Los Angeles setzt auf Elektrobusse: 220 neue E- Linienbusse bestellt
Los Angeles – Los Angeles macht beim elektrischen öffentlichen Verkehr einen großen Schritt nach vorne: Die LA Metro hat den Kauf von 220 batterieelektrischen Bussen genehmigt. Damit soll sich die Zahl der Elektrobusse in der Metro-Flotte mehr als verdoppeln. Die Beschaffung gilt als eine der größten ihrer Art im US-Nahverkehr.
Die neuen Busse sollen unter anderem in El Monte und Carson eingesetzt werden – zwei Gebieten, die besonders stark von Luftverschmutzung durch den Verkehr betroffen sind. Nach Angaben von Earthjustice werden damit mehr als zehn Prozent der gesamten Metro-Busflotte elektrifiziert; bisher lag der Anteil der Elektrobusse bei knapp sieben Prozent.
Sauberer Verkehr für Los AngelesFür die Millionenstadt ist die Umstellung besonders relevant. Die LA Metro betreibt derzeit eine Busflotte von insgesamt 2.111 Fahrzeugen und bedient ein Verkehrsgebiet von rund 1.440 Quadratmeilen.
Mit den neuen Elektrobussen sollen nicht nur die CO₂-Emissionen des öffentlichen Verkehrs sinken. Auch lokale Luftschadstoffe und Verkehrslärm können reduziert werden. Gerade in dicht besiedelten und verkehrsbelasteten Stadtteilen ist das ein unmittelbarer Vorteil für die Bevölkerung.
Die Anschaffung kommt zu einem symbolträchtigen Zeitpunkt: 2028 finden in Los Angeles die Olympischen und Paralympischen Spiele statt. Die elektrischen Busse sollen damit nicht nur während der Großveranstaltung zum Einsatz kommen, sondern dauerhaft Teil des öffentlichen Verkehrssystems bleiben. Die Elektrifizierung der Busflotte ist dabei Teil eines längerfristigen Plans. LA Metro verfolgt bereits seit Jahren das Ziel, seinen Busverkehr vollständig auf emissionsfreie Fahrzeuge umzustellen. Frühere Beschaffungen umfassten ebenfalls Elektrobusse; das langfristige Zero-Emission-Bus-Programm soll die Abkehr von fossilen Antrieben weiter vorantreiben.
Auch Arbeitsplätze im BlickDie Umweltorganisation Sierra Club begrüßte die Entscheidung. Jennifer Cardenas, Organisatorin der Kampagne „Sauberer Verkehr für alle“, bezeichnete die 220 Elektrobusse als wichtigen Schritt für sauberere Luft und gesündere Gemeinden.
Gleichzeitig verbindet sie die Forderung nach sauberem Verkehr mit einer sozialen Frage: Die Investitionen müssten auch gute und existenzsichernde Arbeitsplätze schaffen und hohe Arbeitsstandards einhalten.
Die Entscheidung von LA Metro zeigt, wie stark sich die Elektrifizierung des öffentlichen Verkehrs inzwischen auch in den USA entwickelt. Besonders interessant ist dabei die Kombination aus Klimaschutz, sauberer Luft, weniger Lärm und einer langfristigen Modernisierung des öffentlichen Verkehrs.