Niederlande legen Fahrplan für Ausstieg aus fossilen Energien vor
Geplant ist ein massiver Ausbau der erneuerbaren Energien: Ihre Gesamtkapazität soll von derzeit rund 38 Gigawatt auf 140 Gigawatt im Jahr 2040 steigen. Offshore-Windkraft soll von 4,8 auf 36,5 Gigawatt wachsen. Auch Photovoltaik und Windkraft an Land sollen deutlich ausgebaut werden.
Kritik an fehlenden Ausstiegsfristen
Kritik kommt unter anderem von Greenpeace Niederlande, Oil Change International und der European Climate Foundation. Der Plan enthalte zwar wichtige Schritte, lege aber keine verbindlichen Endtermine für die Nutzung und Förderung von Öl und Gas fest. Außerdem bleiben neue Gasförderprojekte möglich. Erdgas soll laut dem Plan auch während des Übergangs eine Rolle spielen.
Für die Stromerzeugung gilt ab 2030 ein Kohleverbot. Eine vollständig CO₂-freie Stromproduktion bis 2040, die im früheren Plan vorgesehen war, ist im neuen NPE hingegen nicht mehr enthalten.
Der niederländische Fahrplan ist zwar ein weiterer Schritt in Richtung Energiewende, er lässt aber zentrale Fragen zur Geschwindigkeit und Verbindlichkeit des fossilen Ausstiegs offen. Klimaschutzorganisationen fordern daher mit Recht klare Zeitpläne, um Investitionen in saubere Energien zu erleichtern und langfristige fossile Abhängigkeiten zu vermeiden.
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