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Österreich droht Klimaziel 2030 deutlich zu verfehlen

04.09.2025

Greenpeace fordert starkes Klimagesetz

Die Temperaturen steigen .jpg
© Gerd Altmann pixabay.com
Wien - Das neue Klimaschutzszenario des Umweltbundesamtes sorgt für ernüchternde Erkenntnisse: Österreich steuert auf eine massive Verfehlung seiner EU-Klimaziele zu. Laut Prognose werden im Jahr 2030 rund 9 Millionen Tonnen Treibhausgase zu viel ausgestoßen – ein Rückschlag mit potenziell teuren Folgen. Neben drohenden Strafzahlungen durch den Kauf von Emissionszertifikaten steht auch ein EU-Vertragsverletzungsverfahren im Raum. 

Greenpeace reagiert mit scharfer Kritik und appelliert an Klimaschutzminister Norbert Totschnig, endlich entschlossen zu handeln. „Das Szenario ist ein Weckruf“, sagt Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace. „Ohne neue Maßnahmen verfehlt Österreich nicht nur das 2030-Ziel, sondern auch die Klimaneutralität bis 2040.“

Die Umweltschutzorganisation fordert ein ambitioniertes Klimagesetz mit klaren Reduktionspfaden, einem verbindlichen Ausstieg aus fossilen Energien und dem Verzicht auf Schlupflöcher wie internationalen Zertifikatehandel. Auch klimaschädliche Förderungen müssten rasch beendet und bestehende Finanzierungslücken – etwa bei Sanierung und Heizungstausch – geschlossen werden.

Das Szenario basiert auf allen bis Juni 2024 beschlossenen Maßnahmen, darunter CO₂-Preis-Erhöhungen und das Erneuerbare-Wärme-Gesetz. Doch die Analyse zeigt: Das reicht nicht aus, um die Emissionen bis 2050 entscheidend zu senken.

Weitere Details liefert das offizielle FACTSHEET von Greenpeace.   Die Zeit drängt – und mit ihr wächst der Druck auf die Bundesregierung, endlich wirksame Klimapolitik umzusetzen.

Links

  • Klimaschutz-Szenario des Umweltbundesamtes
  • Greenpeace Factsheet zum Klimaschutz-Szenario
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