MYTHOS: "Die E-Transformation ist überfördert." Genau.
Österreich gibt jedes Jahr Milliarden für Förderungen, Steuerbegünstigungen und bestehende Strukturen aus. Direkte 𝗕𝘂𝗻𝗱𝗲𝘀𝗳ö𝗿𝗱𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻: 𝗿𝘂𝗻𝗱 𝟭𝟮,𝟲 𝗠𝗿𝗱. Euro.
𝗞𝗹𝗶𝗺𝗮𝗸𝗼𝗻𝘁𝗿𝗮𝗽𝗿𝗼𝗱𝘂𝗸𝘁𝗶𝘃𝗲 𝗙ö𝗿𝗱𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻: 𝗯𝗶𝘀 𝘇𝘂 𝟱,𝟳 𝗠𝗿𝗱. Euro pro Jahr.
Das 𝗗𝗶𝗲𝘀𝗲𝗹𝗽𝗿𝗶𝘃𝗶𝗹𝗲𝗴 alleine wird mit bis zu 𝟭,𝟭 𝗠𝗿𝗱. 𝗘𝘂𝗿𝗼 jährlich bewertet.
Und E-Mobilität? Im Vergleich dazu: ein kleiner Balken.
Gerade deshalb wirkt die aktuelle Debatte rund um die geplante Einführung eines Sachbezugs für E-Dienstfahrzeuge so schief. Natürlich muss man Förderungen regelmäßig prüfen. Natürlich ist nicht jede Fahrzeugförderung für alle Zeit sinnvoll. In vielen Fahrzeugklassen ist die schlichte Kaufprämie ohnehin bereits überholt.
Aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist:
Rasenmähermethoden nach dem Motto „Alle müssen etwas beitragen“ sind bekannte Mittel zum kurzfristigen Sparen. Aber sie sind selten ein Zeichen von Strategie. Oft zeigen sie vor allem eines: fehlende Prioritäten, fehlende Ideen und fehlender Mut, zwischen Zukunftsinvestition und Bestandserhaltung zu unterscheiden.
Und diese Transformation endet nicht beim Auto.
Wenn Österreich ernsthaft in Richtung erneuerbares, dezentrales Energiesystem gehen will, dann wird es ohne gezielte Investitionen nicht funktionieren.
Ladeinfrastruktur und Speicher sind keine nette Begleitmusik. Sie werden Teil kritischer Infrastruktur.
Gleichzeitig importiert Österreich fossile Energie im Wert von rund 10 Mrd. Euro pro Jahr. Vor diesem Hintergrund wirken die Beträge, mit denen der Umbau des Systems unterstützt wird, erstaunlich klein.
Zum Vergleich: Für Parteien, Klubs, Akademien und politische Strukturen fließen über Bund, Länder und Gemeinden grob rund 200 Mio. Euro jährlich. Auch das mag demokratiepolitisch begründbar sein. Aber es zeigt: Österreich fördert vieles.
Nur bei E-Mobilität wird Förderung besonders schnell zur „Marktverzerrung“ erklärt.
Das ist alles in allem nicht haltbar.
Die ehrliche Diskussion wäre nicht: „Wie stoppen wir die Förderung von E-Mobilität?“
Sondern:
„𝗪𝗲𝗹𝗰𝗵𝗲 𝗙ö𝗿𝗱𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗵𝗮𝗹𝘁𝗲𝗻 𝗮𝗹𝘁𝗲 𝗔𝗯𝗵ä𝗻𝗴𝗶𝗴𝗸𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 𝗮𝗺 𝗟𝗲𝗯𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗲𝗹𝗰𝗵𝗲 𝗵𝗲𝗹𝗳𝗲𝗻 𝘂𝗻𝘀, 𝗲𝗶𝗻 𝗯𝗲𝗹𝗮𝘀𝘁𝗯𝗮𝗿𝗲𝘀 𝗻𝗲𝘂𝗲𝘀 𝗦𝘆𝘀𝘁𝗲𝗺 𝗮𝘂𝗳𝘇𝘂𝗯𝗮𝘂𝗲𝗻?“
Zeit, die Debatte an einem realistischen Zielbild aufzuhängen.
Nicht an emotional aufgeladenen Schlagzeilen, die Menschen verunsichern.
Und Zeit, an diesen Zielen langfristig festzuhalten.
