Landwirtschaft im Klassenzimmer: Kinder entdecken die Vielfalt der Bauernhöfe
Wien - Woher kommen unsere Lebensmittel und wie vielfältig ist Landwirtschaft? Mit den Aktionstagen der Bäuerinnen erhalten jährlich rund 40.000 Volksschulkinder praktische Einblicke in die heimische Landwirtschaft. Heuer steht die „Vielfalt am Bauernhof“ im Mittelpunkt.
Seit 2015 haben bereits rund 366.000 Kinder im Rahmen der Aktionstage Besuch von insgesamt fast 20.000 Bäuerinnen erhalten. Die ersten Klassen lernen dabei unterschiedliche Formen der Land- und Forstwirtschaft kennen, von Gemüse- und Ackerbau über Tierhaltung und Forstwirtschaft bis zu „Schule am Bauernhof“, Urlaub am Bauernhof oder sozialen Angeboten wie Green Care.
„Landwirtschaftliches Wissen geht in der Gesellschaft immer mehr zurück“, erklärt Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger. Begegnungen mit Bäuerinnen und praktische Erfahrungen könnten helfen, Vorurteile abzubauen und das Verständnis für die Entstehung regionaler Lebensmittel zu stärken.
Dabei gehe es um mehr als Landwirtschaftswissen: Wer selbst erlebt, wie Lebensmittel produziert werden, entwickle auch ein stärkeres Bewusstsein für Qualität, Regionalität, Ernährung und nachhaltigen Konsum. Die Aktionstage verstehen sich daher auch als Beitrag zur Ernährungs- und Konsumbildung.
Unterstützt wird dieser Bildungsansatz unter anderem durch den Hochschullehrgang „LEBENSmittelwissen“, den die Bäuerinnen Österreich gemeinsam mit der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik anbieten. Bereits 124 Pädagog:innen haben den Lehrgang absolviert und Projekte von Schulgärten über Kochworkshops bis zu mehrmonatigen Lebensmittelprogrammen umgesetzt.