Moldawiens grüne Wende: Wie die Krise eine Revolution der erneuerbaren Energien auslöste
Chisinau / Moldau – Im Schatten des russischen Krieges in der Ukraine und mehrerer Energiekrisen setzt Moldawien auf erneuerbare Energien, um eine sicherere und erschwinglichere Zukunft zu gestalten. Diese Bemühungen werden durch eine Reihe öffentlicher und privater Investitionen - große wie kleine - vorangetrieben und sollen weiter ausgebaut werden.
Vor Russlands Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 setzte Moldawien auf fossile Energien. Das Land importierte fast sein gesamtes Erdgas aus Russland, und das von Russland kostenlos an die transnistrische Region gelieferte Gas wurde zur Erzeugung von etwa 75 % des Strombedarfs des Landes genutzt. Mit Ausbruch des Krieges und Russlands Entscheidung, als Druckmittel mehrere Energiekrisen in Moldawien auszulösen, musste das Land rapide Veränderungen vornehmen.
Im April 2025 wurde ein Rekord von 36 % des gesamten Stromverbrauchs des Landes durch lokal erzeugte erneuerbare Energien gedeckt. Moldawien verfügt derzeit über mehr als 750 MW installierte Kapazität an erneuerbaren Energien. Das ist mehr als achtmal so viel wie noch vor vier Jahren. Davon stammen 529 MW aus Photovoltaik (PV), 212 MW aus Windenergie und der Rest aus Biogas und Wasserkraft. Die mit Abstand am schnellsten wachsende Stromerzeugungsquelle in Moldawien ist Photovoltaik.
Der komplexe öffentlich-private Mix treibt Investitionen an
Seit Moldawien sich ganz von russischen Energielieferungen gelöst hat, sind die Strompreise für Verbraucher in die Höhe geschossen. Dies hat die Regierung zu einer starken Initiative zur Diversifizierung der Energiequellen und zur Modernisierung des Energiemarktes des Landes geführt. Da die einzigen größeren traditionellen Stromerzeugungskapazitäten des Landes zwei kleine thermoelektrische Kraftwerke aus der Sowjetzeit waren, hat dies zu einer deutlichen Umstellung auf erneuerbare Energien geführt.
Carolina Novac, Staatssekretärin des neu geschaffenen Energieministeriums, erklärte, die Regierung habe auf dem Energiemarkt drei Prioritäten: Sicherheit, Bezahlbarkeit und Wettbewerb. Zusammengenommen bedeuten diese Prioritäten Energie aus moldauischer Produktion, insbesondere erneuerbare Energien. Das Ministerium hat kürzlich die Ergebnisse einer Reihe von Ausschreibungen für den Bau neuer Anlagen für erneuerbare Energien genehmigt, darunter 105 MW Windkraft und 60 MW Solarenergie.
Laut Irina Apostol, Energiemanagerin bei der NGO Green City Lab in Chisinau, sind solche Investitionen attraktiv, da die Anbieter von 15-jährigen Festpreis-Lieferverträgen profitieren können. Aber auch für kleinere Investoren gibt es Möglichkeiten, sich an der Energiewende zu beteiligen. Für „Kleinproduzenten“, die Photovoltaikanlagen bis zu 1 MW errichten, gibt es ein weiteres Programm, das regulierte Festpreise für die Stromerzeugung ebenfalls mit 15-Jahres-Verträgen ermöglicht. Dieses Programm unterliegt jedoch Einschränkungen: Die Anlagen dürfen nicht älter als 36 Monate sein, und die Gesamtkapazität, die im Rahmen dieses Programms lizenziert werden kann, ist begrenzt. Das bestehende Stromnetz und der regulatorische Rahmen des Landes eröffnen viele neue Möglichkeiten, erfordern aber auch zahlreiche Modernisierungen und Reformen für den Aufbau eines modernen, grünen Energiesystems.
