Laden, wo der Alltag stattfindet: Mer und MPREIS bauen E-Ladeinfrastruktur aus
Elektroautos sollen künftig noch einfacher dort geladen werden können, wo Menschen ohnehin unterwegs sind: beim Einkaufen. Dafür bauen Mer Austria und MPREIS ihre Kooperation beim Ausbau der Ladeinfrastruktur aus. Die erste Phase ist nun abgeschlossen. An 22 MPREIS-Filialen in Tirol, Salzburg und Kärnten stehen insgesamt 90 Ladepunkte zur Verfügung. Der Ausbau weiterer Standorte läuft bereits.
Die Idee dahinter ist einfach: Die Ladezeit wird in den Alltag integriert. Während Kundinnen und Kunden ihren Einkauf erledigen, kann das Elektroauto mit hoher Leistung geladen werden.
„Gemeinsam mit MPREIS bringen wir Ladeinfrastruktur dorthin, wo sie für die Menschen echten Nutzen stiftet – direkt an etablierte Nahversorgungsstandorte und in die Regionen“, sagt Anton Achatz, Geschäftsführer von Mer Austria. Gerade im ländlichen Raum sei ein verlässliches und einfach zugängliches Ladeangebot ein wichtiger Hebel, um Elektromobilität breiter nutzbar und attraktiver zu machen.
Schnellladen mit erneuerbarem Strom
Zum Einsatz kommen Schnellladestationen von Alpitronic mit Ladeleistungen zwischen 50 und 400 kW. Betrieben werden die Ladepunkte mit 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien.
Damit entstehen an den MPREIS-Standorten nicht nur zusätzliche Lademöglichkeiten, sondern zunehmend auch neue Mobilitätsknotenpunkte in den Regionen. Die hohe Ladeleistung ermöglicht es, während eines Einkaufs in relativ kurzer Zeit Energie für die Weiterfahrt nachzuladen.
Auch MPREIS sieht in der Verbindung von Einkauf und Laden großes Potenzial. Mathias Mölk, Mitglied der MPREIS-Geschäftsführung, betont, dass Elektromobilität dort stattfinden müsse, wo Menschen ihren Alltag verbringen. Die MPREIS-, T&G- und miniM-Filialen würden dafür ideale Voraussetzungen bieten.
Laden wird Teil der Nahversorgung
Die Kooperation zeigt einen Trend, der für den weiteren Ausbau der Elektromobilität zunehmend wichtiger wird: Ladeinfrastruktur wird nicht ausschließlich entlang von Autobahnen oder an klassischen Rastplätzen aufgebaut, sondern dort, wo Menschen ohnehin Zeit verbringen: Bei Supermärkten, Einkaufszentren, Arbeitsplätzen oder Freizeiteinrichtungen.
Mit den 90 neuen Ladepunkten wird dieses Konzept nun in Tirol, Salzburg und Kärnten umgesetzt. Weitere MPREIS-Standorte sollen folgen. Damit könnte das Laden während des täglichen Einkaufs für immer mehr E-Auto-Fahrerinnen und -Fahrer zu einer selbstverständlichen Möglichkeit werden - entweder unterwegs, oder wenn sie zuhause keine Lademöglichkeit haben.