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Klimawandel:  Zehn Jahre nach Paris wächst die Unsicherheit

25.11.2025

Der Markt für erneuerbare Energien wächst rasant- aber es braucht noch mehr!

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© Narcisa Aciko pexels.com
BloombergNEF hat anlässlich der Klimakonferenz spannende Zahlen zusammengefasst- Ein Überblick daraus: Zehn Jahre sind seit dem historischen Pariser Klima-Abkommen bereits vergangen. Doch statt Aufbruch dominiert derzeit Unsicherheit: Handels- und geopolitische Spannungen nehmen zu, einige Staaten zweifeln ihre Klimaziele an - und die USA stellen die globale Erwärmung offen infrage. 

Gleichzeitig erreicht der Markt für saubere Energien Rekordhöhen. Laut BloombergNEF (BNEF) wurden allein im ersten Halbjahr 2025 weltweit 386 Milliarden US-Dollar in Solar-, Wind- und andere erneuerbare Projekte investiert – ein Allzeithoch. Trotz dieser positiven Dynamik  läuft die Energiewende  noch zu langsam, um das Pariser Ziel der Klimaneutralität zu halten.
 

Hohe Schäden, ungleiche Investitionen 

Die physischen Folgen des Klimawandels verursachen bereits heute wirtschaftliche Schäden von mindestens 1,4 Billionen US-Dollar jährlich, wie BloombergNEF feststellt. Wie gut Länder auf diese Risiken vorbereitet sind, entscheidet zunehmend über die Widerstandsfähigkeit ihrer Volkswirtschaften.

Während China seine führende Rolle ausbaut und 44 % der globalen Investitionen in diesem Sektor tätigt, verschieben sich die Ströme zwischen den Industrieländern: In den USA brachen die Investitionen infolge politischer Veränderungen um 36 % ein, die EU hingegen verzeichnete ein kräftiges Plus von 63 %.
 

Schwellenländer kommen trotz Wachstums weiterhin zu kurz. Sie erhielten 2024 nur 19 % der globalen Mittel für saubere Energien. Vor allem einkommensschwächere Länder bleiben deutlich unterversorgt.
 

Solar dominiert – Industriepolitik kehrt zurück 

Im Jahr 2024 stammten 75 % der weltweit neu installierten Stromkapazität aus Solarenergie – ein drastischer Anstieg gegenüber 20 % im Jahr 2015. Sinkende Preise und flexible Einsatzmöglichkeiten treiben diesen Boom.

Parallel nimmt der Protektionismus zu. Vor allem die USA erhöhen Zölle auf Cleantech-Produkte, während viele Schwellenländer ihre Märkte bislang vergleichsweise offen halten – jedoch zunehmend über eigene Schutzmaßnahmen nachdenken. Weltweit rückt Industriepolitik wieder ins Zentrum: Unterschiedlichste Staaten wollen lokale Fertigung für Batterien, Elektrofahrzeuge sowie Wind- und Solartechnik aufbauen.
 

Verkehr und Rechenzentren verändern Energiemärkte 

Die Elektrifizierung des Verkehrs spart bereits heute rund 2 Millionen Barrel Öl pro Tag ein – so viel wie Deutschland verbraucht. Dennoch verschiebt sich der prognostizierte Höhepunkt der Straßennachfrage nach Öl leicht nach hinten, da die USA beim Ausbau der Elektromobilität hinterherhinken.

Gleichzeitig wächst der Energiehunger digitaler Infrastrukturen rapide. BNEF zufolge könnten neue Rechenzentren in den USA bis 2035 einen zusätzlichen Gasbedarf erzeugen, der mehr als 8 % des heutigen Verbrauchs entspricht.

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