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LR Anschober auf Betriebsbesuch bei boomendem Windkraftzulieferer Hexcel

19.10.2004

Allein Oberösterreich hat 2500 Beschäftigte im Bereich Ökoenergie

Anlässlich eines Betriebsbesichtigungsbesuches bei Windkraftzulieferer Hexcel in Neumarkt im Hausruck zieht Energielandesrat Bilanz über die Erfolgsgeschichte der Ökoenergiewirtschaft.
Alleine in Oberösterreich erwirtschaften die 140 Ökoenergieunternehmen mit mehr als 2.500 Beschäftigten einen Umsatz von rund 300 Mio. € pro Jahr – Tendenz stark steigend. Die Exportquote beträgt im Durchschnitt mehr als 50%, bei einigen Unternehmen wie Fronius – Sparte Solarelektronik sogar 98% und dies bei einer Umsatzsteigerung im letzten Jahr von 300%. "Diese Unternehmen sind bereits jetzt ein ernstzunehmender Faktor in der OÖ. Industrielandschaft und schaffen dauerhaft High–Tech–Arbeitsplätze", weist Landesrat Rudi Anschober auf die Bedeutung für den Wirtschaftstandort Oberösterreich hin.

Allein in Oberösterreich 450 neue Arbeitsplätze per Jahr

Eine volkswirtschaftliche Untersuchung von Prof. Schneider, Universität Linz, hat im Oktober bestätigt, dass alleine die Ökostrom–Investitionen des Landes OÖ derzeit 450 neue Arbeitsplätze pro Jahr entstehen lassen und unterstrichen, dass es sich dabei um eine der erfolgreichsten Klimaschutzmaßnahmen handelt.

Standorte von Hexcel in Pasching und Wels

Ein bedeutendes Unternehmen der Ökoenergiebranche ist Hexcel Composites GmbH mit dem Hauptproduktionsstandort in Neumarkt im Hausruck, dem Office in Pasching und einer weiteren Produktion in Wels. Gesamt beschäftigt Hexcel in Oberösterreich 250 MitarbeiterInnen und erwirtschaftet heuer einen Umsatz von rund 90 Mio. Euro und exportiert rund 2/3 seiner Produktion. Hexcel erzeugt spezielle Verbundwerkstoffe zur großindustriellen Anwendung modernster Technologien, darunter u.a. die Werkstoffe für Windkraftrotoren. Das Kompetenzzentrum für Windenergie des international tätigen Konzerns sitzt in Oberösterreich. Allein im Bereich Windenergie erzielt Hexcel in Oberösterreich heuer einen Umsatz von 60 Mio. Euro. Die Standorte werden laufend erweitert, im Windbereich wird von Wachstumsraten von 12%/a ausgegangen. "Hexcel plant bis Ende nächsten Jahres 60 neuen MitarbeiterInnen aufzunehmen. Das bestätigt eindrucksvoll, dass Engagement in Ökoenergie Arbeitsplätze schafft und sichert", sieht sich Anschober durch Hexcel in seinem Kurs bestärkt.
Angesichts dieser Unternehmen und deren eindrucksvollen Zahlen hält es Anschober für einen kaum zu korrigierenden politischen Fehler, wenn Bundesminister Bartenstein seinen vorliegenden Ökostromgesetzesentwurf im Nationalrat durchbringt und den Ökostromboom in Österreich schlagartig abwürgt. Anschober: „Es grenzt schon an Mutwilligkeit des Wirtschaftsministers, dass die erfolgreichste Klimaschutzinitiative und ein erfolgreicher Wirtschaftsmotor offensichtlich zu erfolgreich sind und trotz drastisch steigender Ölpreise der Umstieg auf Ökoenergie damit schwer behindert und die Finanzierungsbrücke in die Energiezukunft schwer beschädigt wird. Eine einmalige klimapolitische und umweltpolitische Chance droht somit verspielt, Tausende Arbeitsplätze würden schwer gefährdet werden.„
"Auch wenn viele dieser Unternehmen exportstark sind, darf ihnen der Heimmarkt nicht schlagartig wie ein Teppich unter den Füßen den Füssen entzogen werden – das ist wirtschaftspolitischer Unsinn. Bartenstein benötigt für die Umsetzung des Ökostrom–Beschränkungsgesetzes eine Zwei–Drittel–Mehrheit im Nationalrat und somit die Zustimmung der Opposition„, so Landesrat Anschober weiter, der abschließend an die Vernunft der SPÖ in dieser sensiblen Frage appelliert.
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