LiFePO4-Batterien im Härtetest
PROWIN A+W untersucht gemeinsam mit Feuerwehr und Brandschutzexperten das Verhalten von Batteriezellen bei Beschädigung, Kurzschluss und starker Hitze.
Hauzenberg/Jahrdorf – Wie sicher verhalten sich Batteriezellen bei extremen Belastungen? Dieser Frage ist die PROWIN A+W GmbH gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Furthweiher, dem Kreisbrandmeister des Landkreises Passau und einem Brandschutzexperten nachgegangen. In einer kontrollierten Versuchsreihe wurden LiFePO4-Batteriezellen, wie sie in den Gewerbespeichern des Unternehmens eingesetzt werden, unter verschiedenen Extrembedingungen getestet.
Dabei wurden unter anderem mechanische Beschädigungen, Kurzschlüsse und intensive äußere Beflammung simuliert. Bei den Kurzschlussversuchen kam es zu Rauchentwicklung, Funkenflug und starker Hitze, eine offene Entzündung wurde jedoch nicht beobachtet. Erst bei intensiver direkter Beflammung entzündeten sich Gehäuse und Batterie. Die dabei auftretenden Reaktionen blieben nach Angaben des Unternehmens kontrollierbar und konnten mit geeigneten Löschmitteln eingedämmt werden.
Zusätzlich testeten die Beteiligten verschiedene Maßnahmen zur Brandbekämpfung und Eindämmung, darunter Löschdecken und spezielles Glasgranulat. Die Versuche lieferten auch Erkenntnisse für die Einsatzpraxis der Feuerwehren. So wurde die Bedeutung von CO-Messungen sowie einer möglichst frühzeitigen Rauchdetektion innerhalb und außerhalb der Batteriekammer hervorgehoben.
Die Ergebnisse sollen nun in die Weiterentwicklung der Speichersysteme sowie in Schulungsunterlagen für Feuerwehren einfließen. Für PROWIN A+W sind die Tests Teil eines sicherheitsorientierten Entwicklungsprozesses. „Wir wollten unsere Batteriezellen bewusst unter Bedingungen testen, die weit über den normalen Betrieb hinausgehen“, sagt Geschäftsführer Dominik Anetseder. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Monitoring, Sicherheitskonzepte und den praktischen Umgang mit Batteriespeichern weiter zu verbessern.