Kühberger fordert Nutzung von Elektroautos als Stromspeicher
Elektroautos könnten künftig nicht nur Strom aufnehmen, sondern auch zurück ins Hausnetz oder ins öffentliche Netz einspeisen – ein entscheidender Beitrag zu Energieunabhängigkeit und Netzstabilität, so Kühberger.
Ein Antrag der Regierungsfraktionen fordert die Bundesregierung auf, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Technologien wie „Vehicle to Home“ (V2H) und „Vehicle to Grid“ (V2G) in der breiten Anwendung ankommen. „Diese Technologie ist bereits verfügbar – jetzt müssen wir sie aus dem Labor in die heimischen Garagen bringen“, betont der ÖVP-Abgeordnete.
Durch V2H könnten Haushalte ihre E-Auto-Batterien als zusätzlichen Speicher für etwa selbst erzeugten Solarstrom nutzen. V2G wiederum ermögliche es, überschüssige Energie ins Netz zurückzuspeisen und damit Lastspitzen zu reduzieren. Angesichts von 5,2 Millionen Pkw in Österreich - darunter bereits 250.000 Elektroautos – sieht Kühberger ein enormes Speicherpotenzial. Schon jetzt könnten die E-Autos rund acht Gigawattstunden Energie puffern.
Eine Studie des VCÖ zeige zudem, dass Autos durchschnittlich nur eine Stunde am Tag genutzt werden. „In den restlichen 23 Stunden könnten sie als flexible Energiespeicher für Haushalte, Betriebe oder das Stromnetz dienen“, so Kühberger.
Für Konsumentinnen und Konsumenten sieht der Mandatar mehrere Vorteile: niedrigere Stromkosten durch intelligentes Laden und Entladen, mehr Unabhängigkeit vom Energiemarkt, höhere Nutzung von selbst produziertem Solarstrom und ein zentraler Beitrag zur Energiewende – ohne zusätzliche Batteriespeicher anschaffen zu müssen.
Kühberger betont abschließend, dass die Speicherkapazität aller Elektroautos in Österreich bereits jener Energiemenge entspricht, die sämtliche Photovoltaikanlagen des Landes in einer Stunde Volllast erzeugen.