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Globaler Windenergiemarkt: Rekordwachstum bis 2030

07.01.2026

Der weltweite Markt für Windenergie tritt in seine bislang stärkste Wachstumsphase ein.

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Windenergiewachstum weltweit © Global Data

Angetrieben durch ambitionierte Dekarbonisierungsziele, steigende Anforderungen an die Energiesicherheit sowie langfristige industriepolitische Strategien wird die global installierte Windkraftleistung bis 2030 voraussichtlich 934,6 Gigawatt erreichen, wie eine aktuelle Prognose des Analyseunternehmens GlobalData aufzeigt. 
 

Laut dem jüngsten Bericht „Wind Turbines Market Size, Share and Trends Analysis 2024–2030“   beliefen sich die weltweiten Neuinstallationen von Windturbinen im Jahr 2024 auf insgesamt 115,3 Gigawatt. Den weitaus größten Anteil stellte dabei die Onshore-Windenergie mit 91,8 Prozent, während Offshore-Windparks auf 8,2 Prozent der Neuinstallationen kamen.
 

Asien-Pazifik dominiert den Weltmarkt
 

Die führende Rolle im globalen Windenergiemarkt nimmt die Asien-Pazifik-Region (APAC) ein. Sie  hat  den größten Anteil an jährlichen Neuinstallationen und verfügt über besonders leistungsfähige Produktionskapazitäten für Windturbinen, Komponenten und Offshore-Technologien. Haupttreiber dieser Entwicklung ist China mit seinem umfangreichen Ausbau sowohl an Land als auch auf See. Hinzu kommen Indiens rasch wachsende heimische Fertigung und ein stark auktionsgetriebener Marktausbau sowie aufkommende Offshore-Projekte in Japan und Australien.
 

Europa als Stabilitätsanker in EMEA
 

Die Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) stellt den zweitgrößten Windenergiemarkt dar. Innerhalb dieser Region fungiert Europa als zentraler Stabilitätsanker. Verbindliche Klimaziele im Rahmen des EU Green Deal, die überarbeitete Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) sowie eine dynamische Offshore-Entwicklung  -  vor allem in den Ländern rund um die Nordsee - sorgen für kontinuierliches Wachstum.
 

Im Nahen Osten und in Nordafrika treiben staatlich unterstützte Ausschreibungen und Dekarbonisierungsprogramme den Ausbau großskaliger erneuerbarer Energieprojekte voran. In Teilen Subsahara-Afrikas werden Windenergieprojekte schrittweise erschlossen, unterstützt durch internationale Finanzierungsinstrumente und regionale Strommarktinitiativen.
 

Amerika mit starkem Impuls aus den USA
 

Als drittgrößter Markt folgen die  amerikanischen Staaten, angeführt von den Vereinigten Staaten. Dort hat der Inflation Reduction Act (IRA) erhebliche Impulse für den Ausbau sauberer Energien gesetzt. Besonders betroffen sind der Aufbau heimischer Produktionskapazitäten sowie  das Repowering bestehender Windparks.
 

Wettbewerb verschärft sich – Technologie treibt Transformation
 

Zunehmend konzentriert sich die Marktführerschaft auf große chinesische Hersteller von Windturbinen (OEMs), die von kosteneffizienter Produktion und enormen Installationsvolumina im Heimatmarkt profitieren. Gleichzeitig behaupten sich europäische und US-amerikanische Hersteller durch technologische Führungspositionen im Offshore-Bereich, digitale Optimierungslösungen und umfangreiche Serviceangebote.
 

Aktuelle Trends wie immer größere Turbinen, die Integration hybrider Projekte sowie die Regionalisierung von Lieferketten verändern grundlegend, wie und wo Windturbinen produziert und eingesetzt werden.
 

Windenergie als zentrale Säule der Energiewende
 

Nach Einschätzung von GlobalData steht der globale Windenergiemarkt vor einer neuen Ära beschleunigten Wachstums. Steigende Investitionen in saubere Energie, rasche technologische Fortschritte und widerstandsfähigere industrielle Strukturen bilden dafür die Grundlage. Während chinesische Hersteller den Ausbau der Kapazitäten dominieren, treiben westliche Unternehmen Innovationen  voran, vor allem im Offshore-Segment und bei digitalen Turbinenplattformen.
 

Mit dem verstärkten Ausbau der Windenergie zur Erreichung von Klimazielen und zur Sicherung langfristiger Energieunabhängigkeit wird die Bedeutung der Windkraft  weltweit weiter zunehmene und sich als tragende Säule der globalen erneuerbaren Energieversorgung festigen.

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