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Greenpeace warnt vor Amazons Expansionsplänen: „Digitale Souveränität als Mogelpackung“

09.02.2026

Europa muss seine Datensouveränität vorantreiben

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© Openclips/pixabay.com
Amazon treibt seine Expansion in Europa massiv voran. Am Donnerstagabend veröffentlichte der US-Konzern seine aktuellen Quartalszahlen und kündigte zugleich eine Investitionsoffensive von rund 200 Milliarden Dollar für das Jahr 2026 an. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist der Ausbau der Cloud-Infrastruktur. Bereits im Januar stellte Amazon – mit Unterstützung deutscher Behörden – seine neue „Amazon European Sovereign Cloud“ mit Sitz in Potsdam vor.
 

Umweltorganisationen schlagen nun Alarm. Greenpeace warnt davor, dass Amazons Wachstum nicht nur Europas digitale Unabhängigkeit untergräbt, sondern auch Umwelt- und Klimastandards zunehmend unter Druck geraten.
 

„Souveränität nur dem Namen nach“ 

Laut Linda Klapdor, Greenpeace-Expertin für BigTech und Künstliche Intelligenz, handelt es sich bei Amazons Angebot nicht um echte digitale Souveränität. Trotz europäischer Rechenzentren bleibe die Infrastruktur rechtlich und politisch fest in US-amerikanischer Hand.
 

„Was Amazon als digitale Souveränität verkauft, ist eine Mogelpackung“, so Klapdor. Die European Sovereign Cloud unterliege weiterhin US-Gesetzen. Im Ernstfall könne Amazon verpflichtet sein, sensible Daten europäischer Unternehmen und öffentlicher Stellen an US-Behörden oder Geheimdienste weiterzugeben.
 

Lobbying gegen Umwelt- und Datenschutzregeln 

Neben der Frage der Datensicherheit kritisiert Greenpeace auch Amazons Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse in der EU. Der Konzern betreibe gezielte Lobbyarbeit, um Regeln zum Schutz kritischer digitaler Infrastruktur aufzuweichen. Betroffen seien nicht nur Datenschutzvorgaben, sondern auch Umweltauflagen, etwa zum enormen Energieverbrauch von Rechenzentren.
 

Gerade im Kontext von KI-Anwendungen steigt der Strombedarf rasant. Ohne strenge Vorgaben drohe eine weitere Belastung für Klima und Stromnetze – während die Gewinne bei einem einzelnen Tech-Konzern landen.
 

Abhängigkeit von US-Tech wächst 

„Digitale Infrastruktur ist das Fundament einer modernen Wirtschaft – wer sie kontrolliert, hat Macht“, warnt Klapdor. Europa befinde sich bereits heute in einer gefährlichen Abhängigkeit von US-Technologieunternehmen. Diese Entwicklung dürfe nicht weiter vertieft werden, indem öffentliche Stellen und Kommunen ihre Daten Amazon anvertrauen.

Greenpeace fordert daher ein Umdenken: Statt Milliarden in die Expansion internationaler Tech-Konzerne fließen zu lassen, müsse die Politik europäische Cloud-Lösungen gezielt fördern und konsequent auf Umwelt-, Klima- und Datenschutzstandards pochen.
 

Entscheidung mit Langzeitfolgen 

Die aktuellen Zahlen und Ankündigungen zeigen, wie groß Amazons Einfluss inzwischen ist – und wie weitreichend die Konsequenzen politischer Entscheidungen rund um digitale Infrastruktur sein können. Ob Europa seine digitale Zukunft selbst gestaltet oder weiter aus der Hand gibt, dürfte sich auch an Projekten wie der „European Sovereign Cloud“ entscheiden.

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