Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien(current)2
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. weitere Energien

Kleines Kraftwerk, große Auswirkung: Cyberangriff zeigt neue Risiken für die Energieversorgung

27.08.2026

Ein Cyberangriff, der mit iranischen Hackern in Verbindung gebracht wird, hat eine kleine Energieanlage im Vereinigten Königreich für vier Tage außer Betrieb gesetzt.

computerhandkeyboard.jpg.jpg
© freepik.com
London  - Für die Stabilität des britischen Stromnetzes hatte der Vorfall nach bisherigen Informationen keine Folgen. Für die Sicherheit der Energieinfrastruktur ist er jedoch ein deutliches Warnsignal.

Denn der Angriff zeigt, dass Cyberattacken nicht mehr nur Daten und Computersysteme betreffen. Sie können zunehmend direkt in den physischen Betrieb von Energieanlagen eingreifen. Die britische Regierung betonte zwar, dass weder das überregionale Stromnetz gefährdet war noch Haushalte ohne Strom blieben. Nach dem Vorfall wurden  Energieunternehmen in Groß-Britannien jedoch aufgefordert, ihre Schutzmaßnahmen gegen Cyberangriffe weiter zu verstärken.
 

Digitalisierung schafft neue Angriffsflächen

Kraftwerke, Netze und immer mehr kleinere Energieanlagen werden über Sensoren, digitale Steuerungen und Fernzugriffe miteinander verbunden. Das macht den Betrieb effizienter und flexibler, vergrößert aber gleichzeitig die Zahl potenzieller Einfallstore für Angreifer.

Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt seit Jahren vor der wachsenden Zahl von Cyberangriffen auf den Energiesektor. Besonders kritisch sind industrielle Steuerungs- und Betriebssysteme, über die Angreifer im schlimmsten Fall direkt auf technische Anlagen zugreifen können.

Ein kleiner Angriff kann dabei strategisch bedeutsam sein: Wer erfolgreich in die Steuerung einer Anlage eindringt, kann nicht nur einen begrenzten Betriebsausfall verursachen, sondern auch wertvolle Erkenntnisse über Sicherheitsvorkehrungen und technische Abläufe gewinnen.
 

Ukraine als mahnendes Beispiel

Wie weitreichend solche Angriffe werden können, zeigte bereits der russische Cyberangriff auf die ukrainische Energieversorgung im Dezember 2015. Damals wurden aus der Ferne Schalter in Stromverteilnetzen betätigt. Rund 230.000 Kunden waren zeitweise ohne Strom. Zusätzlich wurden Kommunikationssysteme der Energieunternehmen gestört und Schadsoftware eingesetzt, um die Wiederherstellung zu erschweren.
 

Der britische Vorfall ist mit diesem Angriff weder hinsichtlich des Ausmaßes noch der Folgen vergleichbar. Gemeinsam ist beiden Fällen jedoch die entscheidende Erkenntnis: Die Grenze zwischen Cyberangriff und physischem Angriff auf kritische Infrastruktur verschwimmt.
 

Gerade mit dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien, dezentraler Anlagen, Batteriespeicher und intelligenter Netze wird Cybersicherheit damit zu einem immer wichtigeren Bestandteil der Energiewende. Digitalisierung kann die Energieversorgung effizienter und flexibler machen – sie muss aber mit einem ebenso raschen Ausbau der Cyberresilienz einhergehen.
 

Der kleine britische Energieausfall mag deshalb glimpflich ausgegangen sein. Seine eigentliche Bedeutung liegt in der Warnung: Was digital erreichbar ist, kann im Energiesektor zunehmend auch physisch wirksam werden.

  • Drucken
  • Empfehlen
27.08.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

60 Millionen Euro für die industrielle Transformation: 34 Innovationsprojekte starten

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

CCS ist teure Scheinlösung – Milliarden in echte Klimaschutzmaßnahmen statt CO₂-Endlager

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Sonntag, 13. September 2026, 70.133 Artikel Online

Weitere Themen

  • BAUHAUS setzt auf Batteriespeicher statt Einspeisung
  • Münchner Batterie-Start-up Furo erhält 4 Millionen Dollar
  • Energieeffizienz: Österreich startet neuen Finanzierungs-Hub
  • Leopoldsdorf: Rechenzentrum-UVP darf kein Einzelfall bleiben
  • Mehr Energie bei gleichem Gewicht: Fraunhofer ISE entwickelt neue Batteriezell-Architektur
  • Novartis ersetzt Erdgas durch Strom: Tiroler Werke sparen 20.600 Tonnen CO₂ pro Jahr
  • Verteilnetzbetreiber müssen Stromnetze fit für PV und Speicher machen
  • Das Energiesystem der Zukunft wird digital, resilient und souverän
  • Stromfreie Festkörperkühlung: Aus Wärme wird Kälte 
  • 60 Millionen Euro für die industrielle Transformation: 34 Innovationsprojekte starten
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
3.147 Artikel | Seite 1 von 315

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
computerhandkeyboard.jpg.jpg

© freepik.com