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Mehr als 2,6 Millionen Fahrrad-Haushalte in Österreich

29.05.2026

VCÖ sucht Projekte zur Förderung des Radfahrens im Alltag beim Mobilitätspreis

Radfahren.jpg
Radfahren © renategranade0 pixabay.com

Wien  – In Österreich besitzen 63 Prozent aller Haushalte zumindest ein funktionstüchtiges Fahrrad. Das entspricht rund 2,64 Millionen Haushalten, wie die Mobilitätsorganisation VCÖ unter Berufung auf Daten der Statistik Austria mitteilt. Zwischen den Bundesländern zeigen sich dabei deutliche Unterschiede.
 

Am höchsten ist der Anteil der Fahrrad-Haushalte in Oberösterreich und Salzburg mit jeweils 71 Prozent, gefolgt von Niederösterreich mit rund 69 Prozent. Am unteren Ende liegt Wien mit 52 Prozent. Auffällig ist jedoch: Nur in Wien gibt es mehr Rad-Haushalte als Auto-Haushalte.
 

Hohe Verbreitung auch in kleinen Gemeinden 

Besonders stark verbreitet ist das Fahrrad in kleineren Gemeinden. In Orten mit weniger als 2.000 Einwohnerinnen und Einwohnern verfügen 69 Prozent der Haushalte über mindestens ein Fahrrad. In Gemeinden zwischen 2.000 und 5.000 sowie zwischen 5.000 und 20.000 Einwohnern liegt der Anteil jeweils bei 67 Prozent. In Städten ohne Wien beträgt er 65 Prozent.
 

Trotz dieser hohen Verfügbarkeit wird das Fahrrad in Städten häufiger als Verkehrsmittel genutzt als in ländlichen Regionen.
 

„Diese Ergebnisse zeigen, dass gerade auch in den Regionen das Potenzial für mehr Radverkehr groß ist – umso mehr, als viele bereits ein Elektrofahrrad besitzen“, sagt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk. E-Bikes ermöglichten es, längere Distanzen zurückzulegen und Steigungen leichter zu bewältigen. „Eine zentrale Voraussetzung ist eine gute und sichere Rad-Infrastruktur“, so Schenk weiter.

 

Viele Alltagswege sind radtauglich

Laut Mobilitätserhebungen sind rund 50 Prozent der Alltagswege in den Regionen kürzer als fünf Kilometer, zwei Drittel liegen unter zehn Kilometern. Damit seien sie gut für das Fahrrad oder E-Bike geeignet.

„Natürlich können nicht alle Wege auf das Rad verlagert werden, aber ein erheblicher Teil“, betont Schenk. Gemeinden, Regionen und Unternehmen seien daher gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Radmobilität erleichtern.

 

Unternehmen als wichtiger Hebel 

Auch Unternehmen könnten einen wichtigen Beitrag leisten, sagt Helmut Schleich, Managing Director von bikeleasing.at: „Dienstrad-Leasing erleichtert Beschäftigten den Zugang zu hochwertigen Fahrrädern und E-Bikes und verbindet Mobilität, Gesundheit und Arbeitgeberattraktivität.“

 

Solche praxisnahen Ansätze würden zunehmend an Bedeutung gewinnen und sollen beim VCÖ-Mobilitätspreis sichtbar gemacht werden. Die Kategorie „Bewegungsaktive Mobilität“ wird von bikeleasing.at unterstützt.

 

VCÖ-Mobilitätspreis: Einreichungen noch möglich 

Gesucht werden Projekte, die das Radfahren im Alltag fördern und nachhaltige Mobilität erleichtern. Einreichen können Gemeinden, Städte, Regionen, Unternehmen, Schulen, Universitäten sowie Vereine und Initiativen.

Der VCÖ-Mobilitätspreis ist Österreichs größter Wettbewerb für nachhaltige Mobilität und wird in Kooperation mit dem Mobilitätsministerium und den ÖBB vergeben. Einreichungen sind noch bis 2. Juni unter www.vcoe.at möglich.

 

Fahrrad-Haushalte im Bundesländervergleich
(Auszug Statistik Austria / VCÖ) 
  • Salzburg: 71 %
  • Oberösterreich: 71 %
  • Niederösterreich: 69 %
  • Kärnten: 67 %
  • Burgenland: 65 %
  • Tirol: 65 %
  • Vorarlberg: 64 %
  • Steiermark: 59 %
  • Wien: 52 %
 
  • Österreich gesamt: 63 %
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Radfahren © renategranade0 pixabay.com