JOSEF PRÖLL: SCHARFE KRITIK AN ANGEBLICHEN AUSBAUPLÄNEN TEMELINS
Wien (ots, 18.11.2003) Scharfe Kritik übt der österreichische Umweltminister Josef Pröll an den kolportierten Plänen des tschechischen Industrieministeriums zum Bau zwei weiterer Reaktorblöcke beim Kernkraftwerk Temelin. "Wir haben denösterreichischen Botschafter in Prag angewiesen, einen entsprechenden Protest im tschechischen Außenministerium in Prag zu deponieren."*****
Pröll verwies in diesem Zusammenhang auf die grundsätzlicheösterreichische Position bezüglich eines Ausstiegs aus der Kernenergie sowie auf die berechtigten Sicherheitsbedürfnisse derösterreichischen Bevölkerung im Zusammenhang grenznaher Kernkraftwerke. Pröll erinnerte fernere daran, dass der tschechische Außenminister und Vizepremier Cyril Swoboda Ende Oktober bei einem gemeinsamen Treffen in Prag erklärt hatte, dass es keine konkreten Ausbaupläne für die Kernkraft in Tschechien gebe.
Bereits heute übersteige die tschechische Stromproduktion den Inlandsbedarf um rund 10 Prozent. Mit dem Bau zwei weiterer Reaktorblöcke würde die tschechische Überkapazität um bis zu 50 Prozent steigen. Dies sei unter den Vorzeichen eines ab 2007 vollständig liberalisierten Strommarktes eine ökonomisch mehr als zweifelhafte Entscheidung, die aus österreichischer Sicht in eine energiepolitische Sackgasse führe. Pröll: "Wir bezweifeln daher, dass der Wunsch des tschechischen Industrieministers realisierbar sein wird. Tschechien wird seine strategische Energieausrichtung unter dem Sicherheitsaspekt sowie unter Gesichtspunkt eines liberalisierten Marktes überdenken müssen."
Rückfragehinweis: BM für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt u. Wasserwirtschaft Pressestelle Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS0045 2003-11-18/09:44
Pröll verwies in diesem Zusammenhang auf die grundsätzlicheösterreichische Position bezüglich eines Ausstiegs aus der Kernenergie sowie auf die berechtigten Sicherheitsbedürfnisse derösterreichischen Bevölkerung im Zusammenhang grenznaher Kernkraftwerke. Pröll erinnerte fernere daran, dass der tschechische Außenminister und Vizepremier Cyril Swoboda Ende Oktober bei einem gemeinsamen Treffen in Prag erklärt hatte, dass es keine konkreten Ausbaupläne für die Kernkraft in Tschechien gebe.
Bereits heute übersteige die tschechische Stromproduktion den Inlandsbedarf um rund 10 Prozent. Mit dem Bau zwei weiterer Reaktorblöcke würde die tschechische Überkapazität um bis zu 50 Prozent steigen. Dies sei unter den Vorzeichen eines ab 2007 vollständig liberalisierten Strommarktes eine ökonomisch mehr als zweifelhafte Entscheidung, die aus österreichischer Sicht in eine energiepolitische Sackgasse führe. Pröll: "Wir bezweifeln daher, dass der Wunsch des tschechischen Industrieministers realisierbar sein wird. Tschechien wird seine strategische Energieausrichtung unter dem Sicherheitsaspekt sowie unter Gesichtspunkt eines liberalisierten Marktes überdenken müssen."
Rückfragehinweis: BM für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt u. Wasserwirtschaft Pressestelle Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703
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OTS0045 2003-11-18/09:44
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