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Jeder kann aus Atomenergie aussteigen

16.11.2003

Deutscher Umweltminister erklärt, dass kein Land so schnell aussteigt wie Deutschland

Kein Land der Welt steigt so schnell aus der Atomenergie aus wie Deutschland." "Wir haben Laufzeiten der Atomkraftwerke von 30 Jahren, die USA-Kraftwerke haben bald Laufzeiten von 60 Jahren", versicherte Jürgen Trittin vor grünen Freunden und kritischen Anti-AKW-Aktivisten bei der Fete zum Stilllegen des AKW Stade in Berlin.. Die Grünen feierten den Beginn des Ausstiegs als ersten Schritt in eine Zukunft ohne Atomenergie.
Aber viele Anti-AKW-Kämpfer sprechen von der "Ausstiegslüge", weil ihnen alles zu langsam geht. Viele Kernkraftgegner sehen am Tag der Stilllegung von Stade "keinen Grund zum Feiern". Dabei kann jede und jeder sofort aus der Atomenergie aussteigen, wenn er ab sofort Ökostrom gestellt.
Jürgen Trittin, Krista Sager und Monika Griefahn setzen auf Optimismus und feiern den Beginn des Ausstiegs. Franz Alt erinnert in seiner Rede bei der Ausstiegsfete daran, dass die rot-grüne Bundesregierung mit ihrer Kohlepolitik so falsch liege wie die CDU/CSU mit ihrer Atompolitik. Heute zahle ein deutscher Haushalt monatlich einen Euro für den Umstieg in Erneuerbare Energien, aber 12 Euro pro Monat an Kohlesubventionen. "Das ist noch lange keine Energiepolitik auf der Höhe der Zeit", mahnte der Fernsehjournalist.
Jürgen Trittin erinnerte an den nächsten Ausstiegs-Kandidaten: "Wir sehen uns bei der Ausstiegsparty für das AKW Obrigheim wieder." Stade ging früher vom Netz als im Ausstiegsgesetz vorgesehen. Das könnte auch für Obrigheim zu treffen. Atomstrom rechnet sich nicht mehr in Deutschland! Das sagen die AKW-Betreiber immer öfter. Bisher hieß es: Atomstrom ist billig.
Quelle: Franz Alt
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16.11.2003 | Autor*in: holler
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