Linie 18: Ab 5. September bis zur U2 Stadion
Ab 5. September: Öffi-Achse für sechs Millionen Fahrgäste jährlich
Die Linie 18 fährt künftig von der U6 Burggasse-Stadthalle über Westbahnhof, Hauptbahnhof, St. Marx und U3 Schlachthausgasse weiter durch den Prater bis zur U2-Station Stadion. Auf der Neubaustrecke zwischen Schlachthausgasse und Stadion entstehen sieben neue Haltestellen. Damit wird die Straßenbahnlinie 18 zu einer starken Ost-West-Tangente mit Umsteigemöglichkeiten zu fünf U-Bahn-Linien, acht S-Bahn-Linien sowie zum Nah- und Fernverkehr. Sie bindet das Viertel Zwei und Village im Dritten, den Prater, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie den künftigen Fernbusterminal besser an das Öffi-Netz an und ermöglicht Umstiege auf fast alle U-Bahn-Linien.
Nun geht es in den Endspurt: In den letzten Wochen wurde die neue Strecke im Rahmen der Probefahrten umfassend getestet – von den Haltestellen über die Weichen bis zur Oberleitung. So wird sichergestellt, dass der 18er ab September sicher und zuverlässig zwischen Westen und Osten unterwegs ist und den Hauptbahnhof künftig in rund 25 Minuten direkt mit der U2-Station Stadion verbindet.
Mehr Öffis, mehr Grün, weniger Verkehr im Prater
Mit der verlängerten Straßenbahnstrecke wird auch die Durchfahrt durch den Prater neu geordnet. Die Verbindung über Stadionallee und Meiereistraße wird zwischen Lusthausstraße und Stadionbad künftig an allen Wochentagen für den allgemeinen Kfz-Verkehr gesperrt. Zufahrten zu Siedlungen, Sportanlagen und Parkplätzen bleiben möglich, ebenso die Durchfahrt für Einsatzfahrzeuge. Dadurch kann die Linie 18 zügig und zuverlässig durch den Prater fahren. Gleichzeitig entstehen weniger Autoverkehr, mehr Sicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen sowie zusätzlicher Platz für Bäume und Grünflächen. Die Verlängerung des 18ers ist damit deutlich mehr als ein Straßenbahnprojekt: Sie verbindet den Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit einer klimafreundlichen Aufwertung des öffentlichen Raums.
70 Meter Grüngleis und 2.150 Meter neue Radwege
Der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel wird, wo immer möglich, mit neuer Radinfrastruktur und Begrünung verbunden. Ein 70 Meter langes Grüngleis im Bereich Ernst-Happel-Stadion, mehr als 10.300 m2 Begrünung, rund 200 neue Bäume und 14 Mikrofreiräume entlang der Neubaustrecke tragen zu einer spürbaren Verbesserung des Stadtklimas bei. Entlang der Neubaustrecke entstehen außerdem 2.150 Meter neue Radwege – darunter ein baulich getrennter Zwei-Richtungs-Radweg in der Meiereistraße sowie neue Verbindungen über Stadionbrücke, Dr.-Natterer-Gasse und Würtzlerstraße. Durch die Verlagerung vom Auto auf die Öffis können bis zu 1.300 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden.
Auch im 3. Bezirk sorgt der 18er für eine bessere Radverbindung: Zwischen Markhofgasse und Erdbergstraße ermöglicht ein neuer Zwei-Richtungs-Radweg eine durchgehende Verbindung vom Gürtel über den Donaukanal bis in den Prater und weiter über die Meiereistraße und Dr.-Natterer-Gasse bis zur Donau. Neue Radwege am Rennweg und in der Viehmarktgasse binden unter anderem das Vienna BioCenter und das Media Quarter St. Marx besser an.
„Mit der erfolgreichen Probefahrt wird sichtbar, dass die neue Linie 18 Schritt für Schritt Realität wird. Für die Leopoldstadt bedeutet das eine deutliche Verbesserung der öffentlichen Anbindung: Unsere Bewohnerinnen und Bewohner erhalten künftig eine schnelle Direktverbindung in den 3. Bezirk und darüber hinaus. Besonders freut mich, dass dieses Projekt nicht nur die Mobilität verbessert, sondern auch mehr Begrünung und eine hochwertige Gestaltung des öffentlichen Raums in unseren Bezirk bringt“, so Alexander Nikolai, Bezirksvorsteher des 2. Bezirks.
Wichtige Alternative während der S-Bahn-Stammstreckensperre der ÖBB
Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Während der S-Bahn-Stammstreckensperre der ÖBB ab 7. September bietet sie eine großräumige Ausweichmöglichkeit im Osten Wiens.
Fahrgäste können vom Hauptbahnhof oder von St. Marx über die U3 Schlachthausgasse direkt bis zur U2-Station Stadion weiterfahren. Gleichzeitig wird der Osten Wiens besser an die S7 in St. Marx angebunden. Die neue Öffi-Tangente trägt damit zur Entlastung und gleichmäßigeren Auslastung des Öffi-Netzes bei.
Ab 5. September: Neues Buskonzept rund um die neue Linie 18
Ab der Inbetriebnahme der Linie 18 wird auch das Busangebot rund um Stadion, Schlachthausgasse und Neu Marx neu geordnet. Die Linie 18 übernimmt die bisherige Strecke des 77A bis zur U2-Station Stadion. Der 77A fährt dann vom Rennweg über die Schlachthausgasse bis nach Neu Marx und übernimmt ab der Schlachthausgasse die bisherige Strecke des 80A. Öffi-Fahrgäste können sich auf längere Betriebszeiten freuen: Die Strecke Rennweg–Neu Marx wird dann sieben Tage die Woche von ca. 05:00 bis 00:30 Uhr vom 77A angefahren. Zwischen Lusthaus und Stadion ist die neue Buslinie 78A unterwegs. Auch beim 80A gibt es Anpassungen: Dieser fährt ab 5. September im dichteren Intervall zwischen Praterstern und Schlachthausgasse.
Die neue Strecke im Detail
Die Verlängerung der Linie 18 zwischen U3 Schlachthausgasse und U2 Stadion umfasst sieben neue Haltestellen:
- Die neue Strecke führt von der U3 Schlachthausgasse im 3. Bezirk Richtung Prater zur ersten neuen Haltestelle Ludwig-Koeßler-Platz.
- Weiter geht es über die Stadionbrücke in den Prater – mit der neuen Haltestelle Wasserwiese, welche die Kleingartenanlage besser erschließt.
- Im Prater quert die Linie 18 die Hauptallee und bietet Fahrgästen mit der neuen Haltestelle Stadionbad künftig eine komfortable Anreise zum Stadionbad.
- Mit der Haltestelle Ernst-Happel-Stadion können Fahrgäste künftig bequem mit der Straßenbahn bis zum Stadion fahren. Eine eigene Schleife ermöglicht bei Großveranstaltungen einen flexiblen Betrieb und zusätzliche Entlastung.
- Die Umkehrschleife im 2. Bezirk verläuft über den Handelskai und die Dr.-Natterer-Gasse mit den neuen Haltestellen Stadion U–Handelskai und Stadion U.
Weitere Informationen zur Linie 18 unter: wienerlinien.at/neubau/linie-18-verlaengerung.