KI und grüne Energie wachsen zusammen
Der chinesische Technologiekonzern Envision Energy hat auf der Innovationsmesse VivaTech in Paris seinen Net Zero Action Report 2026 vorgestellt. Darin beschreibt das Unternehmen, wie die Verbindung von erneuerbaren Energien, Energiespeicherung und künstlicher Intelligenz künftig die industrielle Entwicklung prägen soll.
Laut Envision entsteht derzeit eine neue Generation von Energiesystemen, die Stromerzeugung, Speicher, Stromnetze, Rechenzentren und intelligente Steuerung miteinander verknüpfen. Diese Infrastruktur soll den steigenden Energiebedarf von KI-Anwendungen nachhaltig decken.
Als Vorzeigeprojekt nennt das Unternehmen den Net Zero Industrial Park in Chifeng (China), der vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Dort werden Wind- und Solarstrom, Energiespeicher, Wasserstoffproduktion und KI-Rechenleistungen in Echtzeit koordiniert. Gemeinsam mit Tencent arbeitet Envision zudem an einer dynamischen Steuerung von KI-Rechenzentren entsprechend der verfügbaren erneuerbaren Energie.
International baut Envision seine Aktivitäten weiter aus. In Ägypten ging das 500-Megawatt-Windkraftprojekt Amunet in Betrieb, das jährlich Strom für rund 800.000 Haushalte erzeugen soll. In Großbritannien unterstützt ein Großspeicherprojekt die Netzstabilität und die Integration erneuerbarer Energien. Zudem wurde erstmals in China produziertes grünes Ammoniak nach Südkorea exportiert.
Mit Projekten in Asien, Afrika und Europa sieht sich Envision als Treiber einer neuen Energieinfrastruktur, die den Übergang zu einer klimaneutralen und KI-gestützten Wirtschaft beschleunigen soll.