Energieaggregatoren und Kleinanleger
Navitas Energy, eine Tochtergesellschaft des größten moldauischen Energieversorgers Premier Energy, ist ein wichtiger Akteur auf dem moldauischen Markt für erneuerbare Energien. Das Unternehmen agiert auf dem unregulierten Markt kauft und verkauft Energie zu Marktpreisen ohne langfristige Garantieverträge. Navitas Energy fünf eigene Photovoltaikparks mit einer Leistung von 18 MW errichtet, arbeitet aber auch als Aggregator mit anderen kleinen Erzeugern zusammen.
„Navitas Energy SRL fungiert als Aggregator zusammen mit den Erzeugern, die 121 Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien besitzen, und verfügt über eine installierte Gesamtleistung von 180 MW.“ schreibt Navitas-CEO Mihail Gidei.
Die Kleininvestoren hinter diesen 121 Solar- und Windkraftanlagen verkaufen Energie an Navitas, das diesen Strom bündelt und weiterverkauft – sowohl an moldauische Kunden als auch an den rumänischen und ukrainischen Markt. Dies ermöglicht kleinen Erzeugern, die oft nicht für staatliche Programme mit festen Verträgen in Frage kommen, zu investieren und ihren Strom an Verbraucher zu verkaufen. Der durchschnittliche Erzeuger im Navitas-Netzwerk ist relativ klein. Das bedeutet, dass Kleininvestoren, die Windkraftanlagen aus Deutschland importieren oder PV-Parks bauen, problemlos an den breiteren Energiemarkt angeschlossen werden können, während Moldawien am Aufbau eines eigenen nationalen Energiemarktes arbeitet.
Vor Russlands Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 setzte Moldawien auf fossile Energien. Das Land importierte fast sein gesamtes Erdgas aus Russland, und das von Russland kostenlos an die transnistrische Region gelieferte Gas wurde zur Erzeugung von etwa 75 % des Strombedarfs des Landes genutzt. Mit Ausbruch des Krieges und Russlands Entscheidung, als Druckmittel mehrere Energiekrisen in Moldawien auszulösen, musste das Land rapide Veränderungen vornehmen.
Im April 2025 wurde ein Rekord von 36 % des gesamten Stromverbrauchs des Landes durch lokal erzeugte erneuerbare Energien gedeckt. Moldawien verfügt derzeit über mehr als 750 MW installierte Kapazität an erneuerbaren Energien. Das ist mehr als achtmal so viel wie noch vor vier Jahren. Davon stammen 529 MW aus Photovoltaik (PV), 212 MW aus Windenergie und der Rest aus Biogas und Wasserkraft. Die mit Abstand am schnellsten wachsende Stromerzeugungsquelle in Moldawien ist Photovoltaik.
Der komplexe öffentlich-private Mix treibt Investitionen an
Seit Moldawien sich ganz von russischen Energielieferungen gelöst hat, sind die Strompreise für Verbraucher in die Höhe geschossen. Dies hat die Regierung zu einer starken Initiative zur Diversifizierung der Energiequellen und zur Modernisierung des Energiemarktes des Landes geführt. Da die einzigen größeren traditionellen Stromerzeugungskapazitäten des Landes zwei kleine thermoelektrische Kraftwerke aus der Sowjetzeit waren, hat dies zu einer deutlichen Umstellung auf erneuerbare Energien geführt.
Carolina Novac, Staatssekretärin des neu geschaffenen Energieministeriums, erklärte, die Regierung habe auf dem Energiemarkt drei Prioritäten: Sicherheit, Bezahlbarkeit und Wettbewerb. Zusammengenommen bedeuten diese Prioritäten Energie aus moldauischer Produktion, insbesondere erneuerbare Energien. Das Ministerium hat kürzlich die Ergebnisse einer Reihe von Ausschreibungen für den Bau neuer Anlagen für erneuerbare Energien genehmigt, darunter 105 MW Windkraft und 60 MW Solarenergie.
