Klimawandel: Hamburger fühlen sich zunehmend persönlich bedroht
Der Klimawandel wird in Hamburg zunehmend als persönliche Bedrohung wahrgenommen. Das zeigt die aktuelle Langzeitstudie des Helmholtz-Zentrums Hereon zum Risikobewusstsein der Hamburger Bevölkerung. 64 Prozent der Befragten halten es mittlerweile für möglich, selbst von einer Naturkatastrophe betroffen zu sein – so viele wie noch nie seit Beginn der Erhebungen.
Als größte Gefahren für Hamburg gelten weiterhin Sturmfluten und Überschwemmungen, gefolgt von Stürmen. Besonders deutlich gestiegen ist das Risikobewusstsein bei den 14- bis 39-Jährigen: 45 Prozent sehen den Klimawandel als große Bedrohung für die Stadt, sieben Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
Auch die persönliche Vorsorge nimmt zu. 57 Prozent legen Notvorräte an, während 76 Prozent weiterhin Warn- und Wetter-Apps nutzen. Gleichzeitig ist die Bereitschaft, sich gegen Klimaschäden zu versichern, auf einen neuen Tiefstand gesunken.
Insgesamt sehen 63 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger den Klimawandel als große oder sehr große Bedrohung für ihre Stadt. Die jährlich seit 2008 durchgeführte Studie zeigt damit, dass der Klimawandel trotz wechselnder gesellschaftlicher Debatten für eine stabile Mehrheit ein ernstzunehmendes Risiko bleibt.