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Licht und Schatten bei der globalen Energiewende

21.10.2025

Die Medien sind in diesen Tagen wieder voll von schlechten Nachrichten über den Klimawandel.

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© Narcisa Aciko pexels.com
So wird überall der „Global Tipping Points Report 2025“ zitiert, der vor sterbenden Korallenriffen warnt: „Die Meere hätten sich bereits so stark erwärmt, dass sie vermutlich nur noch mit enormen Anstrengungen zu retten sind – falls überhaupt“.

Selbst wenn es gelingen sollte, die Erwärmung auf 1.5 Grad über dem vorindustriellen Niveau zu stabilisieren, sei es sehr wahrscheinlich, dass die Riffe absterben, weil ihre Wohlfühl-Temperatur bei zusätzlichen 1.5 Grad endet. „Das hätte katastrophale Folgen für die Vielfalt des Lebens in den Meeren, für die Nahrungssicherheit von Hunderten Millionen Menschen sowie für den Küstenschutz, da gesunde Riffe natürliche Wellenbrecher sind,“ befürchtet der „SPIEGEL“.
 

Neben diesen wichtigen und notwendigen Meldungen werden allerdings die positiven Nachrichten zum selben Thema leicht verdrängt und vergessen. Dafür zwei aktuelle Beispiele der letzten Tage, die in den Medien zu wenig beachtet wurden:
 

Erstens: In Hamburg haben die Wählerinnen und Wähler den Politikern in einem Volksentscheid einen klaren Auftrag für mehr und schnelleren Klimaschutz erteilt. Eine Bürgerbewegung hat dort nicht nur genügend Menschen dazu gebracht, für ein Volksbegehren zum Klimaschutz abzustimmen, sondern auch noch gewonnen. Die Initiative Hamburger Zukunftsentscheid hat über 300.000 Hamburgerinnen und Hamburger von ihrem Plan für verbindlichen und sozialen Klimaschutz überzeugt.  
 

Der Senat muss nun dafür sorgen, dass die Hansestadt nicht erst 2045, sondern bereits 2040 klimaneutral wird. Das ist ein ehrgeiziges Ziel. Die Klimabewegung ist kein toter Riese, wie auch die meisten Hamburger Politiker vermuteten, sondern  "Der Riese schläft nur" kommentierte Die ZEIT. Zumindest in Hamburg ist das lange vernachlässigte Thema Klimaschutz wieder ganz vorne. Das Beispiel zeigt, dass die Klimabewegung jederzeit wieder aufwachen kann, wie 2019 durch die „Fridays for Future“-Bewegung schon einmal.

Die Strategie der schwarz-roten Koalition und vieler Medien, das Thema einfach totzuschweigen, muss nicht aufgehen. Hamburg kann überall in Deutschland werden. Wenn die Politik das Überlebensthema der Menschheit verschläft und verdrängt, dann müssen die Wählerinnen und Wähler eben selbst die Segel setzen.

Auch in anderen Regionen gibt es Ansätze wie in Hamburg: die zahlreichen Baumentscheid-Initiativen für mehr Stadtgrün, den Volksentscheid Berlin Autofrei oder die Initiativen für eine solare Wärmewende in vielen Städten. Auf Borkum und im bayerischen Reichling wehren sich Bürgerinitiativen gegen neue Gasbohrungen.
 

Zweitens:   Nicht nur in China, auch in  Inden erreichen die erneuerbaren Energien überraschend rasche Fortschritte. Beide Milliardenvölker gehören global zur Spitzengruppe beim Umstieg von fossiler Energie zu Öko-Energien. Der Ausbau erneuerbarer Energien verläuft viel schneller als geplant.
 

Indien treibt – wie China – den Ausbau erneuerbarer Energien voran, um seine Klimaziele zu erreichen und seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Das Land liegt weltweit auf Rang 4 bei der installierten Kapazität erneuerbarer Energien und verzeichnet besonders bei der Solarenergie, aber auch bei der Windkraft, ein starkes Wachstum. Bis 2030 strebt Indien an, eine Kapazität von 500 Gigawatt zu erreichen, was zu erheblichen Investitionen im Sektor und zur Entwicklung von Großprojekten wie dem weltgrößten Hybridkraftwerk in Khavda geführt hat. Allein in den letzten neun Monaten wurden in Indien 34 Gigawatt neue Solar- und Windleistung errichtet. Das sind 34.000 Megawatt.
 

Die USA unter Präsident Trump versagen bei der Energiewende. Aber die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt sind inzwischen bei der Energiewende Vorbild für die meisten Entwicklungsländer. Das lässt auch hoffen für die nächste Weltklimakonferenz in Brasilien.


www.Sonnenseite.com   Franz Alt 

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