GLOBAL 2000 und IG Windkraft kritisieren Ökostromverordnung
GLOBAL 2000 und die IG Windkraft kritisieren die heute von Wirtschaftsminister Bartenstein veröffentlichte Novelle der Einspeisetarifverordnung, da sie zwar eine Verlängerung der Errichtungsfristen für Biomasse und Wasserkraft, nicht aber für Windkraft, Photovoltaik, Geothermie und Klärgas vorsieht. Mag. Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft: "Wir begrüßen zwar die Fristverlängerung für Biomasse und Kleinwasserkraft, in der Verordnung gibt es aber eine klare Schlechterstellung für Windenergieprojekte. Es gibt keinen sachlichen Grund, dass Windkraftprojekte bis Ende Juni 2006 ans Netz gehen müssen, um die Tarife nach der Einspeisetarifverordnung zu erhalten, während Biomasse- und Kleinwasserkraftprojekte jetzt eine Fristerstreckung bis Ende 2007 erhalten haben. Diese Ungleichbehandlung ist gegen die Beschlüsse der Regierung, des Nationalrats und nicht zuletzt klar verfassungswidrig und wird von uns dementsprechend bekämpft werden."
Ökostromausbau wird gebremst
DI Silva Herrmann, Energieexpertin von GLOBAL 2000: "Es ist unverantwortlich, dem Ökostromausbau auf diese Weise den Wind aus den Segeln zu nehmen. Das ehemalige Umweltmusterland Österreich hat eine desaströse Klimabilanz. Das Ziel der EU-Richtlinie zum Ausbau erneuerbarer Energien wird unter den derzeitigen Rahmenbedingungen ebenfalls klar verfehlt werden. BM Bartenstein und BM Pröll müssen nun schleunigst das Ruder herumreißen. Noch ist es nicht zu spät, den Einstieg in die alternative Energiewirtschaft voranzutreiben."
Durch die Beibehaltung der äußerst knappen Errichtungsfrist für Anlagen, die im vergangenen Jahr genehmigt wurden, sind etwa 50 Windkraftanlagen mit ca. 100MW Leistung gefährdet und damit auch ca. 30 Millionen Euro an Investitionen, die direkt heimischen Bau- und Elektrofirmen zugute kommen würden.
Quelle: GLOBAL 2000
Durch die Beibehaltung der äußerst knappen Errichtungsfrist für Anlagen, die im vergangenen Jahr genehmigt wurden, sind etwa 50 Windkraftanlagen mit ca. 100MW Leistung gefährdet und damit auch ca. 30 Millionen Euro an Investitionen, die direkt heimischen Bau- und Elektrofirmen zugute kommen würden.
Quelle: GLOBAL 2000
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