Österreichs Haushalte setzen weiter auf Energiesparen – Interesse an „grüner“ Energie wächst leicht
Damit stagniert der Wert auf dem Niveau des Vorjahres, nachdem er 2022 und 2023 jeweils noch leicht gestiegen war.
Kosten bleiben Hauptmotiv – Klimaschutz gewinnt an Bedeutung
Hauptgrund für den bewussten Umgang mit Energie bleibt klar der finanzielle Aspekt. 61 Prozent möchten durch geringeren Verbrauch vor allem ihre Ausgaben reduzieren (2024: 59 Prozent). Doch auch der Klimaschutz spielt eine zunehmend wichtige Rolle: Für ein Drittel der Haushalte (33 %) ist er ebenso entscheidend wie der Kostenfaktor. Sieben Prozent wiederum nennen den Umweltschutz sogar als wichtigsten Beweggrund – ein kleiner, aber stabiler Anteil besonders engagierter Konsument:innen.
Steigende Bereitschaft, mehr für grüne Energie zu zahlen
Trotz der weiterhin spürbaren Preissteigerungen im Energiebereich zeigt sich bei vielen Haushalten eine wachsende Offenheit für erneuerbare Energiequellen. Knapp über 55 Prozent der Befragten wären bereit, für alternative, „grüne“ Energie mehr zu bezahlen – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr (53 Prozent).
„Die Bereitschaft, für grüne Energie ein größeres Loch in die Haushaltskassa zu reißen, ist verständlicherweise begrenzt. Die Teuerungen der letzten Jahre wirken nach“, erklärt Christina Khinast-Sittenthaler, Leiterin des Energiesektors bei EY Österreich. „Trotzdem zeigt sich ein zarter Trend zu mehr Investitionsbereitschaft in nachhaltige Energieversorgung.“
Smart Meter als Chance für die Energiewende
Die Studienautor:innen betonen, dass moderne Technologien wie Smart Meter den Haushalten helfen können, ihren Verbrauch transparenter zu machen und Einsparpotenziale leichter zu erkennen. Das steigende Interesse an erneuerbaren Energieformen könnte damit zusätzlich an Dynamik gewinnen.
Für das EY Energiebarometer 2025 wurden 1.000 Österreicher:innen im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt. Alle Ergebnisse sind auf ey.com abrufbar.