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Klimastreik und Klimacamp auf Borkum: Protest gegen geplante Gasbohrungen im Wattenmeer

29.08.2025

Klimacamp mit Klimastreik vom 4. bis 7. September auf Borkum: DUH und Fridays for Future demonstrieren gegen Gasbohrungen im Wattenmeer * DUH klagt mit Stadt Borkum und Bürgerinitiative weiter gegen Genehmigungen der Bohrungen auf deutscher und niederländischer Seite

SanddünenBorkum.jpg
Borkum © BabaMu pixabay.com
Klimaprotest muss Druck machen: Trotz laufender Gerichtsverfahren drohen irreparable Schäden im Weltnaturerbe und an EU-rechtlich geschützten Riffen
 

Berlin- : Der niederländische Konzern One-Dyas plant Erdgasbohrungen vor Borkum in unmittelbarer Nähe zum UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) klagt gemeinsam mit der Stadt Borkum und der Bürgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland e.V. gegen Genehmigungen in Deutschland und in den Niederlanden sowie gegen die Verlegung eines Stromkabels, mit dem die Gasförderplattform angeblich klimaneutral betrieben werden soll.

Gerade jetzt ist Protest auf Borkum besonders wichtig: Mit dem bevorstehenden Beginn der Bauarbeiten drohen unumkehrbare Schäden an sensiblen Ökosystemen, während die Gerichte in den Hauptverfahren noch nicht entschieden haben. Die DUH demonstriert deshalb gemeinsam mit Fridays for Future vom 4. bis 7. September 2025 im Klimacamp auf Borkum und lädt zum Klimastreik am Freitag, den 5. September um 12 Uhr am Inselbahnhof ein. Das Camp bietet Workshops, Konzerte und Lesungen unter anderem mit Klimaaktivistin Luisa Neubauer.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Obwohl Energieministerin Reiche die Alarmstufe Gas erst kürzlich auf die Frühwarnstufe herabgesetzt hat, liefert die Bundesregierung Borkum und das Wattenmeer der fossilen Industrialisierung aus. Das ist nicht nur ein klimapolitischer Rückschritt, sondern beweist auch mangelnden Respekt gegenüber den noch laufenden Gerichtsverfahren. Wertvolle Riffe und bedrohte Tiere wie der Schweinswal dürfen nicht zu den Opfern fossiler Profitgier werden. Wir machen deshalb gemeinsam mit Fridays for Future Druck und gehen auch gerichtlich mit der Stadt Borkum und der Bürgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland gegen die umweltschädlichen Gasbohrungen vor Borkum vor.“

Nele Evers, Fridays for Future: „Die geplanten Gasbohrungen vor Borkum stehen sinnbildlich für den fatalen klimapolitischen Kurs der Regierungskoalition. Anstatt konsequent auf den Ausbau erneuerbarer Energien zu setzen, verschärft diese Politik die Klimakrise weiter und trägt dazu bei, unsere Abhängigkeit von fossilen Energien auf Jahrzehnte zu zementieren. Damit sendet die Bundesregierung ein fatales Signal: Die Zukunft meiner Generation und der Schutz des einzigartigen Wattenmeers wiegen offenbar weniger als kurzfristige Profitinteressen eines Konzerns. Politik, die so offensichtlich an den Bedürfnissen der Menschen vorbei gemacht wird, dürfen wir nicht hinnehmen. Deshalb protestieren wir am Ort der Klimazerstörung, um der Bundesregierung unmissverständlich zu zeigen: Rückschritte bei Klima- und Naturschutz werden wir nicht akzeptieren!“

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