Laut Irina Apostol, Energiemanagerin bei der NGO Green City Lab in Chisinau, sind solche Investitionen attraktiv, da die Anbieter von 15-jährigen Festpreis-Lieferverträgen profitieren können. Aber auch für kleinere Investoren gibt es Möglichkeiten, sich an der Energiewende zu beteiligen. Für „Kleinproduzenten“, die Photovoltaikanlagen bis zu 1 MW errichten, gibt es ein weiteres Programm, das regulierte Festpreise für die Stromerzeugung ebenfalls mit 15-Jahres-Verträgen ermöglicht. Dieses Programm unterliegt jedoch Einschränkungen: Die Anlagen dürfen nicht älter als 36 Monate sein, und die Gesamtkapazität, die im Rahmen dieses Programms lizenziert werden kann, ist begrenzt. Das bestehende Stromnetz und der regulatorische Rahmen des Landes eröffnen viele neue Möglichkeiten, erfordern aber auch zahlreiche Modernisierungen und Reformen für den Aufbau eines modernen, grünen Energiesystems.
Energieaggregatoren und Kleinanleger
Navitas Energy, eine Tochtergesellschaft des größten moldauischen Energieversorgers Premier Energy, ist ein wichtiger Akteur auf dem moldauischen Markt für erneuerbare Energien. Das Unternehmen agiert auf dem unregulierten Markt kauft und verkauft Energie zu Marktpreisen ohne langfristige Garantieverträge. Navitas Energy fünf eigene Photovoltaikparks mit einer Leistung von 18 MW errichtet, arbeitet aber auch als Aggregator mit anderen kleinen Erzeugern zusammen.
„Navitas Energy SRL fungiert als Aggregator zusammen mit den Erzeugern, die 121 Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien besitzen, und verfügt über eine installierte Gesamtleistung von 180 MW.“ schreibt Navitas-CEO Mihail Gidei.
Die Kleininvestoren hinter diesen 121 Solar- und Windkraftanlagen verkaufen Energie an Navitas, das diesen Strom bündelt und weiterverkauft – sowohl an moldauische Kunden als auch an den rumänischen und ukrainischen Markt. Dies ermöglicht kleinen Erzeugern, die oft nicht für staatliche Programme mit festen Verträgen in Frage kommen, zu investieren und ihren Strom an Verbraucher zu verkaufen. Der durchschnittliche Erzeuger im Navitas-Netzwerk ist relativ klein. Das bedeutet, dass Kleininvestoren, die Windkraftanlagen aus Deutschland importieren oder PV-Parks bauen, problemlos an den breiteren Energiemarkt angeschlossen werden können, während Moldawien am Aufbau eines eigenen nationalen Energiemarktes arbeitet.
Prosumer: Kuchen backen mit Solarenergie
Brutăria Bardar ist eine Bäckerei etwa 20 Minuten außerhalb von Chisinau. Sie ist spezialisiert auf Kuchen, Kekse und insbesondere auf tiefgekühlte traditionelle moldauische Kuchen namens „Plăcinte“. Dank des verbesserten Zugangs zum europäischen Markt und einer Produktlinie, die in ganz Europa, z.B. in Rumänien, Deutschland, Frankreich, Irland, Abnehmer findet, verzeichnete das Unternehmen in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum. Ein wesentlicher Beitrag zum Wachstum war die Entscheidung von CEO Victor Nistorica, 2022 in Solarmodule zu investieren. Mithilfe einer Kombination aus Krediten und Förderprogrammen der moldauischen Organisation für Unternehmensentwicklung (ODA) konnte er eine 110 kW PV-Anlage auf dem Dach seiner Produktion installieren.
Als die Solarmodule 2022 installiert wurden, reichte der erzeugte Strom aus, um rund 70 % des Bedarfs der zahlreichen Industrieöfen, Mixer, Fritteusen, Kühl- und Gefrierschränke für die Herstellung der berühmten Kuchen zu decken. Nach der rasanten Expansion des Unternehmens reichten die Module 2024 nur noch für etwa ein Drittel des Bedarfs. Nun sucht Victor Nistorica aktiv nach weiteren Dachflächen, um seine Solarinvestitionen zu erweitern, weil sie sich rechnen.
