Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie(current)2
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ersatz fossiler Energie

Künstliche Photosynthese – Von der Natur lernen

05.01.2017

Ein neuartiges Kohlenstoffnitrid–Polymer speichert licht–induzierte Elektronen und gibt sie nach Bedarf frei

© Josch13/ pixabay.com
© Josch13/ pixabay.com
Ein Team um Bettina Lotsch, Professorin am Department Chemie der LMU und am Max–Planck–Institut für Festkörperforschung in Stuttgart, hat auf Basis eines graphitähnlichen Kohlenstoffnitrides ein Polymer entwickelt, das einen wichtigen Teilschritt der „künstlichen Photosynthese„ – die photokatalytische Entwicklung des solaren Brennstoffes Wasserstoff – dem Vorbild der Natur effektiver nachahmt als bisherige Materialen. Es speichert Elektronen, die durch Licht in Gegenwart eines Elektronendonors erzeugt wurden, und kann sie nach Bedarf wieder abgeben. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher aktuell in der Fachzeitschrift „Angewandte Chemie„.
Mithilfe des neuartigen Kohlenstoffnitrid–Polymers lassen sich die Prozesse der künstlichen Photosynthese entkoppeln. Wie in der Natur wird zunächst Lichtenergie aufgenommen. Die durch Licht und einen Elektronendonor generierten Elektronen werden im Material in Form ultralanglebiger Radikale gespeichert, die durch eine intensive Blaufärbung erkennbar sind. Die im Licht gebildeten Elektronen werden dann – durch Zugabe eines Co–Katalysators – nach Bedarf freigesetzt und für die Produktion von Wasserstoff verwendet. Durch die zeitverzögerte Freisetzung der Elektronen ist die Wasserstoffproduktion unabhängig von der direkten Sonneneinstrahlung und kann sogar im Dunkeln stattfinden. „Beide Prozesse – die Photoreduktion in der Lichtphase und die katalytische Umsetzung zu Wasserstoff in der Dunkelphase – finden im selben Material statt. Das ist ein großer Vorteil gegenüber bisherigen Ansätzen, in denen sich die Bildung und der Verbrauch der Ladungsträger nicht entkoppeln lassen oder – wie in der Natur – eine komplexe Elektronentransportkette durchlaufen werden muss, um Energie in Form der Moleküle NADPH und ATP zu speichern„, sagt Bettina Lotsch. Das verwendete Polymer ist zudem preiswert und einfach in der Herstellung.
Das neuartige Material bietet sich als Speichermedium für Sonnenenergie an. „Unser System kann Sonnenenergie speichern und zeitverzögert freisetzen„, sagt Filip Podjaski, Doktorand in der Arbeitsgruppe von Bettina Lotsch. Die LMU/Max–Planck–Chemiker hoffen, dass sich daraus solare Energiespeicher entwickeln lassen, die entkoppelt von der Verfügbarkeit der Sonneneinstrahlung Energie in Form von solaren Brennstoffen nach Bedarf abgeben können.
Publikation:
Vincent Wing–hei Lau, Daniel Klose, Hatice Kasap, Filip Podjaski, Marie–Claire Pignié, Erwin Reisner, Gunnar Jeschke, and Bettina V. Lotsch:
Dark Photocatalysis: Storage of Solar Energy in Carbon Nitride for Time–Delayed Hydrogen Generation
In: Angewandte Chemie (DOI: 10.1002/ange.201608553)
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/anie.201608553/abstract
  • Drucken
  • Empfehlen
05.01.2017 | Gastautor*In: Luise Dirscherl
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Gefahren und Entsorgungsskandal des AKW Gundremmingen ernst nehmen

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Wirtschaftskammer auf klimapolitischem Trump–Kurs

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Sonntag, 6. September 2026, 70.080 Artikel Online

Weitere Themen

  • Solarenergie: Der Retter für Europas Stromnetz
  • EU-Streit um Sondersteuer auf Ölkonzerne spitzt sich zu
  • Trump-Regierung will Klimaschutz bei Kraftwerken zurückdrehen
  • Greenpeace fordert Kurswechsel bei OMV unter neuer CEO Emma Delaney
  • Alice Weidel mischt sich in Österreichs Energie- und Klimapolitik ein
  • Tschechien:  Nach zehn Jahren ist Schluss mit den Plänen für eine neue Uranmine bei Brzkov  
  • ČEZ: Jährlich bis zu 12 Milliarden Kronen Investitionen für längere AKW-Laufzeit
  • Burgenland auf dem Weg zur Energieunabhängigkeit: Burgenland Energie zieht Fünf-Jahres-Bilanz
  • oekostrom AG baut Erzeugung kräftig aus und verbessert Halbjahresergebnis
  • Burgenland steigert Erneuerbaren-Anteil von 50 auf 70 Prozent
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
13.317 Artikel | Seite 1 von 1.332

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
© Josch13/ pixabay.com

© Josch13/ pixabay.com