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Heimische Gewässer im Jahr  2025 mit 78 Fischaufstiegshilfen und 71 Kilometern naturnahen Flussläufen weiter gestärkt

20.04.2026

Verbesserung des ökologischen Zustands der österreichischen Fließgewässer im Mittelpunkt

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Wasser © cromagnon130 pixabay.com
Wien  - Das Umweltministerium (BMLUK) hat 2025 die Gewässerökologie weiter gestärkt: Rund 44 Mio. Euro wurden für Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustands der österreichischen Fließgewässer zur Verfügung gestellt. Mit diesen Mitteln werden 78 bisher unpassierbare Querbauwerke, also Wanderhindernisse für Fische, durchgängig gemacht und insgesamt 71 Kilometer Flussläufe hinsichtlich ihrer Gewässerstrukturen verbessert und naturnahe gestaltet.
 

Umweltminister Norbert Totschnig: „Wir schaffen und verbessern damit wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Das fördert die Biodiversität in der Natur und stärkt die ökologische Funktion unserer Flüsse. Die Bilanz 2025 bestätigt, dass die Zusammenarbeit mit Bundesländern, Gemeinden und vielen Partnerinnen und Partnern erfolgreich ist und zu Verbesserungen im Sinne unserer Natur führt. Wir dürfen uns auf diesen Erfolgsprojekten aber nicht ausruhen, sondern müssen den Lebensraum für Tiere und Pflanzen gemeinsam weiter stärken.“

 

Ein Beispiel dafür ist ein Projekt an der Mattig in Oberösterreich. Bei Alharting wird der Fluss auf rund zwei Kilometern ökologisch verbessert. Im Zuge des Projekts werden Uferbefestigungen entfernt, das Gewässer stellenweise verbreitert und neue Strukturen geschaffen, um vielfältigere Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu ermöglichen. Zudem werden mehrere Querbauwerke entfernt oder umgebaut, sodass Fische den Fluss wieder ungehindert passieren können. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 1,2 Mio. Euro, wovon etwa 700.000 Euro durch das BMLUK getragen werden.
 

Auch in Kärnten werden mit Unterstützung des BMLUK wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerökologie umgesetzt. So wird etwa ein Abschnitt der Drau in der Gemeinde Baldramsdorf aufgewertet. Ziel des Projekts ist die Verbesserung der flussmorphologischen Strukturvielfalt sowie der Sohlstabilität. Dazu werden unter anderem Flussaufweitungen umgesetzt und Nebenarme sowie Stillgewässer angelegt, wodurch neue Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entstehen. Die Investitionskosten betragen rund 8 Mio. Euro, wovon etwa 7,4 Mio. Euro vom BMLUK getragen werden.

 

Binnen fünf Jahren 300 Fischaufstiegshilfen und 233 Km Flussufer aufgewertet



Ein Blick auf die vergangenen fünf Jahre (2021 bis 2025) zeigt die nachhaltige Wirkung: Insgesamt wurden 161,3 Mio. Euro an Investitionen in gewässerökologische Maßnahmen vom BMLUK bereitgestellt. Dadurch konnten 300 Querbauwerke für Fische durchgängig gemacht sowie rund 233 Kilometer Flussläufe naturnahe gestaltet und ökologisch verbessert werden. Gleichzeitig stärken diese Investitionen auch die regionale Wirtschaft: Planungs- und Bauleistungen sowie ökologische Fachleistungen sichern Wertschöpfung und Arbeitsplätze in den Regionen.
 

Trotz der positiven Entwicklungen gilt es, weiterhin Verbesserungen zu erzielen, um die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen. Vor diesem Hintergrund kommt der langfristigen Bereitstellung ausreichender Mittel eine zentrale Bedeutung zu.
 

„Die ökologische Verbesserung unserer Gewässer ist eine gemeinsame Aufgabe aller Ebenen, von der Europäischen Union bis zu den Gemeinden. So sichern wir unsere Gewässer als Lebensraum und stärken Biodiversität und Lebensqualität nachhaltig“, so Umweltminister Norbert Totschnig abschließend.

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