𝗞𝗹𝗶𝗺𝗮𝗸𝗼𝗻𝘁𝗿𝗮𝗽𝗿𝗼𝗱𝘂𝗸𝘁𝗶𝘃𝗲 𝗙ö𝗿𝗱𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻: 𝗯𝗶𝘀 𝘇𝘂 𝟱,𝟳 𝗠𝗿𝗱. Euro pro Jahr.
Das 𝗗𝗶𝗲𝘀𝗲𝗹𝗽𝗿𝗶𝘃𝗶𝗹𝗲𝗴 alleine wird mit bis zu 𝟭,𝟭 𝗠𝗿𝗱. 𝗘𝘂𝗿𝗼 jährlich bewertet.
Und E-Mobilität? Im Vergleich dazu: ein kleiner Balken.
Gerade deshalb wirkt die aktuelle Debatte rund um die geplante Einführung eines Sachbezugs für E-Dienstfahrzeuge so schief. Natürlich muss man Förderungen regelmäßig prüfen. Natürlich ist nicht jede Fahrzeugförderung für alle Zeit sinnvoll. In vielen Fahrzeugklassen ist die schlichte Kaufprämie ohnehin bereits überholt.
Aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist:
- Indirekte Rahmenbedingungen wirken langfristig auf Systeme. Motorbezogene Versicherungssteuer, Sachbezug, Ladeinfrastruktur, Strompreise, Speicher, Netze.
- Das alles entscheidet darüber, ob Transformation wirtschaftlich planbar bleibt.
Rasenmähermethoden nach dem Motto „Alle müssen etwas beitragen“ sind bekannte Mittel zum kurzfristigen Sparen. Aber sie sind selten ein Zeichen von Strategie. Oft zeigen sie vor allem eines: fehlende Prioritäten, fehlende Ideen und fehlender Mut, zwischen Zukunftsinvestition und Bestandserhaltung zu unterscheiden.
Und diese Transformation endet nicht beim Auto.
Wenn Österreich ernsthaft in Richtung erneuerbares, dezentrales Energiesystem gehen will, dann wird es ohne gezielte Investitionen nicht funktionieren.
Ladeinfrastruktur und Speicher sind keine nette Begleitmusik. Sie werden Teil kritischer Infrastruktur.
Gleichzeitig importiert Österreich fossile Energie im Wert von rund 10 Mrd. Euro pro Jahr. Vor diesem Hintergrund wirken die Beträge, mit denen der Umbau des Systems unterstützt wird, erstaunlich klein.
Zum Vergleich: Für Parteien, Klubs, Akademien und politische Strukturen fließen über Bund, Länder und Gemeinden grob rund 200 Mio. Euro jährlich. Auch das mag demokratiepolitisch begründbar sein. Aber es zeigt: Österreich fördert vieles.
Nur bei E-Mobilität wird Förderung besonders schnell zur „Marktverzerrung“ erklärt.
Das ist alles in allem nicht haltbar.
Die ehrliche Diskussion wäre nicht: „Wie stoppen wir die Förderung von E-Mobilität?“
Sondern:
„𝗪𝗲𝗹𝗰𝗵𝗲 𝗙ö𝗿𝗱𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗵𝗮𝗹𝘁𝗲𝗻 𝗮𝗹𝘁𝗲 𝗔𝗯𝗵ä𝗻𝗴𝗶𝗴𝗸𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 𝗮𝗺 𝗟𝗲𝗯𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗲𝗹𝗰𝗵𝗲 𝗵𝗲𝗹𝗳𝗲𝗻 𝘂𝗻𝘀, 𝗲𝗶𝗻 𝗯𝗲𝗹𝗮𝘀𝘁𝗯𝗮𝗿𝗲𝘀 𝗻𝗲𝘂𝗲𝘀 𝗦𝘆𝘀𝘁𝗲𝗺 𝗮𝘂𝗳𝘇𝘂𝗯𝗮𝘂𝗲𝗻?“
Zeit, die Debatte an einem realistischen Zielbild aufzuhängen.
Nicht an emotional aufgeladenen Schlagzeilen, die Menschen verunsichern.
Und Zeit, an diesen Zielen langfristig festzuhalten.
Autor Paul Janacek hat über 20 Jahre Erfahrung in Telekommunikation und Finanzwesen sowie 10 Jahre in der Flottenelektrifizierung. Sein Fokus liegt auf wirtschaftlich sinnvollen, operativ tragfähigen und organisatorisch nachhaltigen Transformationen.
Sein Ansatz: Transformation ist kein Schlagwort, sondern eine Frage von Klarheit, Verantwortung und konsequenter Umsetzung.