Kyoto-Protokoll tritt Mittwoch in Kraft
Am 16. Februar 2005 tritt das Kyoto-Protokoll in Kraft. Bei der Konferenz in Kyoto im Jahr 1997 wurden erstmals Begrenzungen für den Ausstoß von Treibhausgasen festgelegt. Für 25 Industriestaaten und 13 Länder, die sich am Übergang zur Marktwirtschaft befinden, wurden damit Ziele für den maximalen Treibhausgasausstoß im Zeitraum 2008-2012 im Vergleich mit 1990 vereinbart. Weltweit ist eine Verminderung der Emission um 5 Prozent vorgesehen, für die EU-15 gilt ein Reduktionsziel von minus 8 Prozent, für Österreich von minus 13 Prozent.
Bedingung für das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls ist, dass es mindestens 55 Vertragsparteien ratifizieren, worin Vertragsparteien, für die Emissionsbegrenzungen im Kyoto-Protokoll festgelegt sind, mit einem Anteil vertreten sein müssen, der insgesamt mindestens 55 % der gesamten CO2-Emissionen 1990 entspricht.
Mit der Ratifizierung durch die Russische Förderation haben insgesamt 136 Staaten, die 61,6 % der CO2-Emissionen verursachen, das Kyoto-Protokoll angenommen oder sind ihm beigetreten. Das bedeutet, dass das Kyoto-Protokoll und die damit verbundenen Reduktionsziele nunmehr völkerrechtlich verbindlich werden. Lediglich vier Industriestaaten haben das Kyoto-Protokoll bislang nicht ratifziert: Australien, Liechtenstein, Monaco und die USA. Australien und USA sind gemeinsam für mehr als 30 % der Treibhausgasemissionen der Industriestaaten verantwortlich.Österreich und die EU-15 haben das Kyoto-Protokoll bereits am 31.5.2002 ratifiziert
Bedingung für das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls ist, dass es mindestens 55 Vertragsparteien ratifizieren, worin Vertragsparteien, für die Emissionsbegrenzungen im Kyoto-Protokoll festgelegt sind, mit einem Anteil vertreten sein müssen, der insgesamt mindestens 55 % der gesamten CO2-Emissionen 1990 entspricht.
Mit der Ratifizierung durch die Russische Förderation haben insgesamt 136 Staaten, die 61,6 % der CO2-Emissionen verursachen, das Kyoto-Protokoll angenommen oder sind ihm beigetreten. Das bedeutet, dass das Kyoto-Protokoll und die damit verbundenen Reduktionsziele nunmehr völkerrechtlich verbindlich werden. Lediglich vier Industriestaaten haben das Kyoto-Protokoll bislang nicht ratifziert: Australien, Liechtenstein, Monaco und die USA. Australien und USA sind gemeinsam für mehr als 30 % der Treibhausgasemissionen der Industriestaaten verantwortlich.Österreich und die EU-15 haben das Kyoto-Protokoll bereits am 31.5.2002 ratifiziert
Wien ist gut auf dem Weg zur Klimamusterstadt
Die Stadt Wien hat bereits 1999 mit dem Klimaschutzprogramm (KliP) ein besonders ehrgeiziges und engagiertes Umweltprogramm ins Leben gerufen. Seine Umsetzung bis ins Jahr 2010 soll Wien zur Klimamusterstadt machen. "Insgesamt konnten durch die bisherige Umsetzung von KliP-Maßnahmen jährliche CO2-Emissionen von rund zwei Millionen Tonnen vermieden werden", so die Klimaschutzkoordinatorin Mag. DDr. Christine Fohler-Norek. Im Zeitraum 1990 bis 2002 wurden die jährlichen Wiener CO2-Emissionen um 3 Prozent auf rund 6,3 Mio t verringert, das entspricht 4 t CO2 pro Kopf. Im Vergleich dazu liegt die pro Kopf Emission in der EU-15 bei 8,9 t und in den USA gar bei 20 t. Die größten Erfolge konnten in den Bereichen Fernwärmeausbau, Effizienzsteigerungen in den Kraftwerken, Wärmedämmung von Gebäuden sowie Ausbau des öffentlichen Verkehrs erzielt werden.
Stadt Wien setzt stark auf erneuerbare Energie
So wurden in Wien etwa bereits zahlreiche Ökostrom-Anlagen realisiert, z.B. zahlreiche Photovoltaikanlagen, eine Kleinwasserkraftanlage, die Deponiegasverstromungsanlage Rautenweg sowie acht Windkraftanlagen. Darüber hinaus sind entlang der Wiener Hochquellenwasserleitungen zahlreiche Photovoltaikanlagen und Trinkwasserkraftwerke im Einsatz. In Kürze erfolgt auch der Baubeginn für den Windpark "Unterlaa".
