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Hitze gefährdet die Trinkwasserversorgung

03.08.2026

Durch die Hitzewelle kommt in ganz Deutschland die Trinkwasserversorgung an ihre Grenzen.

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© BreakDownPictures pixabay.com /Wasser
In München gibt es die ersten Verbote: Pools dürfen nicht mehr befüllt und Gärten nur  noch zwischen 19 und neun Uhr morgens bewässert werden. Ein Teil der städtischen Brunnen ist abgestellt. Das könnte künftig überall passieren. Viele Wasserversorger pessimistisch
 

Eine Report Mainz-Umfrage unter Wasserversorgern in den 50 größten und den 50 bevölkerungsreichsten Kreisen und kreisfreien Städten zeigt: Ein erheblicher Teil der Unternehmen zweifelt daran, die Trinkwasserversorgung in Zukunft mit der bestehenden Infrastruktur noch zuverlässig sichern zu können.  
 

Von den gut 140 Unternehmen, die auf die nicht repräsentative Befragung geantwortet haben, halten fast 19 Prozent die Versorgung angesichts zunehmender Hitzetage mit der heutigen Infrastruktur für „kaum noch“ oder „gar nicht“ zu bewältigen. 45 Prozent sagen, es gehe „gerade noch“, 36 Prozent sehen sich „gut“ gerüstet.
 

Im Rhein wird inzwischen der niedrigste Wasserstand seit 500 Jahren befürchtet. Die Schiffe können nur noch ein Viertel der sonst üblichen Fracht transportieren. „Da muss endlich was Rhein“, witzelt die Bildzeitung. Wasserverbote gibt es inzwischen in über 100 deutschen Städten und Landkreisen. Das bringt riesige Schäden für die hiesige Wirtschaft mit sich und damit für uns alle.
 

Deutschland braucht eine Wasserwende: Was heißt das? 

Konkret bedeutet Wasserwende: Wasser dort sammeln und zurückhalten, wo es anfällt; kein Trinkwasser benutzen, wo es auch mit Grauwasser und Brauchwasser geht; Regenwasser nutzen; eine dezentrale ökologische Wasserversorgung organisieren, bewusstes Einkaufen und bewusstes Essen vermindern unseren Wasserverbrauch.

Der Bundestag sollte ein Gesetz beschließen, das vorschreibt, sparsame Armaturen zu installieren, Sparduschen, Spartoiletten Sparwaschmaschinen und Sparspülmaschinen fördert, während Großverbraucher einen Wassercent bezahlen müssen. So würde jeder Deutsche nur noch halb so viel Wasser verbrauchen wie heute.
 

Genauso wie Abfall ist auch Abwasser eine wertvolle Ressource. Voraussetzung für eine neue Wasserpolitik ist freilich ein neues Wasserbewusstsein von unten und eine entsprechend neue Wasserpolitik von oben. Das Rezept heißt: schützen, sparen, sanieren. Wasserschutz ist Umweltschutz und umgekehrt.

Ohne Wasser kein Leben

Wasser ist das Blut der Erde. Wasser ist viel mehr als H2O. Nach einem UN-Wasserbericht sterben jedes Jahr 360.000 Kinder durch verunreinigtes Trinkwasser. Aus Wasser ist alles entstanden. Es ist der universellste Rohstoff jeder Kultur und das Fundament jeder körperlichen und geistigen Entwicklung.


Der Klimawandel und die Umweltverschmutzung werden neue Wasserkreisläufe zur Folge haben. Eine der größten zukünftigen Herausforderungen ist eine neue Wasserpolitik. Wasser ist unser Lebensmittel Nummer eins. Kriege um Wasser sind nicht ausgeschlossen. Wasser könnte das neue Öl werden. Wasser ist systemrelevant.
 

Unsere Erde ist ein Wasserplanet. Drei Viertel sind von Wasser bedeckt. Wasser existiert in vielen Formen, ob als Meer, Fluss, See oder als Wolke. Und es ist der Ursprungsort allen Lebens, ein wichtiger Energieträger sowie die wesentliche Voraussetzung für unsere Ernährung.  
 

  • „Mehr Wissen für alle über Niedrigwasser“ | Ein bundesweites wie öffentlich zugängliches Informationssystem für Niedrigwasser startete Umweltminister Schneider. Die überfällige Maßnahme sorgt zumindest für mehr Transparenz angesichts wachsender Nutzungskonflikte ums Wasser.

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03.08.2026 | Autor*in: Franz Alt
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