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Klimaschutz muss beim Verkehr ansetzen!

01.07.2007

Nach Wetterkapriolen und zahlreichen Klimastudien muss Regierung endlich wirksame Klimaschutzmaßnahmen ergreifen

ja © Pixelquelle.de
ja © Pixelquelle.de
Wien – Hitzesommer mit verstärkt auftretenden Extremwetterereignissen werden aufgrund der Erderwärmung in Zukunft häufiger vorkommen. Für die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 wird es immer dringlicher, dass die österreichische Regierung rasch wirksame Maßnahmen zum Schutz des Klimas ergreift. Die Fakten liegen auf dem Tisch, noch hat die Menschheit Zeit, die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Diese Chance darf nicht ungenützt bleiben. „Wer Klimaschutz will, muss sich mit dem Verkehrssektor befassen. Dort werden österreichweit die meisten Treibhausgase freigesetzt und dort sind die Zuwachsraten am höchsten„, so Heinz Högelsberger, GLOBAL 2000 Verkehrsreferent. GOBAL 2000 schlägt gleich mehrere Maßnahmen vor, um die CO²–Emissionen beim Verkehr in den Griff zu bekommen. „Zuerst muss es einen generellen Baustopp im Falle von klimaschädlicher und verkehrsfördernder Infrastruktur geben„, fordert Högelsberger und nennt als Beispiele die Nord– bzw. Lobau–Autobahn, sowie die für Wien–Schwechat geplante 3. Startbahn. „Die neue Startbahn würde den Flugverkehr massiv fördern und mit einer ungefähren Klimaschädlichkeit von einer Millionen Tonnen CO² pro Jahr das Klima weiter anheizen! Das kann sich Österreich mit seiner ohnehin schlechten Klima–Bilanz nicht leisten!„
Weiters hat GLOBAL 2000 mit einer Studie nachweisen können, dass ein konsequentes Tempolimit von 80 km/h auf Landstraßen und 110 km/h auf Autobahnen zu einer jährlichen Ersparnis von 1,5 Millionen Tonnen CO² führen könnte. Zusätzlich fordert GLOBAL 2000 eine flächendeckende LKW–Maut auf allen Straßen, sowie eine Angleichung der Treibstoffpreise auf das Niveau der Nachbarländer. „Diese beiden Maßnahmen würden zu einer Fülle von vorteilhaften Effekten führen: Minimierung des LKW–Transits, erhöhte Konkurrenzfähigkeit der Bahn, Ende des Tanktourismus, sowie Reduzierung des PKW–Verkehrs. All das würde sich positiv auf die Klima–Bilanz auswirken,„ so Högelsberger. Gleichzeitig muss aber auch die klimafreundliche Mobilität gefördert werden, sei es durch die Attraktivierung der Bahn, sei es durch Maßnahmen, die im Kurzstreckenverkehr das Radfahren wieder alltagstauglicher machen. „Mit der erfolgreichen Aktion fahrRadpass zeigt GLOBAL 2000, wie man die Verkehrspolitik intelligent und klimaschonend gestalten kann. Um den Klimawandel in den Griff zu bekommen, benötigen wir ein ganzes Bündel an Maßnahmen. Die Regierung muss endlich anfangen, diese umzusetzen„, fordert Högelsberger abschließend.
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01.07.2007 | Autor*in: holler
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