Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz
oekonews banner

GLOBAL 2000 warnt: Mangelhafte Risikobewertung von Genfood

25.11.2003

Gentechnik–Kritiker Pusztai: „Fehlende Untersuchungsergebnisse sind kein Beleg für Unbedenklichkeit„ – Glaubwürdigkeit der EU–Kommission im Umgang mit Genfood in Frage gestellt

ja © Global2000 www.global2000.at
ja © Global2000 www.global2000.at
Wien (25. November 2003). Im Anschluss an einen von GLOBAL 2000 initiierten Workshop über gentechnisch veränderte Nahrungsmittel (= Genfood) warnte der renommierte Genkritiker Dr. Arpad Pusztai im Rahmen einer Pressekonferenz vor der mangelhaften Risikobewertung von Genfood. „Die Zulassungsverfahren basieren auf völlig unzureichendem Datenmaterial. Es wurden bisher keine klinischen Studien zur Risikoabschätzung von Genfood veröffentlicht. Mangelhafte Untersuchungen und fehlende Ergebnisse über die Schädlichkeit von Genfood sind kein Beleg für deren Unbedenklichkeit„, kritisiert Dr. Arpad Pusztai den Stand der Forschung. „Genfood müsste eigentlich nach denselben strengen Verfahren zugelassen werden wie Medikamente!„, so Pusztai. Auch der GLOBAL 2000– Gentechnikexperte und Risikoforscher Werner Müller warnt vor der weiteren Zulassung von gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln. „Mit der derzeit durchgeführten Risikobewertung würde sogar das katastrophale Gift DDT wieder zugelassen werden. Denn die jetzigen Untersuchungsmethoden berücksichtigen ausschließlich akute Gesundheitswirkungen. Mögliche längerfristige Schäden werden nicht untersucht und damit nicht erfasst. Diese kurzsichtige Methode forderte schon bei DDT zahlreiche Opfer. Solche Fehler dürfen bei Genfood nicht wiederholt werden.„ Besondere Brisanz erhält das Thema durch die drohende Zulassung von Bt 11–Genmais: „Aktuelle Studien zu Bt 11–Genmais geben Hinweise darauf, dass der Gentech–Mais Allergien hervorrufen kann. Zum Zulassungsantrag gibt es jedoch keine Untersuchungen bezüglich allergener Wirkungen. Das ist ein Skandal und ein bewusstes Ausblenden von Risikofeldern!„, empört sich Müller.
Vor dem Hintergrund der mangelhaften Risikoforschung bei Genfood und den drohenden Zulassungen in der nächsten Zeit fordert GLOBAL 2000 die Beibehaltung des EU–Moratoriums über die Neuzulassung gentechnisch veränderter Nahrungsmittel. Es muss verpflichtende chronische Untersuchungen (Krebs, fruchtschädigende Wirkung, schädigende Wirkung auf das Immunsystem) für alle gentechnisch veränderten Pflanzen und Lebensmittel geben. Darüber hinaus muss eine sofortige Neubewertung der schon zugelassenen gentechnisch veränderten Pflanzen durchgeführt werden. „Alle GVO, für die nicht binnen sechs Monaten eine Neubewertung durchgeführt wird, müssen verboten werden„, so Müller. „Die Voraussetzung für die Beurteilung neuer gentechnisch veränderter Produkte ist zudem die Offenlegung aller Daten zur Risikobewertung. Wenn die EU–Kommission als zuständige Behörde diese Forderungen nicht erfüllen kann, ist ihre Glaubwürdigkeit stark in Frage gestellt„, so Müller abschließend.

Verwandte Artikel

  • Keine faulen Kompromisse bei Klimaschutzgesetz
  • EU-Behörden bestätigen Fortpflanzungsgefahr von TFA
  • Hattmannsdorfers Fossile Fantasien schaden Österreich
  • EABG-Ziele: Zu wenig Ambition, zu wenig Umweltverträglichkeit
  • Sanierungsbonus gestrichen - Bund reißt Loch in Förderlandschaft 
  • ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA
  • Drucken
  • Empfehlen
25.11.2003 | Autor*in: pawek
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Niederösterreichs beste Umweltbildungsinitiativen

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

In sieben Schritten zum Nachhaltigkeitsbericht

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Dienstag, 6. Oktober 2026, 70.328 Artikel Online

Weitere Themen

  • Österreichs Weinbau in der Krise: Bäume sollen die Reben retten
  • Schutzwald: Österreichs grüne Lebensversicherung gegen Naturgefahren
  • Guterres warnt vor gefährlichster nuklearer Phase seit Ende des Kalten Krieges
  • Menschgemachter Klimawandel: Die unbequeme Wahrheit, die keiner hören will
  • Landwirtschaft im Klassenzimmer: Kinder entdecken die Vielfalt der Bauernhöfe
  • Lebensmittel retten statt wegwerfen: Erster Offener Kühlschrank in Rankweil eröffnet
  • Wie KI Tourismus nachhaltiger machen kann
  • Aus Kaffeesud wird eine duftende Briefmarke
  • EmpCo: Greenpeace reicht EU-Beschwerde gegen Österreich ein
  • Europas Stahlverbrauch belastet tropische Ökosysteme: Graedel Prize für BOKU-Forscher 
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.685 Artikel | Seite 1 von 1.569

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
ja © Global2000 www.global2000.at

ja © Global2000 www.global2000.at