Ölz setzt auf Strom statt Diesel: Bäckerei baut Elektroflotte massiv aus
Der österreichische Backwarenhersteller Ölz der Meisterbäcker investiert weiter in eine emissionsarme Logistik. Das Unternehmen erweitert seinen Fuhrpark um drei elektrische Lastwagen sowie sieben elektrische Nutzfahrzeuge und setzt damit einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer klimafreundlicheren Warenverteilung.
Mit der Investition verfolgt Ölz das Ziel, die CO₂-Emissionen im Frischdienst deutlich zu senken und gleichzeitig die Versorgung der Kundinnen und Kunden langfristig nachhaltig zu gestalten.
Drei E-Lkw für die tägliche Brotlieferung
Herzstück der neuen Flotte sind drei vollelektrische Lkw des Herstellers DAF. Mit einer Reichweite von rund 280 Kilometern sind sie speziell auf die täglichen Liefertouren ausgelegt. Jedes Fahrzeug legt jährlich rund 90.000 Kilometer zurück.
Nach Angaben des Unternehmens werden durch die drei Elektro-Lkw jährlich etwa 50 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Geladen werden die Fahrzeuge überwiegend nachts mit Ökostrom an Hochleistungsladestationen in den firmeneigenen Depots.
Die E-Lkw sind Teil des Ölz-Frischdienstes, der täglich mehr als 4.300 Kunden auf rund 180 Touren mit frischen Backwaren beliefert. Das Unternehmen wirbt dabei mit dem Qualitätsversprechen: „Heute gebacken, morgen im Regal.“
Auch Servicefahrzeuge fahren künftig elektrisch
Neben den schweren Nutzfahrzeugen baut Ölz auch seine Flotte im leichten Segment aus. Sieben neue VW ID. Buzz ersetzen bisherige Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Die Elektrotransporter erreichen eine Reichweite von etwa 320 Kilometern und legen jährlich rund 30.000 Kilometer zurück. Durch den Austausch der bisherigen Fahrzeuge werden laut Unternehmen weitere 35 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart.
Zusätzlich bietet der größere Innenraum der Fahrzeuge mehr Platz für Material und Ausrüstung, was die Arbeit der Serviceteams effizienter machen soll.
Langfristig klare Entscheidung für Elektromobilität
Ölz begründet den weiteren Ausbau der Elektroflotte auch mit der Unsicherheit rund um alternative Kraftstoffe wie HVO100, einen synthetischen Diesel aus erneuerbaren Rohstoffen. Zwar könne dieser kurzfristig eine Übergangslösung darstellen, das Unternehmen sehe die Zukunft jedoch eindeutig bei elektrischen Antrieben.
Als Vorteile nennt Ölz eine höhere Planungssicherheit bei Energieversorgung und Betriebskosten sowie die stetig wachsende Ladeinfrastruktur.
Teil der Klimastrategie bis 2030
Die Investition ist Bestandteil der umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Ölz ist Partner des österreichischen „klimaaktiv Pakt 2030“ und hat sich freiwillig verpflichtet, seine CO₂-Emissionen bis zum Jahr 2030 um mindestens 50 Prozent gegenüber dem Ausgangsniveau zu reduzieren.
„Ein nachhaltiges Mobilitätskonzept ist eine wichtige Säule, um dieses Ziel zu erreichen“, betont Doris Wendel, Geschäftsführerin Nachhaltigkeit bei Ölz.
Mit dem Ausbau der Elektroflotte setzt das Unternehmen ein weiteres Zeichen dafür, dass auch in der Lebensmittelbranche klimafreundliche Logistik zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Kombination aus emissionsfreien Lieferfahrzeugen, Ökostrom und optimierten Logistikprozessen soll dazu beitragen, den Frischdienst langfristig nachhaltiger zu gestalten, ohne Einbußen bei Qualität oder Versorgungssicherheit.