Brutăria Bardar ist ein „Prosumer“, also sowohl Produzent als auch Verbraucher von Strom. Laut Victor Nistorica ist die Tatsache, dass er rund 90 % seines eigenen Stroms verbraucht, ein Vorteil, zumindest vorerst. Sollte er zu viel Strom produzieren, kann er diesen zwar an den Energieversorger verkaufen, allerdings zu einem deutlich niedrigeren Preis, als wenn er bei fehlender Sonne Strom zurückkaufen würde. Wenn er seine Photovoltaik-Produktion ausbaut, könnte er in Batteriespeicher investieren, um möglichst viel Strom selbst zu verbrauchen - denn die Kapitalrendite (ROI) ist mit seiner aktuellen Anlage nicht ganz gegeben.
Als „Prosumer“ trifft Brutăria Bardar die Entscheidungen, die das Energieministerium für kleine Unternehmen und Privathaushalte fördern möchte. Das moldauische Energienetz ist fragil und dringend modernisierungsbedürftig. Wenn zu viele Endverbraucher zu viel investieren und Energie in das Netz verkaufen, könnte es instabil werden. Dies ist ein Problem, das in anderen Ländern bereits zu Stromausfällen geführt hat. Diese Infrastrukturbeschränkungen stellen die nächste große Herausforderung und gleichzeitig Chance für die Energiewende in Moldawien dar: Batterien und Lastausgleich.
Batterien und ein moderner Energiemarkt
Der nächste große Investitionsbereich im moldauischen Energiemarkt dreht sich rund um den Energieausgleich. Auch wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, verbrauchen die Menschen Strom und derzeit wird fast der gesamte Strom importiert. Auf nationaler Ebene gibt es bereits umfangreiche Pläne, in Lösungen für den Energieausgleich und die Deckung des Spitzenenergiebedarfs zu investieren.
Laut Jose Luis Gomez Pascual, Country Manager von Premier Energy Moldova, werden Batterien dabei eine immens wichtige Rolle spielen. Navitas Energy bereitet bereits Ausschreibungen in diesem Bereich vor, und große, von der EU geförderte staatliche Ausschreibungen werden noch in diesem Jahr erwartet. Er sieht eine Zukunft, in der verschiedene Lösungen, darunter auch Batterien, dazu beitragen, die Probleme des Spitzenverbrauchs und des Ausgleichs zu lösen. Zusammengenommen werden diese Lösungen ein deutlich robusteres Energiesystem in Moldawien ermöglichen. Allerdings erst nach der vollständigen Liberalisierung des Energiemarktes.
Batterien sind teuer. Ob Bäckerei-Prosumer oder staatliches Energieversorgungsunternehmen – der aktuelle ROI für private Investitionen in Batterien rechnet sich noch nicht ganz. Das liegt daran, dass es in Moldawien keinen stündlichen Spotmarkt gibt, der den Kauf und Verkauf von Energie nach Angebot und Nachfrage ermöglicht. Mit einem solchen Mechanismus würde eine höhere Nachfrage nachts und an bewölkten Tagen die Preise in die Höhe treiben und Anreize für weitere Investitionen in Speicher schaffen.
Das Energieministerium arbeitet derzeit an diesem Problem. Es richtet gerade einen nationalen Energiemarktbetreiber (OPEM) ein, der für die Schaffung und den Betrieb eines transparenten, effizienten und nachhaltigen Strommarktes verantwortlich sein wird. Laut Staatssekretärin Carolina Novac soll OPEM Ende 2025 in die Testphase eintreten und 2026 betriebsbereit sein. OPEM ist eine Tochtergesellschaft von OPCOM, Rumäniens erfahrenem Energie- und Erdgasmarktbetreiber. Sobald dieser Markt in Moldawien betriebsbereit ist, wird erwartet, dass er noch mehr Investitionen in den moldauischen Energiesektor mobilisiert.
