dem Jahr 1990 – fordert der VCÖ ein Klimaschutzpaket im Verkehr. „Eine Politik, die nur Industrie und die Haushalte zum Klimaschutz zwingt, gefährdet Arbeitsplätze und den Wirtschaftstandort Österreich. Im Verkehr kann mit wenig Geld ein großer Beitrag zur Verringerung der Treibhausgas–Emissionen gesetzt werden„, betont VCÖ–Experte Blum.
Aufgrund des gigantischen Schuldenberges im Infrastrukturbereich erwartet der VCÖ die Einführung einer kilometerabhängigen Pkw–Maut. „Die Vignette ist kein gerechtes System. Egal, ob jemand 10.000 Kilometer oder nur 1.000 Kilometer auf der Autobahn fährt, der Preis ist der gleiche. Wer weniger auf Autobahnen und Schnellstraßen fährt, sollte auch weniger zahlen„, stellt VCÖ–Experte DI Martin Blum fest.
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24.11.2006 | Autor*in: holler
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