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Neue Umfrage: Akzeptanz für E-Lkw steigt

08.02.2026

Batterieelektrische Lkw gewinnen in der Logistikbranche an Bedeutung. Das zeigt eine neue Studie des Öko-Instituts, für die mehr als zweihundert Logistikunternehmen befragt wurden.

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Zwei Elektro-LKW fahren täglich mehrmals die Strecke © BMW Group

Dies ist ein wichtiges Signal für den Klimaschutz. Denn nur, wenn auch der Straßengüterverkehr emissionsarm wird, kann der Klimaschutz im Verkehrssektor gelingen. Während E-Lkw zunehmend als zentrale Technologie für die Antriebswende wahrgenommen werden, bremsen Wissenslücken zu Kosten, Infrastruktur und regulatorischen Rahmenbedingungen den Markthochlauf weiterhin.
 

Batterieelektrische Lkw klar vor Wasserstoff
 

Die Mehrzahl (77 Prozent) der befragten Unternehmen geht davon aus, dass batterieelektrische Lkw bis zum Jahr 2030 entweder als Standard (25 Prozent) oder zumindest teilweise (52 Prozent) im Einsatz sein werden. Im Vergleich zur letzten Befragung aus dem Jahr 2021 ist das ein deutlicher Zuwachs: Damals rechneten lediglich fünf Prozent mit einem standardmäßigen Einsatz von E-Lkw bis 2030.

„Die Logistikbranche sieht unter allen alternativen Antrieben die Zukunft beim batterieelektrischen Lkw. Wasserstoff hingegen hat in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung verloren“, sagt Jonathan Schreiber, Wissenschaftler am Öko-Institut. In der aktuellen Befragung erwarten weniger als die Hälfte der Unternehmen, dass Wasserstoff-Lkw bis 2030 als Standard oder zumindest teilweise im Einsatz sein werden – 2021 waren es noch rund 80 Prozent.
 

Wissenslücken bremsen den Hochlauf
 

Trotz wachsender Akzeptanz bestehen weiterhin erhebliche Wissensdefizite. So konnte weniger als ein Drittel der befragten Unternehmen die Mautbefreiung für emissionsfreie Lkw korrekt einordnen, obwohl die Maut einen wichtigen Einfluss auf die Gesamtbetriebskosten hat. Zudem hat mehr als die Hälfte der Unternehmen (61 Prozent) die Gesamtnutzungskosten eines E-Lkws bislang nicht mit denen eines Diesel-Lkws verglichen. Auch bei infrastrukturellen Grundlagen gibt es Lücken: Zwei Drittel der Unternehmen mit eigenem Depot kennen die verfügbare Netzanschlusskapazität ihrer Standorte nicht.

„Es bestehen teils noch erhebliche Wissensdefizite bei Anwendern hinsichtlich zentraler technischer, regulatorischer und ökonomischer Planungsgrößen“, sagt Florian Hacker, stellvertretender Bereichsleiter Ressourcen & Mobilität am Öko-Institut. Der Vergleich mit sogenannten Early-Adopter-Unternehmen zeigt, dass praktische Erfahrung entscheidend ist, um Vorbehalte abzubauen und realistische Einschätzungen zu ermöglichen. „Aufklärung und praktische Erfahrung wirken beschleunigend für den Markhochlauf. Wissensdefizite zu den finanziellen und technischen Rahmenbedingungen von E-Lkw müssen abgebaut werden“, schlussfolgert Hacker.
 

Unternehmen bereiten sich auf E-Lkw vor – zögern aber noch
 

Die Befragung zeigt, dass die praktischen Voraussetzungen für den Einsatz batterieelektrischer Lkw in vielen Fällen günstiger sind als häufig angenommen. Die Standzeiten reichen bei der großen Mehrheit der Fahrzeuge für eine regelmäßige Batterieladung aus. Die Mehrheit der Unternehmen beschäftigt sich mit der Beschaffung von batterieelektrischer Lkw.

Gleichzeitig bleibt die Ladeinfrastruktur ein zentrales Hemmnis: Jedes zweite Unternehmen nennt fehlende öffentliche Ladepunkte als Grund, keine E-Lkw zu beschaffen, während rund ein Viertel der Unternehmen mit eigenem Depot Investitionen in eine eigene Ladeinfrastruktur plant. Dabei plant etwa ein Drittel den Einsatz von E-Lkw bis 2030. Flexible Finanzierungsmodelle wie Leasing oder Finanzierungskauf könnten den Hochlauf batterieelektrischer Lkw zusätzlich beschleunigen, da sie hohe Anfangsinvestitionen und technologische Risiken begrenzen.

Für die Befragung wurde eine quotierte Stichprobe genutzt, die die sich an Entscheidungsträger*innen richtete und die Logistikbranche nach Unternehmensgröße abbildet. Dabei sind Unternehmen aus dem Nah-, Regional- und Fernverkehr abgedeckt.

Links

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