Nächtlicher Lokalaugenschein im Lobau–Camp
Mit dem heutigen nächtlichen Lokalaugenschein des oekonews–Teams wollen wir Ihnen dieses Mal interessante Einblicke in das Lobau–Autobahn–Aktivisten–Camp bieten. Obwohl es Sonntag Abend (5.11. gegen 20:00 Uhr) ist, ist für AktivistInnen wie Jutta Matysek noch lange nicht Feierabend. Sie ist eine von zahlreichen Personen, die an strategisch wichtigen Stellen in der Lobau Tag und Nacht – quasi im "Schichtbetrieb" – Wache schieben und kontrollieren, ob nicht die geplanten Probebohrungen plötzlich starten. Sie steht hier, weil es nicht nur um die Lobau, sondern um ein grösseres Vorhaben geht: Um eine internationale Transitschneise. Sie tritt ein FÜR eine massive Verbesserung des öffentlichen Verkehrs im Osten Österreichs, insbesondere für den Ausbau der Bahnstrecken (u.a. Lückenschluss grenzüberschreitender Gleisverbindungen) und die flächendeckende Intervall–Verdichtung der öffentlichen Linien. Überwältigt ist sie von der Solidarität der Anrainer, die immer wieder Lebensmittel, oft sogar Warme, vorbeibringen, sich informieren (Informationsmaterial ist ja bei dieser angemeldeten Kundgebung ausreichend vorhanden) und den "Au–BesetzerInnen" Mut zu sprechen. Viele der Anrainer haben sich auf kommende Jahrzehnte hinaus verschuldet, um sich hier im stillen Grünen ein Haus zu leisten. Und dieser Lebenstraum endet jäh und plötzlich mit den Autobahnplänen. Umso verärgerter sind die Betroffenen von den Werbekampagnen für die Transitschneise von Wien und Niederösterreich – bezahlt mit unseren Steuergeldern…
Rund 40 Zelte stehen seit Tagen. Viele der Anwesenden sind schon seit Mittwoch hier. Ausser den Zelten und den Sanitäranlagen bekommt man nicht viel mit von den Besetzern. Denn: Alle sind trainiert darauf, keinen Müll herumliegen zu lassen und möglichst jeden Lärm zu verhindern, um nicht unnötig Ärger zu provozieren. Trotzdem sieht man überall fröhliche Gesichter. Ein Aktivist ist über die Bescheidenheit, die man in diesem Camp wiederfinden kann, begeistert. Er genießt die gute Stimmung sichtlich, die durch ein kleines Lagerfeuer und sanfte Gittarrenmusik untermalt wird. Nicht verwunderlich also, dass er sich die Bohrkräne gar nicht herbeihofft. Wir hoffen mit ihm, dass die Bohrkräne überhaupt nicht kommen und die Stadt Wien und NÖ dafür zur Vernunft. Öffis statt Autobahnen. Schafft Arbeitsplätze, schont die Umwelt und das öffentliche Budget.
Kommen Sie vorbei und schließen Sie sich den BesetzerInnen an. Sie werden hier herzlich empfangen und gut gebraucht.
Rund 40 Zelte stehen seit Tagen. Viele der Anwesenden sind schon seit Mittwoch hier. Ausser den Zelten und den Sanitäranlagen bekommt man nicht viel mit von den Besetzern. Denn: Alle sind trainiert darauf, keinen Müll herumliegen zu lassen und möglichst jeden Lärm zu verhindern, um nicht unnötig Ärger zu provozieren. Trotzdem sieht man überall fröhliche Gesichter. Ein Aktivist ist über die Bescheidenheit, die man in diesem Camp wiederfinden kann, begeistert. Er genießt die gute Stimmung sichtlich, die durch ein kleines Lagerfeuer und sanfte Gittarrenmusik untermalt wird. Nicht verwunderlich also, dass er sich die Bohrkräne gar nicht herbeihofft. Wir hoffen mit ihm, dass die Bohrkräne überhaupt nicht kommen und die Stadt Wien und NÖ dafür zur Vernunft. Öffis statt Autobahnen. Schafft Arbeitsplätze, schont die Umwelt und das öffentliche Budget.
Kommen Sie vorbei und schließen Sie sich den BesetzerInnen an. Sie werden hier herzlich empfangen und gut gebraucht.
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