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Nuclear Energy Conference 2025 zeigt: „SMR“ steht für Smart Marketing Reactor

08.11.2025

Vehemente Kritik an neuen Atomkraft-Plänen in Europa

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Großes Interesse bei der Konferenz in Linz © Gerold Wagner
Linz- Mit rund 100 Teilnehmer:innen war das OK Deck in Linz bei der Nuclear Energy Conference (NEC2025) bis auf den letzten Platz gefüllt. Bürgermeister:innen, Gemeinderät:innen, Landtagsabgeordnete und Schüler:innen informierten sich über die aktuellen Entwicklungen in der Atompolitik, insbesondere über die geplanten Erweiterungen im tschechischen Temelín und die umstrittene Technologie der sogenannten Small Modular Reactors (SMR).

Schon in der Eröffnungs-Keynote machte der Physiker Matthias Englert, Experte für zukünftige Reaktorsysteme, deutlich: Von einer „Renaissance der Kernenergie“ könne keine Rede sein, vielmehr handle es sich um eine Renaissance der Ankündigungen. „Kommerziell wettbewerbsfähige SMRs sind nicht in Sicht. Viele Konzepte stecken seit Jahrzehnten in der Entwicklungsphase, ohne dass ein marktreifes Produkt absehbar wäre“, so Englert. Die Atomindustrie versuche zunehmend, nach massiven staatlichen Subventionen nun auch Venture Capital und Fördertöpfe zu erschließen.
 

Auch die Eignung der Technologie zur Bekämpfung der Klimakrise stellte Englert klar in Frage. „SMRs sind keine Lösung für das Klima, sondern ein Versuch, neue Finanzierungsquellen für alte Technologien zu finden“, fasste er zusammen.
 

Der oberösterreichische Anti-Atom-Beauftragte Dalibor Strasky gab einen Überblick über die aktuelle Energiesituation in Tschechien, bestehende und geplante Atomkraftwerke sowie über die Pläne für ein Endlager. Patricia Lorenz, Anti-Atom-Sprecherin von Global 2000, beleuchtete die rechtlichen Aspekte der geplanten SMR-Projekte und die Lücken im europäischen Genehmigungsrecht.
 

Besonders pointiert fiel der Beitrag von atomstopp-Geschäftsführer Herbert Stoiber aus: Er kritisierte den Begriff „Small Modular Reactor“ als reines PR-Instrument. „Die Atomindustrie verwendet das Wort small, um Ungefährlichkeit und Beherrschbarkeit zu suggerieren. In Wahrheit geht es darum, Fördergelder zu mobilisieren – daher sprechen wir lieber von Smart Marketing Reactors“, erklärte Stoiber.
 

Das abschließende Forumsgespräch, moderiert von Markus Staudinger, Außenpolitikchef der Oberösterreichischen Nachrichten, wurde aufgrund des großen Publikumsinteresses verlängert. Klima-Landesrat Stefan Kaineder betonte dabei, dass Atomstrom überflüssig sei, wenn der Ausbau erneuerbarer Energien konsequent verfolgt werde. „Die Atomkraft ist die einzige Technologie, die mit ihrem Abfall noch unzähligen Generationen eine Gefahr hinterlässt“, so Kaineder.
 

Die NEC2025 machte deutlich: Hinter den vielbeschworenen SMR-Plänen steht weniger technologische Innovation als vielmehr ein strategisches Marketing – mit dem Ziel, Kapital und politische Unterstützung für eine Technologie zu sichern, die ihre Versprechen bislang nicht einlösen konnte.

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Spannende Diskussionen in Linz © Gerold Wagner

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