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oekostrom AG baut erneuerbare Stromproduktion deutlich aus

17.03.2026

Bis Ende 2026 soll installierte Erzeugungskapazität von derzeit 105 Megawatt auf rund 150 Megawatt steigen

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Hybridkraftwerk Parndorf © oekostrom AG

 

 Wien - Die oekostrom AG treibt den Ausbau erneuerbarer Energien weiter voran. Bis Ende 2026 soll die installierte Erzeugungskapazität des Unternehmens von derzeit 105 Megawatt auf rund 150 Megawatt steigen – ein Plus von etwa 40 Prozent. Damit reagiert der Anbieter von Ökostrom auf den steigenden Energiebedarf und die wachsende Bedeutung erneuerbarer Energien für eine sichere Stromversorgung.
 

Starker Ausbau und neue Projekte 

Die Sparte Produktion der oekostrom AG errichtet und betreibt Wind- und Photovoltaikanlagen. Ende 2025 verfügte das Unternehmen über eine installierte Leistung von 105 Megawatt und erzeugte rund 183 Gigawattstunden Strom.

Zu den wichtigsten Projekten des vergangenen Jahres zählen die Inbetriebnahme eines Agri-Photovoltaik-Projekts in St. Veit im Innkreis in Oberösterreich, der Spatenstich für einen Hybridpark in Parndorf im Burgenland sowie der Baustart für den Windpark Erftstadt-Erp in Nordrhein-Westfalen.
 

Auch 2026 bleibt der Ausbaukurs: Sechs neue Anlagen sollen ans Netz gehen. Parallel investiert das Unternehmen verstärkt in Batteriespeicher und erweitert sein Portfolio durch Zukäufe in Österreich und anderen europäischen Ländern. Außerdem stieg die oekostrom AG im vergangenen Jahr in den Regelenergiemarkt ein und baute ihren Stromhandel aus. Insgesamt versorgte das Unternehmen zuletzt rund 116.000 Kundinnen und Kunden mit grünem Strom aus Österreich.
 

Investitionen in die Energiewende 

„2025 haben wir nicht nur sauberen Strom produziert, vertrieben und gehandelt – wir haben vor allem in die Energiewende investiert“, sagt Vorstandssprecher Ulrich Streibl. Trotz eines schwierigen Marktumfelds mit starken Preisschwankungen, intensivem Wettbewerb und komplexen politischen Rahmenbedingungen habe das Unternehmen eine umfangreiche Projektpipeline umgesetzt.

Der Ausbau gilt als notwendig: Der Stromverbrauch in Österreich dürfte sich bis 2040 durch den Ausstieg aus fossilen Energieträgern bei Heizungen, Verkehr und Industrie mehr als verdoppeln. Selbst bei einem bereits hohen Anteil erneuerbarer Energien von rund 86 Prozent am Strommix seien daher zusätzliche Investitionen erforderlich, um Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit zu gewährleisten.
 

Oberösterreich im Fokus 

Besonders dynamisch entwickelt sich derzeit der Ausbau in Oberösterreich. Dort nahm die oekostrom AG mit der Anlage in St. Veit im Innkreis ihr bisher größtes Agri-Photovoltaik-Projekt in Betrieb, das Energieerzeugung mit landwirtschaftlicher Nutzung kombiniert. Weitere Solarprojekte wurden in Herbstheim und Burgkirchen gestartet.

Im Burgenland entsteht mit dem Agri-PV-Hybridkraftwerk in Parndorf eines der innovativsten Energieprojekte des Unternehmens. Die Anlage wird an die Infrastruktur eines bestehenden Windparks angeschlossen, zudem ist ein großer Batteriespeicher geplant.

Auch international ist die oekostrom AG aktiv: In der Slowakei wurden zwei Photovoltaik-Projekte weiterentwickelt und zusätzliche Anlagen erworben. In Deutschland begann im Juli der Bau des Windparks Erftstadt-Erp.
 

Mehr Stabilität für das Stromnetz 

Ein strategischer Schritt war 2025 der Einstieg in den Regelenergiemarkt. Regelenergie sorgt dafür, kurzfristige Schwankungen im Stromnetz auszugleichen und damit die Netzstabilität zu sichern. Parallel treibt das Unternehmen den Ausbau von Batteriespeichern voran und entwickelt mit „smartflex“ ein System zur automatisierten und marktoptimierten Steuerung von Energieanlagen weiter.
 

Neue Projekte und Ausblick 

Für 2026 plant die oekostrom AG mehrere neue Anlagen. Dazu zählen Photovoltaik-Projekte in Parndorf, Herbstheim und Burgkirchen. In Kärnten entsteht mit der Anlage Pribelsdorf zudem das erste Solarprojekt des Unternehmens im Bundesland – auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube.

Darüber hinaus erwartet das Unternehmen die Genehmigung eines Großbatteriespeichers mit neun Megawatt Leistung beim Hybridkraftwerk Parndorf. Dieser soll die Effizienz und Auslastung des bestehenden Netzanschlusspunkts weiter erhöhen. 
 

Gute Bewertung im Stromanbieter-Check 

Auch von Umweltorganisationen erhält die oekostrom AG Anerkennung: Im Stromanbieter-Check 2026 von WWF und GLOBAL 2000 erhielt das Unternehmen in der Kategorie „Ausbau von erneuerbaren Energien“ mit acht Punkten die höchste vergebene Bewertung. Unter 129 untersuchten Stromanbietern zählt es damit zu den zehn bestplatzierten „soliden Grünstromanbietern“.

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