Das Ministerium hat angekündigt, im Oktober eine neue Ausschreibung für den Erwerb zusätzlicher Kapazitäten für erneuerbare Energien und Batteriespeicher zu starten. Entscheidend sind dabei hohe Investitionen in Batterien zum Lastausgleich und zur Stabilisierung des Stromnetzes, als Voraussetzung für zusätzliche Investitionen in erneuerbare Energien und zur Erfüllung europäischer Interkonnektivitätsstandards. Solche Speicherinvestitionen eröffnen dem privaten Sektor neue Skalierungsmöglichkeiten und tragen zur Energiesicherheit Moldawiens bei.
Ausblick: Ein nationaler Wettlauf in Richtung erneuerbarer Energien
Moldawiens Energiewende wird von Sicherheitsbedenken und der Notwendigkeit des russischen Krieges in der Ukraine rasch vorangetrieben. Die lange vernachlässigte Infrastruktur und der vernachlässigte Rechtsrahmen des Landes haben dazu geführt, dass viel getan werden muss – und zwar schnell. Zusätzlich zu den bereits erwähnten Programmen und Investitionen plant die Regierung massive Investitionen in die Modernisierung der öffentlichen und privaten Infrastruktur. Wohnhäuser, Mehrfamilienhäuser und Schulen werden saniert und gedämmt. Außerdem sollen Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen installiert werden. Dieses nationale Programm namens „Green House“ wird durch EU-Mittel unterstützt und derzeit deutlich erweitert.
Derzeit unterstützt das UNDP die Pilotphase zur Schaffung von "Erneuerbare Energie-Gemeinschaften“ einer neuen Rechtsform, die es Prosumern wie in anderen Ländern ermöglicht, Energieressourcen und Investitionen zu bündeln und an der daraus resultierenden Produktion teilzuhaben. Außerdem sind zusätzliche Gesetze geplant, um diesen Prozess für Mehrfamilienhäuser weiter zu vereinfachen und den Bewohnern die gemeinsame Investition in Solaranlagen auf ihren Dächern zu ermöglichen. Innovationen wie diese zeigen, was ein neues Regulierungsgesetz, das innovative Energieinvestitionen lenken soll, möglich macht. Das Energieministerium hofft, dass dieser lockere Regulierungsrahmen Moldawien zu einem Testfeld für neue Technologien im Bereich erneuerbare Energien machen wird.
Bereits im September 2023 schrieb die Energieexpertin Suriya Evans-Pritchard Jayanti einen Kommentar für das Time Magazine, in dem sie argumentierte, Moldawien könnte Europas „erstes wirklich grünes Land“ werden. In ihrem Artikel erklärte sie, dass der Druck des Krieges in Kombination mit Moldawiens fehlender traditioneller Energieinfrastruktur die Voraussetzungen für eine schnelle Modernisierung und den Umstieg auf erneuerbare Energien schaffen. Die Idee dahinter ist, dass der Mangel an Altkraftwerken im Vergleich zu anderen europäischen Ländern zu einem Vorteil wird, denn Moldau habe "den kontraintuitiven Luxus, fast bei Null anfangen zu können“.
Jetzt, mehr als zwei Jahre später, wird dies durch eine Kombination aus Regierungsreformen, privaten Investitionen und EU-Förderung möglich. Die derzeit installierte Solarkapazität des Landes kann es, gemessen am nationalen Verbrauch, mit der seiner Nachbarn in der Region aufnehmen oder übertrifft diese sogar. Am 19. September veranstaltet die Moldova Business Week die Veranstaltung „Power Up Moldova“, die sich rein mit Investitionen im Energiesektor befasst. Ziel ist es, wichtige Akteure aus dem öffentlichen und privaten Sektor zusammenzubringen, um die Energiestrategie des Landes und Investitionsmöglichkeiten zu diskutieren. Mit Fokus auf den öffentlichen Sektor und angetrieben durch private Investitionen gewinnt die Energiewende in Moldawien immer mehr an Fahrt. Obwohl es noch ein weiter Weg ist, zeichnet sich bereits ab, dass erneuerbare Energien den Kern der modernen Energieinfrastruktur des Landes bilden werden. Darüber freuen sich Bewohner:innen und Politik.