Klima & Umwelt Filmfestival Baden: Filme, die zum Handeln anregen sollen
Seit 13 Jahren bringt das Festival Filme auf die Leinwand, die im regulären Kinoprogramm häufig kaum zu sehen sind. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die Filme selbst, sondern auch der Austausch mit Filmschaffenden, Wissenschaftler:innen, Umweltexpert:innen, Schüler:innen und dem Publikum.
Die Themen könnten aktueller kaum sein. Extreme Hitze, lange Trockenperioden, Tropennächte und gleichzeitig immer wieder Starkregen machen die Folgen der Klimaveränderung auch in Österreich spürbar.
Das Festival will dabei allerdings nicht bei Krisenszenarien stehen bleiben. Die Veranstalter setzen auf Geschichten, Bilder und wissenschaftliche Perspektiven, die zeigen, welche Möglichkeiten zum Handeln bestehen und wie Veränderung gelingen kann.
„Mit auserlesenen Filmen und Experten wollen wir das Publikum zum Handeln inspirieren – und mit eindrucksvollen Bildern zeigen, warum es sich lohnt, unsere Welt zu bewahren“, lautet das Ziel des Festivals.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem internationalen Kurzfilmwettbewerb „ClimateShorts“. Filmemacher:innen aus aller Welt reichen dafür kurze Beiträge zu Klima- und Umweltthemen ein. Heuer wurden laut Festivalleitung Beiträge aus 53 Ländern eingereicht. Im Programm werden daraus internationale Kurzfilme präsentiert.
Zu den Höhepunkten des heurigen Festivals zählen vier Österreich-Premieren, darunter ein Film, der 2026 beim Sundance Film Festival ausgezeichnet wurde. Dazu kommen vier Niederösterreich-Premieren.
Damit will Baden auch heuer Filme zeigen, die sonst nur selten den Weg in österreichische Kinos finden. Gerfried Koch von der Klimamodellregion Baden und Festivalleiter betont, dass sich das Festival seit seinen Anfängen deutlich weiterentwickelt habe. Aus der ursprünglichen Idee, in Baden eine Filmreihe für Klima und Umwelt zu etablieren, sei inzwischen ein international beachtetes Festival geworden.
Ein wesentlicher Bestandteil des Festivals sind die begleitenden Gespräche. Bei sieben Experten-Talks mit insgesamt 17 Podiumsgästen werden die Themen der Filme vertieft und aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert.
Für Christa Ruspeckhofer, Mitglied der Geschäftsleitung der Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich, ist gerade dieser Austausch wichtig. Der Klimawandel müsse nicht nur beobachtet werden, sondern erfordere aktives Handeln – etwa durch den Ausbau erneuerbarer Energien und einen sorgsamen Umgang mit der Natur.
Auch Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli sieht das Festival als wichtigen Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt. Es verbinde künstlerische Qualität mit der Auseinandersetzung über den Umgang mit Natur und Ressourcen und mache Baden zugleich zu einem Ort der Begegnung.
Alexander Syllaba, Geschäftsführer von Cinema Paradiso, bezeichnet die Veranstaltung inzwischen als Festival mit überregionaler Bedeutung. Andreas Sattra, Standortleiter des Cinema Paradiso Baden und ebenfalls Festivalleiter, sieht das diesjährige Programm sowohl quantitativ als auch qualitativ als wichtigen Schritt.
Das Festival wird in Kooperation von Cinema Paradiso Baden, der Stadtgemeinde Baden und der Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich umgesetzt. Unterstützt wird es unter anderem von der Sparkasse Baden und dem Klima- und Energiefonds. Neu hinzugekommen sind heuer BESTLIST Immobilien und das Antiquariat Kainbacher als lokale Partner.
Damit soll das Festival nicht nur Filme zeigen, sondern einen Raum schaffen, in dem Kino, Wissenschaft, Klimaschutz und gesellschaftlicher Dialog zusammenkommen.
13. Klima & Umwelt Filmfestival Baden
1.–8. Oktober 2026, Baden
27 Filme | 4 Österreich-Premieren | 4 Niederösterreich-Premieren | 7 Experten-Talks | 3 Live-Acts | internationaler Kurzfilmwettbewerb „ClimateShorts“