Klarer SIeger bei Wahl zum besten Bahnhof Österreichs
Bei den Bahnhöfen außerhalb der Landeshauptstädte holte sich Lienz in Osttirol den ersten Platz, gefolgt von Rankweil (Vorarlberg) und Kitzbühel (Tirol). In der Kategorie „schönster Bahnhof“ überzeugten die Fahrgäste der Wiener Hauptbahnhof und erneut Lienz.
Bewertet wurden die Bahnhöfe nach 15 Kriterien, darunter Erreichbarkeit, Komfort und Ausstattung.
Am Westbahnhof lobten Fahrgäste besonders die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die Erreichbarkeit zu Fuß, die Anzahl der Ticketautomaten sowie die Helligkeit des Gebäudes.
Der Hauptbahnhof St. Pölten punktete mit Barrierefreiheit sowie guter Rad- und Fußgängeranbindung.
Am Salzburger Hauptbahnhof wurde vor allem die öffentliche Erreichbarkeit und das Gebäude selbst sehr positiv bewertet.
VCÖ-Experte Michael Schwendinger betont: „Bahnhöfe sollen Orte sein, an denen Fahrgäste gerne ankommen und verweilen – mit guter Erreichbarkeit und einer starken Anbindung ans Schienennetz.“
Besonders hervorgehoben wurde beim Bahnhof Lienz die Rad-Erreichbarkeit, die Barrierefreiheit und die Qualität des Gebäudes. In der Schönheitsskala setzte sich Lienz ebenfalls an die Spitze - vor Feldkirch (Vorarlberg) und Mariazell (Steiermark).
Ein weiteres Ergebnis des Tests zeigt: Drei Viertel der Fahrgäste kommen ohne Auto zum Bahnhof.
34 % nutzen Bus oder andere Öffis
33 % kommen zu Fuß
7 % fahren mit dem Rad
12 % reisen mit dem eigenen Auto an
12 % werden per Taxi oder Mitfahrgelegenheit gebracht
Jeweils ein Prozent nutzt E-Scooter oder motorisierte Zweiräder. Die Hälfte der Fahrgäste erreicht ihren Bahnhof in weniger als 15 Minuten, ein weiteres Drittel in bis zu 30 Minuten.
Trotz der guten Bewertungen gibt es laut VCÖ Nachholbedarf:
40 % wünschen sich mehr Carsharing- und Bikesharing-Angebote
33 % fordern eine bessere Anbindung außerhalb der Hauptverkehrszeiten sowie optimierte Park-&-Ride-Anlagen
25 % wünschen sich mehr und bessere Fahrradabstellplätze
Für den VCÖ zeigt der Test auch, wie wichtig die Lage von Bahnhöfen ist. „Wenn Siedlungen und Betriebe nahe bei Bahnhöfen errichtet werden, fahren mehr Menschen mit der Bahn statt mit dem Auto. Das reduziert Staus, Abgase und Lärm und bringt Österreich seinen Klimazielen näher“, so Schwendinger.