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IEA: Stromwende läuft, aber Netzausbau holpert hinterher

11.02.2026

Strombedarf steigt um 3,6 %/Jahr, + 50 % bei Netzinvestitionen nötig

tanzender Strommast.png.png
© Tuxyso
Treue oekonews.at-Leser kennen die wiederkehrenden Studien, Berichte und Aufrufe, die Stromnetze der Energiewende anzupassen - weltweit herrscht seit Jahren fast überall dasselbe Phänomen!



Der neue Elektrizitätsbericht der IEA (Internationale Energieagentur der UNO) präzisiert - wieder einmal - die dringend nötigen Ausbaumaßnahmen, die alles andere als plötzlich entstanden sind, sondern sich  schon seit mehreren Jahren deutlich abgezeichnet haben. Die IEA schätzt den Mehrbedarf an Strom auf durchschnittlich +3,6 % jährlich (siehe Link unten).


E-Mobilität, Batterie-Boom, Wärmepumpen-Heizungen, Photovoltaik-Eigenstromerzeugung und andere Technologien erlauben weitaus billigere Energienutzung und treiben zugleich den Strombedarf nach oben. Strom dezentral und erneuerbar erzeugt ersetzt die zentralistische Fossilenergieverstromung.

Die Stromnetze, bislang ein Einbahnsystem von fossilen oder atomaren Großkraftwerken bis ins letzte Seitental, müssen auf Gegenverkehr umgebaut werden. Das erfordere laut IEA-Report bis 2030 einen intensiven Investitionsschub von jährlich +50 % in Netzum- und ausbauten.

Hintergrund

Das Problem haben die Netzbetreiber selbst zu verantworten, die so eng an die dominierenden, fossil-atomaren Energiekonzerne gekoppelt sind, wie Reifenhersteller an Autokonzerne. Manche Konzerne schreiben der Politik vor, der E-Mobilität, dem Umstieg auf Wärmepumpen und insgesamt der Energiewende möglichst viele Prügel in den Weg zu legen. 
Folglich sind Netzbetreiber ihrer Aufgabe jahrelang nicht nachgekommen, dem Systemwandel namens "Stromwende" angemessen Rechnung zu tragen. (Energie)Politikversagen, what else?

Links

  • IEA-Report
  • Dr. Fritz Binder-Krieglstein
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