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Nachhaltigkeit ist die beste Strategie

10.12.2012

Neues Gebäude reduziert Energieverbrauch gegenüber altem Gebäude um mehr als 90%

© Rigips– Giffinger und  Leditznig
© Rigips– Giffinger und Leditznig
Wien– Das Rigips Werk in Puchberg am Schneeberg zählt zu den wichtigsten Kompetenzzentren des Saint–Gobain Konzerns für Gips–Pulverprodukte in Europa. Mit einem neuen Gebäude für Verwaltung, Schulung, Forschung und Entwicklung setzt Rigips Austria einen weiteren Meilenstein in der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens.
Das neue Gebäude wird nach den weltweiten Konzernrichtlinien für Multi–Komfort verwirklicht. In anderen Worten: Höchste Ansprüche an Architektur, Flexibilität, Wohnraumklima, Ruhe, Zeit– und Energieeffizienz sind gleichermaßen zu erfüllen. Aus diesem Grund wird das vom Neunkirchner Architektenteam Rudischer & Panzenböck geplante und von Vario Bau errichtete Gebäude in Holzbauweise realisiert, umfassend gedämmt, mit wärmeschützenden Fenstern verglast, mit Akustikdecken bestückt und über eine Sole–Wasser–Wärmepumpe beheizt. So wird der Energieverbrauch im Vergleich zum alten Gebäude um über 90 % reduziert, während gleichzeitig die Raumqualität im Inneren steigt. Für Ing. Peter Giffinger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Rigips Austria und East Adriatic Region, ist dieses Gebäude Ausdruck der gelebten Nachhaltigkeitsphilosophie des Unternehmens: „Wir wollen der bevorzugte Partner unserer Kunden für sicheren und komfortablen Leichtbau sein. Innovation, Effizienz und Nachhaltigkeit prägen unsere Systeme – und das zeigen wir hier in unserem Gebäude.„
Nachhaltig handeln auf allen Ebenen
Nachhaltigkeit ist auch der wesentliche Gedanke, wenn es um Marktanteile und Wettbewerb geht, erklärt Giffinger: „Für unsere Strategie ist ein langfristiges, nachhaltiges Wirtschaften entscheidend. Nur eine sinnvolle Rentabilität kann unsere Zukunft sichern.„
Große Erwartungen setzt das Unternehmen auf den Sektor Holz, der sich, so die Prognosen, deutlich besser entwickeln wird als der Hochbau im allgemeinen. Auffallend ist, dass der Trend im Holzbau zunehmend auch die großvolumigen Bauten erreicht. Aufgrund des in den letzten Jahren aufgebauten Expertenwissens im Holzbau ist Rigips mittlerweile tief in dieser nachhaltigen Baukultur verwurzelt. Sowohl beim Holzwohnbau in der Wagramer Straße, Wien 22, als auch in der Breitenfurter Straße, Wien 23, war man von Anfang an intensiv an der Entwicklung und Umsetzung der eingesetzten Systeme beteiligt. Zunehmende Unterstützung erfahren Leicht– und Trockenbau aus der Architektenschaft. Vor allem junge und ökologisch interessierte Architekten entwickeln immer neue Projekte, die auf Energieoptimierung und damit Holzbau setzen.
Leistbares Wohnen
Neben dem Holzbau sieht Ing. Peter Leditznig, Rigips Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, auch im Wohnbau wachsendes Potential für Trockenbausysteme. Die Anforderungen werden noch stärker als bisher auf Flexibilität ausgerichtet sein. Der Bedarf an leistbarem Wohnraum steigt vor allem in den Regionen Wien und Graz. Für Wien hat Stadtrat Ludwig mit der Präsentation der ersten SMART–Wohnungen bereits ein deutliches Signal gesetzt: Kompakt, hochwertig, vielfältig und besonders kostengünstig sollen sie sein. Leditznig interpretiert dieses Programm als „den Zug zu deutlich kleineren Wohneinheiten, die durch flexible Raumaufteilung viel Variabilität ermöglichen.„ Die schlanken Konstruktionen im Holzbau und im trockenen Innenausbau punkten hier natürlich ein weiteres Mal.
Die Verringerung der Wohnnutzfläche kann aber nur ein Teil der Lösung sein. Nicht jede Wohnung müsse barrierefrei ausgeführt sein, so Leditznig weiter. Vielleicht reiche es auch, ein Viertel oder ein Drittel der Wohneinheiten in einer Anlage barrierefrei auszustatten. Ein weiteres Thema mit dringendem Reformbedarf sei die Wohnbauförderung. Nicht nur die Wiedereinführung der Zweckwidmung, sondern auch eine Reform der Fristsetzungen sei gefordert. Die derzeit sehr langen Zeiträume für die Auszahlungen würden einen schnelleren Baufortschritt behindern.
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10.12.2012 | Autor*in: holler
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