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Neues Projekt ermöglicht schnelle Erkennung von Staphylokokken-Bakterien und entwickelt biobasiertes Desinfektionsmittel zur Reduktion von Krankenhausinfektionen

05.10.2024

Ziel dieser neuen Lösungen ist die Zahl der Todesfälle durch im Krankenhaus erworbene, medikamentenresistente Infektionen zu senken, die bis 2050 weltweit 10 Millionen erreichen könnten.

© Aimplas/ Praxistests in Valencia
© Aimplas/ Praxistests in Valencia
Valencia - Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten erkranken in der Europäischen Union jährlich etwa 4 Millionen Patienten an einer im Gesundheitswesen erworbenen Infektion (HAI) oder nosokomialen Infektion, und etwa 37.000 Todesfälle sind die direkte Folge dieser Infektionen, was sie zu einer der Haupttodesursachen macht. In Krankenhäusern übertragene infektiöse Mikroorganismen sind häufig resistent gegen viele gängige Antibiotika. Bis 2050 dürfte die Zahl der Todesfälle durch medikamentenresistente Infektionen weltweit auf 10 Millionen steigen, was ein ernstes Problem für die öffentliche Gesundheit darstellt.
Die Früherkennung nosokomialer Infektionen und die wirksame Desinfektion von Krankenhäusern und Gesundheitszentren sind der Schlüssel zur Reduktion dieser Zahlen, aber die derzeit verwendeten Methoden haben ihre Grenzen. Daher wurde das NOSOSENS-Projekt gestartet, bei dem an einem neuen biobasierten Desinfektionsmittel gearbeitet wird, das die wichtigsten Krankheitserreger auf einer neuen, flexiblen und tragbaren Biosensorplattform eliminieren soll. Es verwendet gedruckte elektrochemische Sensoren zur schnellen, selektiven Erkennung von Staphylococcus aureus, jenem Bakterium, das gegen Methicillin resistent und für 11 % der nosokomialen Infektionen verantwortlich ist.
Die Fundación de Investigación Hospital General Universitario de Valencia, das Zentrum für Kunststofftechnologie (AIMPLAS), die Unternehmen Química Deambla-Rogemar und die Crespo Printing Group, koordiniert von der Assessoria de Gestió y Comunicacions (AGC), arbeiten bei diesem Forschungsprojekt zusammen, das vom Valencianischen Institut für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (IVACE+i) in Koperation mit dem EFRE-Programm finanziert wird.
Sofortiger Test und umweltfreundliches Desinfektionsmittel
Die derzeit in Krankenhäusern zur Vorbeugung nosokomialer Erkrankungen eingesetzte Diagnosemethode schlechthin besteht darin, die Krankheitserreger monatlich mittels Zellkulturmikroskopie zu erkennen. Die Ergebnisse liegen im Durchschnitt nach vier bis fünf Tagen vor. Die neue tragbare elektrochemische Biosensorplattform von NOSOSENS ermöglicht die sofortige spezifische Erkennung und Quantifizierung von Bakterien aus der Familie der Staphylococcus aureus. Enthalten ist auch ein Überwachungs-, Verwaltungs- und Anzeigesystem für Daten und Warnungen.
Das aktuelle Problem bei Reinigungsprodukten besteht darin, dass die antimikrobielle Resistenz von Krankheitserregern Desinfektionslösungen weniger wirksam macht. Daher müssen stärkere Desinfektionsmittel wie Peressigsäure verwendet werden, obwohl diese Oberflächen langfristig schädigen und nicht in die täglichen Reinigungsprotokolle in Gesundheitseinrichtungen aufgenommen werden können. Die von NOSOSENS vorgeschlagene Lösung hat ein hohes biozides Potenzial, ist jedoch biobasiert und biologisch abbaubar, was sie weniger aggressiv und umweltfreundlicher macht.
Beide Innovationen werden am Hospital General Universitario de Valencia getestet, das mit einem tragbaren, einfach zu bedienenden Früherkennungssystem für das Gesundheitspersonal zum Testen auf diese Art von Bakterien sowie einem wirksamen und nachhaltigen System zur Beseitigung von Krankheitserregern für chirurgische Elemente und Bereiche ausgestattet sein wird. Synergien mit der Sensorplattform werden die Desinfektionsprozesse optimieren, um die Sicherheit gegen im Krankenhaus erworbene Infektionen zu gewährleisten. Dieses System wird es ermöglichen, den Infektionserreger aufzuspüren und zu kontrollieren und bei Bedarf rasch Maßnahmen zur Beseitigung der Oberflächenbesiedlung zu ergreifen und so die mit Krankenhausaufenthalten verbundenen Risiken zu minimieren.
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05.10.2024 | Autor*in: holler
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