NULL Netztransparenz - Ein Beispiel erklärt vieles
Vorab nur ein klein wenig Technik: Sogenannte rONT (regelbare Ortsnetztransformatoren) erlauben laut Angaben ihrer Hersteller die zwei- bis vierfache Einspeisung von PV-Strom in die Niederspannung.
Das hilft enorm, wenn heute Haushalte PV-Anlagen installieren möchten, aber das Netz wegen der bisherigen, nicht regelbaren ONT an Grenzen stößt.
Ein Ersuchen um Daten an die E-Control, wie es um den Ausbaustand in den Niederspannungen auf rONT steht, wurde mit der Übermittlung der aktuellen Netzentwicklungspläne (Stand 2024) der 15 größten österreichischen Verteilnetzbetreiber beantwortet.
Hat man diese Pläne durchforstet, ist man leider genau so uninformiert wie davor!
Weiter unten stehen die gefundenen Details zum Thema rONT aus einem Drittel (5) der Netzentwicklungspläne, darunter jene der vier größten Netzbetreiber.
FAZIT
Rechercheergebnis aus 5 Netzentwicklungsplänen (siehe Link unten):
Energie Klagenfurt:
Kein Match mit den Suchbegriffen „regelbar“, „ront“ oder „Ortsnetz“
Tiwag Tirol:
Wörtlich wird „der Einsatz eines regelbaren Orts-Netz-Transformators (rONT), eines Spannungs-
Längsreglers etc. als Alternativvarianten überprüft“.
Netz NÖ:
„Netz NÖ betreibt derzeit etwa 150 regelbare Ortsnetztransformatoren und wird in den nächsten
Jahren noch stärker auf diese Technologie setzen."
Die Tiroler könnten hier Wissen einkaufen ;-).
Netz OÖ:
Auch hier wörtlicher Auszug zum Thema rONT: „Zukünftig besteht auch hier die Möglichkeit einer strom- bzw. leistungsabhängigen Spannungsregelung (Kompoundierung), ähnlich wie an den Umspannern im
Umspannwerk.“
Wiener Netze:
Einzige Erwähnung im Kapitel ‚Flexibilisierungen‘: „Zum Gelingen der Energiewende muss eine Vielzahl von ineinandergreifenden Maßnahmen umgesetzt werden …. Erhöhung der Übertragungskapazitäten bestehender Netze – beispielsweise mittels … regelbare Ortsnetztransformatoren (rONT).“
Das hilft enorm, wenn heute Haushalte PV-Anlagen installieren möchten, aber das Netz wegen der bisherigen, nicht regelbaren ONT an Grenzen stößt.
Ein Ersuchen um Daten an die E-Control, wie es um den Ausbaustand in den Niederspannungen auf rONT steht, wurde mit der Übermittlung der aktuellen Netzentwicklungspläne (Stand 2024) der 15 größten österreichischen Verteilnetzbetreiber beantwortet.
Hat man diese Pläne durchforstet, ist man leider genau so uninformiert wie davor!
Weiter unten stehen die gefundenen Details zum Thema rONT aus einem Drittel (5) der Netzentwicklungspläne, darunter jene der vier größten Netzbetreiber.
FAZIT
- Wer wissen will, wie der Netzumbau innerhalb der österreichischen Stromwende verläuft, kann leicht das Gefühl bekommen, am Nasenring im Kreis geführt zu werden.
- Alle nachfolgenden Angaben der Netzbetreiber in den gesetzlich vorgeschriebenen Netzausbauplänen zu rONTs sind im Ausmaß von exakt 0 % konkret, also leere Worte!
- Dies alles vor dem Hintergrund, dass Österreichs Netzbetreiber gesetzlich seit 2020 verpflichtet sind, ihre Netze "vorausschauend" an die Energiewende anzupassen (= aus- bzw. umzubauen). Aber was tatsächlich geschieht und in welchem Ausmaß ist offensichtlich ein Staatsgeheimnis (die E-Control ist eine staatliche Behörde).
- Vielleicht muss eine derartige Anfrage unter Berufung auf das neue Informationsfreiheitsgesetz gestellt werden; wer weiß.
Rechercheergebnis aus 5 Netzentwicklungsplänen (siehe Link unten):
Energie Klagenfurt:
Kein Match mit den Suchbegriffen „regelbar“, „ront“ oder „Ortsnetz“
Tiwag Tirol:
Wörtlich wird „der Einsatz eines regelbaren Orts-Netz-Transformators (rONT), eines Spannungs-
Längsreglers etc. als Alternativvarianten überprüft“.
Netz NÖ:
„Netz NÖ betreibt derzeit etwa 150 regelbare Ortsnetztransformatoren und wird in den nächsten
Jahren noch stärker auf diese Technologie setzen."
Die Tiroler könnten hier Wissen einkaufen ;-).
Netz OÖ:
Auch hier wörtlicher Auszug zum Thema rONT: „Zukünftig besteht auch hier die Möglichkeit einer strom- bzw. leistungsabhängigen Spannungsregelung (Kompoundierung), ähnlich wie an den Umspannern im
Umspannwerk.“
Wiener Netze:
Einzige Erwähnung im Kapitel ‚Flexibilisierungen‘: „Zum Gelingen der Energiewende muss eine Vielzahl von ineinandergreifenden Maßnahmen umgesetzt werden …. Erhöhung der Übertragungskapazitäten bestehender Netze – beispielsweise mittels … regelbare Ortsnetztransformatoren (rONT).“