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 Mietrechtsreform: Sanierungsturbo statt Symbolpolitik

06.08.2026

Umweltschutzorganisation fordert von Klimaminister Totschnig Sanierungsoffensive und von Vizekanzler Babler Mietminderungen für Hitzewohnungen 

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© GAP Solutions / innovative Sanierung in Witten
Wien - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt die gestern angekündigte und längst überfällige Mietrechtsreform der Bundesregierung. Der Vorstoß greift jedoch viel zu kurz, solange Strom fressende Klimageräte das Problem nur auf die Straße verlagern. Greenpeace fordert von Klimaminster Norbert Totschnig den Sanierungsturbo zu zünden und von Wohnminister Babler Mietminderungen für Hitzewohnungen einzuführen. Zudem müssen auch Schulen und Kindergärten eine Finanzspritze für Hitzeschutz erhalten, um die Kinder und das Personal vor Extremtemperaturen zu schützen.

Marc Dengler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace: “Wenn das eigene Zuhause zum Backofen mutiert, gefährdet das die Gesundheit und raubt den Schlaf. Rund 400 Menschen in Österreich sind bereits an den Folgen der letzten Hitzewelle im Juni gestorben. Es ist richtig, dass die Bundesregierung die rechtlichen Blockaden für Hitzeschutz endlich einreißt, doch der Elefant im Raum wird dabei nicht angetastet: Es sind besonders schlecht gedämmte Altbauten, die sich bedrohlich aufheizen. Deshalb muss Klimaminister Totschnig jetzt auch den Sanierungsturbo zünden und das Budget für die thermische Sanierung deutlich erhöhen. Nur so kann hitzefittes Wohnen langfristig für alle Menschen in Österreich ermöglicht werden.” 

Ein blinder Fleck des Maßnahmenpakets betrifft öffentlich genutzte Gebäude. Messungen von Greenpeace an einer Wiener Schule belegen, dass Schüler:innen an dutzenden Tage unter drückender Hitze im Unterricht sitzen. Die Konzentrationsfähigkeit sinkt schlagartig, während Kreislaufprobleme zunehmen. Die Bundesregierung darf den Hitzeschutz nicht an der Wohnungstür stoppen. Greenpeace fordert von Bildungsminister Wiederkehr, gemeinsam mit den Ländern ein Notfall-Budget für hitzefitte Schulen und Kindergärten auf den Weg zu bringen.
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