Nationalparkforum 2025 in Schwechat: Natürliche Flüsse als ökologische Korridore
Rund 80 Teilnehmende folgten Anfang Dezember der Einladung zum Nationalparkforum im Rathaus Schwechat. Unter dem Leitthema „Ein natürlicher Fluss als ökologischer Korridor“ standen Renaturierungsmaßnahmen an regionalen Fließgewässern und deren ökologische sowie gesellschaftliche Bedeutung im Mittelpunkt.
Vorgestellt wurden unter anderem Projekte am Schwechatfluss und am Liesingbach, die zur Verbesserung des Wasserhaushalts, des Hochwasserschutzes und der Artenvielfalt beitragen. Gleichzeitig machen sie die Gewässer für die Bevölkerung wieder erlebbar. Nationalparkdirektorin Edith Klauser betonte die Bedeutung dieser Maßnahmen für Biodiversität und Lebensqualität sowie die Rolle von Umweltbildung für Kinder und Jugendliche.
Christoph Litschauer hob den Schwechatfluss als wichtige Verbindung zwischen dem Biosphärenpark Wienerwald und dem Nationalpark Donau-Auen hervor. Revitalisierungen im Rahmen des Alpen-Karpaten-Fluss-Korridor-Projekts ermöglichen dort wieder Lebensräume für Eisvögel und Fischarten. Umweltstadtrat Peter Pinka präsentierte erfolgreiche Renaturierungen an der Liesing, bei denen trotz Hochwasserschutzes naturnahe Gewässerstrukturen geschaffen wurden.
Ein Podiumsgespräch und der Austausch mit dem Publikum rundeten die Veranstaltung ab und zeigten das große Interesse an weiteren Renaturierungsprojekten in der Region.