Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität(current)1
  • Nachhaltigkeit
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Mobilität

Lobau wird betoniert, obwohl EuGH-Entscheidung ausständig ist

02.04.2026

Die ersten Arbeiten für die Lobauautobahn sind gestartet: Gestern wurde bekannt, dass vorbereitende Arbeiten für den Bau der Lobauautobahn im Freilandabschnitt zwischen Groß Enzersdorf und Süßenbrunn gestartet wurden.

pexels-markusspiske-967072.jpg
Autobahn © Markus Spiske / pexels.com

Erst vor kurzem wurde ein Gutachten präsentiert, wonach ein Bau der S1 - inklusive des nun gestarteten Nordabschnitts - aufgrund der unionsrechtlichen Unterlassungssünden im Vorlauf nicht nur ohne Strategische Umweltprüfung  dasteht, sondern auch außerhalb des Unternehmensgegenstandes der ASFINAG und somit auch diesbezüglich gesetzwidrig wäre. Trotzdem wurde gestern mit dem Bau begonnen. 

“Der Startschuss für die Lobau-Autobahn bedeutet volle Fahrt für Naturzerstörung statt Klimaschutz. Allein für den S1 Abschnitt rechnet die Asfinag mit sechs Jahren Bauzeit - vom Tunnel, der nach wie vor vor dem EuGH liegt, ist hier noch gar nicht die Rede. Die Menschen im Norden Wiens brauchen jetzt klimafreundliche und schnelle Lösungen. Anstatt Milliarden in ein Planungs-Fossil zu investieren, muss die Bundesregierung den öffentlichen Verkehr großflächig ausbauen. Das ist schneller, günstiger, umweltfreundlicher - und sorgt für tatsächliche Verkehrsentlastung. Unser Appell an Verkehrsminister Hanke: Schluss mit dem Tunnelblick! Der Klimakiller Lobau-Autobahn gehört endgültig abgesagt!”, fordert Hannah Keller, Klima- und Energiesprecherin von GLOBAL 2000. 

“Es ist absurd, dass Verkehrsminister Hanke an dem Projekt festhält wie ein trotziges Kind, während Recht und Wissenschaft dagegen sprechen. Wir rasen auf direktem Weg in die Erderhitzung, doch statt verantwortungsvoll alle Weichen Richtung nachhaltiger Verkehrskonzepte zu stellen, beschleunigt Minister Hanke bewusst das Tempo in die falsche Richtung. Fridays For Future wird Seite an Seite mit Wissenschafter*innen, Umweltorganisationen und der Bevölkerung dafür kämpfen, dass Investitionen in fossile Monsterprojekte in Zeiten der Budgetkrise keine Zukunft haben. Wir übergeben unsere Zukunft nicht widerspruchslos den Betonierern und Zukunftszerstörern, sondern werden uns entschieden dagegen stellen.” so Laila Kriechbaum von Fridays For Future


Der Bau steht  nicht nur im Tunnelabschnitt auf rechtlich wackeligen Beinen: "In dieser Situation wollen SPÖ-Minister und ASFINAG aber nicht auf rechtsstaatliche Entscheidungen warten, sondern Fakten schaffen und ein Projekt aus der verkehrspolitischen Steinzeit durchdrücken, das wertvollste Böden versiegelt und die Klimakrise weiter befeuert. Das ist zukunftsvergessen. Wir fordern, dass der Minister Lösungen statt Beton liefert! Das heißt: bessere und leistbare Öffis und mehr Mittel für die Radinfrastruktur", so Lukas Hammer, Umweltsprecher der Grünen. 


Ähnlich reagieren die  Mobilitätssprecher:innen der Grünen Wien, Heidi Sequenz und Kilian Stark: „Damit wird viel Geld verpulvert mit ungewissem Ausgang – denn der Bau könnte rechtswidrig sein." 

Die Lobau-Autobahn samt Tunnel unter dem Naturschutzgebiet ist das klimaschädlichste Projekt Österreichs und ein Milliardengrab ohne Zukunft – in Zeiten von Teuerung, Sparpaketen, hohen Energiepreisen und Sozialabbau. Zudem ziehen neue Straßen zusätzlichen Autoverkehr an. Pendlerinnen und Pendler aus dem Marchfeld würden wieder öfter ins Auto statt in die Öffis steigen – mehr Stau, Lärm und Abgase inklusive. Die Lobau-Autobahn schwächt auch die Wiener Wirtschaft, weil entlang der Lobauautobahn Einkaufszentren und Gewerbeparks entstehen und damit Kaufkraft ins Umland abgezogen wird.
 

„Die Lobauautobahn ist ein Kniefall vor der Betonlobby, ein Rückschlag für Umwelt- und Klimaschutz und ein sinnloses Milliardengrab, das wir uns gerade in Zeiten von knappen Budgets einfach nicht leisten können“,  so die Mpbilitätssprecher:innen  und der Grünen Wien, Heidi Sequenz und Kilian Stark.

Verwandte Artikel

  • Naturzerstörung statt Klimaschutz? - Nein danke, Minister Hanke!
  • Beton-Relikt oder Mobilitätszukunft? Warum die Lobauautobahn an der Realität vorbeifährt
  • Lobau- Autobahn: Startschuss für Proteste
  • Grüne Wien  zu Lobauautobahn: Milliardengrab mit hohem rechtlichen Risiko
  • S1 Lobauautobahn: Neben Lobautunnel auch Bau im Freiland rechtswidrig
  • ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA
  • Drucken
  • Empfehlen
02.04.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Beton-Relikt oder Mobilitätszukunft? Warum die Lobauautobahn an der Realität vorbeifährt

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Lobau- Autobahn: Startschuss für Proteste

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Freitag, 10. April 2026, 68.785 Artikel Online

Weitere Themen

  • Akku-Check statt Risiko: Wie E-Biker Brände vermeiden können
  • Hyundai startet neues Mobilitätsmodell: Auto-Abo erstmals mit integriertem Ladeguthaben
  • Langstrecke mit dem Elektroauto durch Europa:  Absolut kein  Problem mehr 
  • technotrans gewinnt Bahn-Großauftrag für Batteriekühlung
  • Stromladen im Turbo-Modus: Electra eröffnet Österreichs schnellsten Ladehub
  • Batterie-Recycling auf neuem Level: Modulare Konzepte für die Kreislaufwirtschaft
  • Gebrauchtwagen: Elektromobilität verändert den Markt grundlegend
  • Wienerinnen und Wiener sind im Bundesländer-Vergleich am kostengünstigsten mobil
  • 200 Millionen Liter weniger im Jahr: Wie Österreichs E-Autos den Ölhahn zudrehen
  • Berlin unter Strom: BVG baut ersten reinen Elektrobusbetriebshof   
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
11.592 Artikel | Seite 1 von 1.160

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
pexels-markusspiske-967072.jpg

Autobahn © Markus Spiske / pexels.com