Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz

Mercosur-Abkommen geht auf Kosten der österreichischen Landwirtschaft

04.09.2025

LK NÖ lehnt Mercosur weiterhin ab und fordert verpflichtende Herkunftskennzeichnung zum Schutz der bäuerlichen Betriebe

HandelContainer.jpg.jpg
© skeeze pixabay.com
Nach der gestrigen Sitzung der EU-Kommission bekräftigt die Landwirtschaftskammer Niederösterreich ihre Ablehnung des geplanten EU-Mercosur-Handelsabkommens.

Die Kommission hat beschlossen, das Abkommen aufzuspalten – ein Schritt, der von Landwirtschaftskammer Niederösterreich-Präsident Johannes Schmuckenschlager scharf kritisiert wird, da damit versucht wird, das Veto einzelner Mitgliedsstaaten, darunter auch Österreich, zu umgehen. Schmuckenschlager warnt vor gravierenden Folgen für die österreichische Landwirtschaft, sinkender Versorgungssicherheit und unfairen Wettbewerbsbedingungen für unsere bäuerlichen Familienbetriebe. „Unsere Haltung ist klar und unverändert: Wir lehnen das Mercosur-Abkommen ab“, betont Schmuckenschlager.

„Es kann nicht sein, dass die EU im Agrarbereich Importen Tür und Tor öffnet und gleichzeitig müssen unsere Bäuerinnen und Bauern immer strengere Umwelt- und Tierwohlauflagen erfüllen“, so Schmuckenschlager.
 

Billigimporte gefährden bäuerliche Existenzen
 

In den Mercosur-Staaten gelten deutlich niedrigere Produktionsstandards als in Österreich und der EU. Durch das Abkommen droht eine Zunahme von Billigimporten, die nicht den hohen heimischen Qualitäts- und Umweltanforderungen entsprechen. Das setzt heimische Betriebe unter Druck. „Die österreichischen Bäuerinnen und Bauern produzieren auf höchstem Niveau – von Tierwohl über Pflanzenschutz bis hin zur Nachhaltigkeit. Wir dürfen es nicht zulassen, dass Produkte aus Ländern mit deutlich niedrigeren Standards die europäischen Märkte überschwemmen“, betont Schmuckenschlager. Daran ändern auch oberflächliche Vorschläge der EU-Kommission zu Ergänzungen bei Schutzklauseln nichts.
 

Herkunft muss klar erkennbar sein
 

Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich fordert daher erneut eine verpflichtende, umfassende Herkunftskennzeichnung für alle Lebensmittel. Nur so können Konsumentinnen und Konsumenten bewusst heimische Qualität wählen. Schmuckenschlager erklärt: „Die Konsumenten müssen auf einen Blick erkennen können, ob ein Produkt aus Österreich stammt“, so Schmuckenschlager und sagt weiter: „Eine transparente Herkunftskennzeichnung ist der beste Schutz für unsere Bäuerinnen und Bauern – und ein starkes Signal an die Konsumenten.“

Brüssel spaltet Abkommen auf – Versuch, Veto zu umgehen

In der heutigen Sitzung hat die EU-Kommission das Mercosur-Abkommen aufgespalten. Damit versucht Brüssel, das Veto einzelner Mitgliedsstaaten – darunter auch Österreich – zu umgehen. Die österreichische Bundesregierung ist jedoch weiterhin durch einen gültigen Parlamentsbeschluss an die Ablehnung des Abkommens gebunden.
 

Österreich steht für hohe Standards und Versorgungssicherheit
 

Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich betont, dass Österreichs Landwirtschaft nicht nur höchste Produktions- und Qualitätsstandards erfüllt, sondern insbesondere die Versorgungssicherheit in unserem Land sicherstellt. Das geplante Mercosur-Abkommen gefährdet diese Stabilität. „Handelsabkommen sind für ein Exportland wie Österreich grundsätzlich wichtig. Aber sie müssen nachhaltig gestaltet sein, gleiche Spielregeln für alle schaffen und dürfen unsere Versorgungssicherheit nicht gefährden.“

  • Drucken
  • Empfehlen
04.09.2025
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Frankreich und Deutschland fordern Verschiebung des EU 2040 Klimaziels

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Österreich droht Klimaziel 2030 deutlich zu verfehlen

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Dienstag, 21. Juli 2026, 69.713 Artikel Online

Weitere Themen

  • Oberösterreich blüht auf: Schon 140 „Bienenfreundliche Gemeinden“ setzen Zeichen für Artenvielfalt
  • Raiffeisen Leasing veröffentlicht freiwilligen VSME-Bericht
  • Studie: Umweltpolitik verbessert weltweit die Qualität von Ackerböden
  • Wüstenstaub in Europa nimmt zu
  • Altes Leder aus dem NÖ. Landtag wird zu Taschen recycelt
  • Aus für die Vernichtung von unverkaufter Ware: 94 % der Österreicher:innen sagen „Ja“ zu Textilrecycling
  • FMTG senkt CO₂-Emissionen deutlich und setzt auf freiwillige Nachhaltigkeitsberichte
  • Kreislaufwirtschaft in der Pilzzucht: Wiener Betrieb macht Bio-Pilze nachhaltig
  • Digitaler Recyclinghelfer DigiDot startet europaweit
  • EU-Kommission bestätigt: Nitratrichtlinie bleibt entscheidend für sauberes Wasser
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.509 Artikel | Seite 1 von 1.551

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
HandelContainer.jpg.jpg

© skeeze pixabay.com