Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie(current)2
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ersatz fossiler Energie
20260608 oekonews Banner

Heimische erneuerbare Energie sichert  150 Tage im Jahr Unabhängigkeit von Erdöl und Erdgas

30.05.2026

Anstrengungen für Krisenfestigkeit und leistbare Energie müssen entschlossen vorangetrieben werden

bastian-pudill-Windpark-Windkraft-unsplash.jpg
© Bastian Pudill unsplash

Wien  - Bund und Länder müssen die Energietransformation zügiger vorantreiben, damit Österreich von fossilen Importen unabhängig wird. Diese Forderung unterstreicht der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) anlässlich der von der Österreichischen Energieagentur vorgelegten Zahlen zur Energieabhängigkeit . Ab dem 31. Mai 2026 ist Österreich rechnerisch gesehen bis zum Jahresende abhängig von fossilen Energieimporten. Die ersten 150 Tage wurden bereits erfolgreich durch heimische und vor allem erneuerbare Energie abgedeckt.

 

 „Unser Land hat in den letzten Jahren beim Aufbau einer unabhängigen und sicheren Energieversorgung wichtige Fortschritte gemacht. Allein von 2022 bis 2024 ist der Anteil heimischer erneuerbarer Energie um 10% gestiegen. Doch diese Dynamik gerät immer wieder ins Stocken “, warnt Martina Prechtl-Grundnig, Geschäftsführerin des EEÖ, und betont: „Wir brauchen zuverlässige Rahmenbedingungen, die den Ausbau fördern statt behindern.“

 

Erneuerbares Potenzial für Souveränität und leistbare Energie noch unzureichend genutzt


Dabei würde der zügige Ausbau erneuerbarer Energien die nötige Abhilfe bei fossilen Preiskrisen schaffen, betont der Dachverband. Preiskrisen seien ein dauerhaftes Risiko eines fossilen Energiesystems, kein Ausnahmefall. Solange Kohle, Öl und Erdgas die Energieversorgung dominierten, bleibe Österreich anfällig für geopolitische Schocks. Österreichs Energieversorgung und die heimische Bevölkerung dürften nicht länger von Krisenregionen abhängig sein, so der EEÖ. Doch die Möglichkeiten werden noch nicht ausreichend genutzt:
 

Während der Photovoltaik-Ausbau 2023 noch ein Rekordhoch verzeichnete, hinkt der Ausbau seit dem letzten Jahr wieder hinter dem Soll hinterher. 2025 wurden noch 1.634 Megawatt (MW) ausgebaut, nötig sind aber rund 2000 MW pro Jahr, um genug erneuerbaren Strom bis 2030 zu erzeugen. Auch die österreichische Windkraft steht bereit deutlich mehr zu liefern und muss zügig und substantiell ausgebaut werden. Insbesondere im Winter schlägt sich die fehlende Windkraft für Österreich negativ zu Buche. Aktuell warten Projekte mit einer Gesamtleistung von 3.500 MW auf ihre Umsetzung, doch auch hier fehlen noch verlässliche Rahmenbedingungen fürs Fortkommen.


„Trotz Krise sehen wir keinerlei Beschleunigung für die Energietransformation. Nur wenige Bundesländer haben bisher die nötigen Flächen für einen schnelleren Ausbau der Windkraft und der Photovoltaik ausgewiesen und der Regierungsentwurf zum Erneuerbaren- Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) enthält noch immer wesentliche Schwachstellen “, betont Prechtl-Grundnig. Auch Wasserkraft und Strom aus Biomasse sind von einer fehlenden Verfahrensbeschleunigung betroffen.


Der Umstieg auf eine saubere Heizung stärkt zugleich die Unabhängigkeit


Verlässliche Rahmenbedingungen für die Nutzung und den Ausbau heimischer erneuerbarer Energien vermisst der EEÖ auch bei der Raumwärme und -kühlung in Gebäuden. Für heuer zeichnet sich bereits für Juli ein Ende der Fördermittel für den Ersatz fossiler Heizungen durch saubere und leistbarere Alternativen ab. Noch immer sind 1,2 Millionen Haushalte beim Heizen in der fossilen Falle von Heizöl und Erdgas. Sie sind von der aktuellen Energiekrise besonders betroffen. „Der Heizungstausch hängt noch immer in der Stop-and-Go-Schleife fest, obwohl gerade hier ein großer Hebel für Energiesouveränität liegt. Ständig wechselnde Förderbedingungen verunsichern Haushalte und Betriebe und blockieren Investitionen. Außerdem fehlt ein klarer, gesetzlich geregelter Pfad für den Ausstieg aus Erdöl und Erdgas in der Raumwärme “, so die Geschäftsführerin des EEÖ.


Mehr unabhängige Energie ist möglich!

 

Unter dem Eindruck anhaltender und wiederkehrender Öl- und Gaskrisen wird deutlich, wie wichtig die Stärkung der heimischen Energieversorgung durch den Ausbau erneuerbarer Energien ist. Vorgaben der EU sehen für Österreich im Jahr 2030 sogar einen Erneuerbaren-Anteil von 60% am Energieverbrauch vor, der mit entsprechenden Maßnahmen auch realistisch zu erreichen ist. Dann läge der „Tag der Abhängigkeit“ von fossiler Energie schon deutlich weit hinten im Jahr, nämlich am 9. August 2030. An beachtlichen 219 Tagen pro Jahr würden dann heimische Erneuerbare Österreichs Energieversorgung stemmen.

  • Drucken
  • Empfehlen
30.05.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Ab 31. Mai lebt Österreich von fossiler Energie aus Importen

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Neun Österreichische Anti-Atom-Organisationen warnen vor jahrzehntelangen Atomstrom-Preisgarantien

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Freitag, 12. Juni 2026, 69.368 Artikel Online

Weitere Themen

  • 40 Jahre Urananreicherungsanlage Gronau: Umweltverbände fordern sofortige Stilllegung
  • Geplante LNG-Anlegestelle in Brunsbüttel gefährdet Menschen und Umwelt: Deutsche Umwelthilfe leitet rechtliche Schritte ein
  • Abhängigkeit von Öl und Gas: Budgetrede liefert richtige Diagnose, aber schwache Therapie
  • Energiebranche drängt auf Beschluss des EABG: „Energiezukunft jetzt sichern“
  • Nationalrat beschließt  Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz
  • Doppelbudget: Geringe Fortschritte für Wärmewende, trotz Bekenntnis zur Schlüsselrolle für Wohlstand
  • Schneider Electric: „Trägheit ist Europas größtes Energierisiko”
  • AKW-Laufzeiten bis zu 80 Jahre: Der Schweizer Bundesrat setzt auf ein riskantes Szenario
  • Greenpeace protestiert gegen mögliche Rückkehr zur Atomkraft in der Schweiz
  • Schweizer AKW bleiben auf Russland angewiesen
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
13.229 Artikel | Seite 1 von 1.323

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
bastian-pudill-Windpark-Windkraft-unsplash.jpg

© Bastian Pudill unsplash