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Neue Heimat Tirol macht Sonnenstrom zum direkten Wohnvorteil

27.08.2026

Sozialer Wohnbau trifft TIROL 2050 energieautonom

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Die PV-Anlagen auf den Dächern der Wohngebäude in den Südtiroler-Siedlungen erzeugen mit einer Gesamtleistung von 235 Kilowattpeak erneuerbaren Strom. © Energieagentur Tirol / punkt.agency
Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden in Tirol gehören mittlerweile zum Standard. Doch was passiert mit dem Strom, der auf den Dächern erzeugt wird? Die Neue Heimat Tirol geht hier einen neuen Weg: Statt den Sonnenstrom, der nicht mehr für den Gebäudebetrieb gebraucht wird, ins öffentliche Netz einzuspeisen, stellt sie ihn den Bewohner*innen ausgewählter Wohnanlagen zur Verfügung, und zwar kostenlos. Möglich wird das durch das sogenannte Mieter*innenstrommodell.

 

Eines der ersten Projekte dieser Art wurde im Neubauareal der Neuen Heimat Tirol in den Südtiroler-Siedlungen in Innsbruck-Pradl umgesetzt. Dort entstanden 135 geförderte Mietwohnungen und eine Kinderkrippe. Auf den Dächern erzeugen Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 235 Kilowattpeak erneuerbaren Strom. Der erzeugte Strom wird für den Betrieb des Gebäudes, also für Wärmepumpen, Lüftung, Lift oder Beleuchtung verwendet. Alles, was danach noch übrig bleibt, kommt direkt den Mieter*innen des Gebäudes zugute.
 

Sonnenstrom senkt die Stromkosten
 

Für die Bewohner*innen bringt das Modell einen unmittelbaren Vorteil: Sie können den lokal erzeugten Strom kostenlos nutzen und das, ohne selbst in eine Photovoltaikanlage investieren zu müssen. Auch ein Wechsel des Stromanbieters ist dafür nicht notwendig. Laut Neuer Heimat Tirol können Haushalte dadurch pro Jahr zwischen 200 und 400 Euro an Stromkosten sparen.
 

Gemeinschaftlich Strom nutzen

Die Grundlage dafür bildet eine sogenannte gemeinschaftliche Erzeugungsanlage. Dieses Modell ermöglicht es, Strom aus einer Photovoltaikanlage mehreren Nutzer*innen innerhalb eines Gebäudes bilanziell zuzuordnen. „Das Schöne an diesem Modell ist, dass ich an der Elektroinstallation der Stromerzeugungsanlage sowie an den Zählern nichts ändern und auch keine zusätzliche Leitung verlegen muss“, hebt Thomas Vogel, PV-Experte der Energieagentur Tirol, hervor.

Energiewende für alle

Für die Neue Heimat Tirol ist das Mieter*innenstrommodell mehr als ein Pilotprojekt. „Wir sehen es als neuen Standard für unsere Mietwohnungen und als hervorragende Möglichkeit, zukunftsweisende Technologien sinnvoll und gemeinnützig einzusetzen“, betont Engelbert Spiess, Leiter des Bereichs Bauen und Sanieren der Neuen Heimat Tirol. 

Der gemeinschaftlich genutzte Sonnenstrom spart CO2 und ermöglicht gleichzeitig auch Mieterinnen und Mietern, direkt von den Vorteilen der Energiewende zu profitieren. „Unser Anspruch ist, dass der Weg zu TIROL 2050 energieautonom nicht nur ökologisch, sondern auch sozial verträglich gestaltet wird. Oft entsteht der Eindruck, dass vor allem Eigentümerinnen und Eigentümer von der Energiewende profitieren können. Umso mehr freut es uns, dass hier gezeigt wird, dass auch Menschen im Mietverhältnis aktiv daran teilhaben und davon profitieren können“, sagt Rupert Ebenbichler, Geschäftsführer der Energieagentur Tirol.

PV-Anlagen am Dach © Energieagentur Tirol / punkt.agency
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Die PV-Anlagen auf den Dächern der Wohngebäude in den Südtiroler-Siedlungen erzeugen mit einer Gesamtleistung von 235 Kilowattpeak erneuerbaren Strom. © Energieagentur Tirol / punkt.agency