Der Einsatz erneuerbarer Energieträger soll nun weiter forciert werden: Das geplante Biomasse-Kraftwerk Simmering soll 2006 in Betrieb gehen und eine Leistung von rund 60 MW haben. Damit kann ab 2006 eine weitere Reduktion um 144.000 Tonnen CO2 jährlich erreicht werden. Ab 2005 wird eine weitere Anlage zur Erzeugung von Ökostrom in Betrieb gehen, und zwar eine Biogasanlage. In dieser Anlage sollen in einer ersten Ausbaustufe ca. 15.000 Tonnen Bioabfall und Speisereste pro Jahr vergoren werden und aus dem dabei entstehenden Biogas in einem Gasmotor Strom und Wärme gewonnen werden. Ebenfalls ab 2005 soll ein neues Kleinwasserkraftwerk in Nussdorf am Beginn des Donaukanals etwa 24,6 Mio. kWh Strom pro Jahr liefern und damit rund 10.000 Wiener Haushalte mit Energie versorgen. In die Wehranlage werden zwölf Matrixturbinen mit einer Leistung von 4,8 MW eingebaut. Künftig wird vermehrt auch Erdwärme genutzt werden. Seit 12.2.04 wird die Sportmittelschule der Stadt Wien in Hadersdorf mit Wärme aus dem Lainzer Tunnel beheizt. Der Einsatz von Erdwärmeanlagen ist auch bei der Verlängerung der U2 geplant. In vier der bis 2008 zu errichtenden Stationen wird erstmals Erdwärme zur Stationsheizung bzw. -kühlung verwendet werden. Bei den Wiener Linien geht man davon aus, dass dadurch die Energiekosten um etwa 60 % gesenkt werden können.
Der Einsatz erneuerbarer Energieträger soll nun weiter forciert werden: Das geplante Biomasse-Kraftwerk Simmering soll 2006 in Betrieb gehen und eine Leistung von rund 60 MW haben. Damit kann ab 2006 eine weitere Reduktion um 144.000 Tonnen CO2 jährlich erreicht werden. Ab 2005 wird eine weitere Anlage zur Erzeugung von Ökostrom in Betrieb gehen, und zwar eine Biogasanlage. In dieser Anlage sollen in einer ersten Ausbaustufe ca. 15.000 Tonnen Bioabfall und Speisereste pro Jahr vergoren werden und aus dem dabei entstehenden Biogas in einem Gasmotor Strom und Wärme gewonnen werden. Ebenfalls ab 2005 soll ein neues Kleinwasserkraftwerk in Nussdorf am Beginn des Donaukanals etwa 24,6 Mio. kWh Strom pro Jahr liefern und damit rund 10.000 Wiener Haushalte mit Energie versorgen. In die Wehranlage werden zwölf Matrixturbinen mit einer Leistung von 4,8 MW eingebaut. Künftig wird vermehrt auch Erdwärme genutzt werden. Seit 12.2.04 wird die Sportmittelschule der Stadt Wien in Hadersdorf mit Wärme aus dem Lainzer Tunnel beheizt. Der Einsatz von Erdwärmeanlagen ist auch bei der Verlängerung der U2 geplant. In vier der bis 2008 zu errichtenden Stationen wird erstmals Erdwärme zur Stationsheizung bzw. -kühlung verwendet werden. Bei den Wiener Linien geht man davon aus, dass dadurch die Energiekosten um etwa 60 % gesenkt werden können.
Solarinitiative "Sonne für Wien"
Um die Nutzung der Sonnenenergie noch weiter voran zu treiben startet die Initiative "Sonne für Wien" unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima auf der Messe "Bauen & Energie" (17. - 20.2.05). 1100 Kilowattstunden Sonnenenergie treffen in Wien pro Quadratmeter und Jahr auf eine nach Süden geneigte Fläche. Soviel Energie wie in 110 Liter Heizöl steckt. Die Sonnenenergie ist schadstoff- und kohlendioxidfrei. Sie belastet daher Umwelt und Klima nicht. Diese Energie können wir nutzen. Dazu stehen zwei Technologien zur Verfügung: Solarthermie und Photovoltaik.
(**) Solarthermie: Wärme aus der Sonne - Sonnenenergie für die Warmwasserbereitung, auch ein Beitrag zur Raumheizung ist möglich
(**) Photovoltaik: Strom aus der Sonne, mit oder ohne Einbindung ins Stromnetz
Zahlreiche Veranstaltungen sollen dazu beitragen, die Nutzung der Sonnenenergie weiter zu verstärken. Durch gezielteÖffentlichkeitsarbeit und Umweltbildungsmaßnahmen werden die Vorteile der Solarenergie für die Menschen und das Klima herausgearbeitet und die Chancen für den Einzelnen aufgezeigt. Denn immerhin hat Wien die beste Solarförderung österreichweit, d.h. in keinem anderen Bundesland gibt es höhere Zuschüsse pro Anlage.
Die nächste Gelegenheit sich darüber ausgiebig zu informieren gibt es auf der "Bauen & Energie Messe" in der Halle B/Stand 0128. Weitere Informationen und Termine für die geplanten Aktivitäten findet man unter http://www.wien.at/umwelt/klimaschutz/
Quelle: PID Rathauskorrespondenz
(**) Solarthermie: Wärme aus der Sonne - Sonnenenergie für die Warmwasserbereitung, auch ein Beitrag zur Raumheizung ist möglich
(**) Photovoltaik: Strom aus der Sonne, mit oder ohne Einbindung ins Stromnetz
Zahlreiche Veranstaltungen sollen dazu beitragen, die Nutzung der Sonnenenergie weiter zu verstärken. Durch gezielteÖffentlichkeitsarbeit und Umweltbildungsmaßnahmen werden die Vorteile der Solarenergie für die Menschen und das Klima herausgearbeitet und die Chancen für den Einzelnen aufgezeigt. Denn immerhin hat Wien die beste Solarförderung österreichweit, d.h. in keinem anderen Bundesland gibt es höhere Zuschüsse pro Anlage.
Die nächste Gelegenheit sich darüber ausgiebig zu informieren gibt es auf der "Bauen & Energie Messe" in der Halle B/Stand 0128. Weitere Informationen und Termine für die geplanten Aktivitäten findet man unter http://www.wien.at/umwelt/klimaschutz/
Quelle: PID Rathauskorrespondenz