Indien: Das neue Kraftzentrum der globalen Solarenergie
Die Dynamik auf dem Subkontinent ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer konsequenten Strategie aus staatlicher Förderung und drastisch gesunkenen Kosten:
Wachstumsprognose: Für 2026 wird ein Zubau von 45 bis 50 GW erwartet.
Kostenvorteil: Seit 2010 sind die Kosten für Solarstrom in Indien um über 80 % gesunken. Photovoltaik (PV) ist dort heute die wirtschaftlichste Form der Stromerzeugung.
Langzeitziel: Bis 2030 sollen 280 GW der insgesamt 500 GW an erneuerbaren Kapazitäten aus Solarenergie stammen.
Indien wandelt sich rasant vom reinen Absatzmarkt zum Produktionsstandort. Dank des „Production Linked Incentive“ (PLI)-Programms investiert die Industrie massiv in modernste N-Type-Technologien (TOPCon, HJT). Bis 2030 soll sich die Modulproduktion versechsfachen.
Der Gamechanger: Das Ende Januar 2026 erfolgreich verhandelte Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien baut bisherige Handelshürden ab und eröffnet europäischem Maschinenbau und Investoren völlig neue Kooperationsmöglichkeiten.
Um Flächenkonflikte zu vermeiden und die Effizienz zu steigern, setzt Indien auf kreative Lösungen:
Agri-PV & Floating PV: Die Nutzung von Agrarflächen und Stauseen gilt als Schlüssel, um die Energieerzeugung näher zu den Verbrauchern zu bringen.
Soziale Komponente: Ein 7,1 Milliarden Euro schweres Förderprogramm ermöglicht es insbesondere einkommensschwachen Haushalten, eigene Dachanlagen zu installieren. Das stärkt nicht nur das Netz, sondern bekämpft aktiv die Armut.
Wer den Anschluss an diesen Zukunftsmarkt nicht verpassen will, sollte im Juni nach München schauen. Vom 23. bis 25. Juni 2026 wird Indien auf der Intersolar Europe (im Rahmen von The smarter E Europe) besonders beleuchtet, mit Networking, Fokus auf Lieferketten sowie einer WiSE-Initiative, die besonders die Rolle von Frauen im indischen Solarsektor in den Mittelpunkt stellt